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Autor Mitteilung
Dirk1975
Moderator

Beiträge: 435


Gesendet: 10:20 - 24.07.2003

Deutschlands Städte bluten aus. Bereits jetzt stehen mehr als eine Million Wohnungen in Ostdeutschland leer, Stadtviertel verfallen, Landstriche veröden. Oft ist Abriss, wie etwa in Leipzig, die einzige Lösung. Deutschland steht vor einer Jahrhundertaufgabe.



Wie wäre es mit einem Hirschgehege hinter dem Leipziger Hauptbahnhof? Platz genug, finden die Stadtväter, gebe es ja. Man nutzt einfach die Brache neben dem frisch renovierten Prunkbau des Bahnhofs, platziert auf einer neu angelegten Wiese sechs Hirsche und dazu einen Hochsitz. Zwischen einfahrenden Schnellzügen und dem Autolärm der Hauptstraße könnte so der öffentliche Raum genutzt werden, den sonst niemand braucht.
Der Plan mit den Hirschen im Stadtzentrum ist bezeichnend für die städtebauliche Situation in Leipzig. Allein im Stadtteil Volkmarsdorf, direkt hinter dem Bahnhof, steht jedes zweite Haus leer - viele davon sind Altbauten. Aus manchen Häuserdächern wachsen Birken, auf rissigen Plakaten werben Immobilienmakler um Käufer, die nicht kommen werden. "Unser Plan, hier ein Hirschgehege einzurichten, ist natürlich eine Art Groteske", sagt Wolfgang Kunz, der Leiter des Leipziger Stadtplanungsamtes. "Aber wir brauchen prägnante Beispiele, die auf den dramatischen Wohnungsleerstand in der Stadt hinweisen."

Fast 60.000 Wohnungen stehen in Leipzig leer. Die Sachsenmetropole hat von 1989 bis 1998 fast hunderttausend Einwohner verloren, von 530.000 Bürgern schmolz die Einwohnerschaft auf 438.000. Dann gab es eine Gebietsreform, Randbezirke wurden eingemeindet.

Viele Leipziger sind ins Umland oder in den Westen gezogen, der Geburtenrückgang kommt hinzu. Unterm Strich stieg im vergangenen Jahr die Einwohnerzahl durch Zuzug zwar leicht um 1800. Doch die Stadtplaner müssen langfristig denken. Ihnen ist klar: Leipzig droht zu veröden, und die Stadt reagiert mit drastischen Programmen, deren Namen seltsam idyllisch klingen.

"Dunkler Wald", "Wandel auf der Parzelle" oder "Lichter Hain" nennt die Behörde blumig ihre radikalen Pläne für das "Grüne Rietzschkeband", welches das Gesicht des ausblutenden Leipziger Ostens von Grund auf verändern soll. Wo sich heute zerfallende Häuser aneinander reihen, soll nach und nach eine Schneise aus Parks, Wäldchen und Veranstaltungsplätzen entstehen. "Wir wollen keine hässliche Brache in der Stadt, sondern eine positive Identifikation mit dem Prozess, gegen den wir nichts tun können. Die 60.000 Wohnungen sind ja so oder so leer", sagt Kunz.

Die Leipziger gehören zu den ersten, die sich mit Plänen einem Problem stellen, das bald überall auf der Tagesordnung stehen wird: Deutschlands Städte und Dörfer schrumpfen. Schon heute gibt es allein in Ostdeutschland 1,2 Millionen leer stehende Wohnungen. Im Jahr 2030 werden es voraussichtlich doppelt so viele sein.

Weil hier zu Lande immer weniger Kinder zur Welt kommen, werden viele Hochhäuser und Gründerzeit-Schmuckstücke nicht mehr gebraucht. Ganze Stadtteile und Dörfer wandeln sich zu Ghettos, in denen nur noch die Alten und Arbeitslosen bleiben. Fenster und Türen werden vernagelt, der Niedergang der Städte ist hier schon Realität. Nur die Seniorenheime sind hübsch heraus geputzt.

Zum ersten Mal seit dem Dreißigjährigen Krieg droht Deutschland wieder die Verödung ganzer Landstriche. Das gilt auch für westdeutsche Regionen wie das Ruhrgebiet. Nach Berechnungen des Düsseldorfer Landesamtes für Datenverarbeitung verlor beispielsweise Essen seit 1990 37.000 Einwohner. Selbst florierenden Städten wie München wird der Rückgang prognostiziert: Spätestens ab dem Jahr 2030 soll auch dort die Bevölkerungszahl zurückgehen, schätzt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Stimmen die Vorhersagen des Statistischen Bundesamtes, dann hätte Deutschland - selbst bei einer optimistischen Prognose, die 200.000 Einwanderer pro Jahr vorsieht - im Jahre 2050 nur noch 75 Millionen Bürger - ein Minus von sieben Millionen Menschen. Eine düstere Schätzung der Wiesbadener geht sogar von lediglich 67 Millionen aus. Deutschland vergreist, und die Kahlschlag-Pläne der Leipziger sind erst der Anfang.

Die Leipziger Stadtväter raten den Hauseigentümern zum Abriss, weil sich weit und breit eh keine Mieter mehr finden lassen. Grundbesitzern schlagen die Beamten vor, ihr Gelände der Kommune zu überlassen, auf denen sie dann Freiflächen einrichtet. Wer will, erhält nach fünf Jahren sein Eigentum zurück. Der Hintergedanke von Stadtplaner Wolfgang Kunz und seinen Leuten: Nach und nach soll sich so das Gelände leeren, und auch widerspenstige Hauseigentümer werden dann einsehen, dass ihre Immobilie mitten im Nirgendwo keinen Wert hat. Dann, so hofft Kunz, stehe einem spottbilligen Ankauf durch die Stadt und der Schaffung von Grünflächen nichts mehr im Wege.

Das dafür nötige Geld steht schon bereit: Vor einem Jahr hat der Bund die ersten 1,25 Milliarden Euro (von insgesamt 2,9 Milliarden) des "Stadtumbauprogramms Ost" freigegeben, dessen Mittel je zur Hälfte für Instandsetzung und Abrisse genutzt werden sollen. Bis zu 400.000 Wohnungen sollen der Abrissbirne zum Opfer fallen. Wo vor wenigen Jahren mit Steuer-Milliarden und Abschreibungs-Modellen der Aufbau Ost gefördert wurde, herrscht jetzt der "Abriss Ost".

Leipzig hofft, durch die geplanten Abrisse die Entstehung eines städtischen Flickenteppichs aus sanierten Häusern, leer stehenden Ruinen und Brachen zu verhindern. Die Stadtverwaltung bewegt sich dabei auf einem schmalen Grat. Was, wenn sich die Vorhersagen über die Bevölkerungsentwicklungen als falsch herausstellen? Oder die Stadtviertel, denen sie heute keine Zukunft mehr einräumt, wieder attraktiv werden? Der Abriss von je 10.000 Platten- und Altbauten könnte dann als verheerendes Kapitel in die Stadt-Geschichte eingehen. Das kann auch Wolfgang Kunz nicht ausschließen. "Aber wir müssen jetzt handeln. Wir können die Hände nicht in den Schoß legen." Auch die Instandhaltung leer stehender Häuser kostet Geld, das die Stadt und viele Hauseigentümer nicht haben.

Helfen soll den Leipzigern das Projekt "Schrumpfende Städte", eine Zusammenarbeit zwischen Bundeskulturstiftung, der Bauhaus-Stiftung in Dessau, der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst und der Architekturzeitschrift ARCH+. Vier internationale Regionen werden hier unter die Lupe genommen: Detroit, die russische Industriestadt Ivanovo, Manchester/Liverpool und Halle/Leipzig. Alle Gebiete leiden aus unterschiedlichen Gründen unter extremem Bevölkerungsschwund. Mit 3,2 Millionen Euro fördert die Bundeskulturstiftung das Projekt, das im nächsten Jahr die ersten Untersuchungsergebnisse präsentieren will.

Leiter ist der Berliner Architekt Philipp Oswalt. Aus seiner Sicht greifen bloße Abriss-Entscheidungen zu kurz: "Marktbereinigung ist keine Antwort auf die große Herausforderung des Stadtumbaus." Sinnvoll findet der Architekt die geplante Senkung der Eigenheimzulage. Die Flucht der Stadtbewohner in unnötige Neubauten im Umland könnte dadurch zumindest gebremst werden. Auch eine Senkung oder Streichung der Kilometerpauschale könnte dazu beitragen.

Letztendlich wird sich jede deutsche Stadt in einem harten Wettbewerb um Industrieansiedlungen, gut ausgebildete Arbeitnehmer und attraktive Freizeitangebote behaupten müssen. Lebensqualität als Überlebensstrategie. Traditionsreiche Universitäts- und Handelsstädte wie Leipzig könnten in diesem Rennen besser bestehen. Das auf dem Reißbrett entworfene Eisenhüttenstadt bliebe dagegen vermutlich auf der Strecke.

Noch weiß niemand genau, wie das gewaltige Erbe der deutschen Städte bewahrt werden kann. Wie in den fünfziger Jahren schaffen Abrissbirnen heute wieder Tatsachen, die Jahrzehnte später als Bausünden am Pranger stehen. Was dabei unwiederbringlich verloren geht, kann heute niemand abschätzen.


Von Matthias Lohre
Spiegel online, 24. Juli 2003
Dirk1975
Moderator

Beiträge: 435


 

Gesendet: 10:33 - 24.07.2003

Was sich die Herr Oswalt bzw. die Stiftung Bauhaus Dessau in Sachen Stadtumbau Ost so vorstellt kann man hier schonmal "bewundern". Ein gutes Gefühl stellt sich dabei jedoch nicht ein. Ein Schwerpunkt des Experimentierens: Gründerzeitviertel....

http://www.oswalt.de/de/projects/sachsen_anhalt/page_1.html
Primax
registriert

Beiträge: 22


 

Gesendet: 12:56 - 24.07.2003

Hi Dirk,

Du siehst die Zukunft aber düster. Erst einmal muss ich sagen, wäre die deutsche Einheit nicht gekommen, würden heute in der DDR Städte wie Leipzig, Dresden und Görlitz vermutlich nicht mehr existieren. Sie wären verfallen und anschl. beräumt worden.
Anonymous


 

Gesendet: 14:24 - 24.07.2003

Nun ja - Herr "Dirk" hat nicht so unrecht in seinen fiktionalen Visionen!
Das sekretente Problem des massenhaften - ja ich sage fast, synklinalen Wohnungsleerstandes, welcher nicht erst langfristig - nein, sogar schon kurzfristig zum pyrophylen Verfall ganzer Stadtteile führen könnte, wird die Denkmalschützer und Städteplaner in den nächsten, maximal 20 Jahren vor unlösbare, ja sogar szintillistische Aufgaben stellen!
Warum sollte man beispielsweise unattraktive periphere Randbebauungen der 50er bis 90er Jahre, welche aus architektonischer Sicht meiner reputierlichen Meinung nach völlig wertlos sind und deshalb restriktiv zum Leerstand verdammt sind, erhalten?
Die einzige szintillierende Lösung wird der Abriß sein, so hart es klingt!

MfG Flennder d.A.

Claus
Mitglied

Beiträge: 164


 

Gesendet: 15:37 - 24.07.2003

Da stimme ich ausnahmsweise mal zu.Die Peripherie aus Platttenbauten und sonstigen Nachkriegsbauten ist wirklich nicht erhaltenswert.
Bei den ebenso betroffenen Gründerzeitvierteln sieht die Sache dann schon ganz anders aus.Die müssen erhalten werden,denn sie befinden sich innerhalb des Stadtkerns und werden eines Tages bestimmt gebraucht werden.Auch der Osten wird eines Tages wieder mehr Zulauf erhalten!!
Ernst
Mitglied

Beiträge: 134


 

Gesendet: 15:57 - 24.07.2003

Also die "Experimente" des Herrn Oswalt bzw. der Stiftung Bauhaus kann man ja wohl nur als Schwerz betrachten. Das ist der nackte Hohn. Was das wohl gekostet hat?
Ernst
Mitglied

Beiträge: 134


 

Gesendet: 16:00 - 24.07.2003

Ach - wer lesen kann ist im Vorteil. Ich sehe gerade: 3,2 Millionen. Na hoffen wir, daß für das Geld etwas mehr entstanden ist als diese netten Spottt-Animationen.
Primax
registriert

Beiträge: 22


 

Gesendet: 19:01 - 24.07.2003

Nun Ja, ich gebe Euch natürlich recht, dass hässliche Vorstadthäuser ab den 60er Jahren bestimmt nicht erhaltenswert sind. In Dresden werden soviel ich weiß auch bisher nur Plattenbauten planmäßig zurück gebaut. Zu der Wohnbebauung der 50er sage ich, dass sie im Osten sehr häufig im Stadtinneren gebaut wurde. Wieso sollte auch vor der Stadt gebaut werden, wenn im Stadtinneren durch die Enttrümmerung n haufen Platz war. Sie ist nicht immer in jedem Fall verabscheuenswert. Größtenteils ist sie in der Dresdner Südvorstadt oder Pirnaischen Vorstadt sehr schön anzusehen und mit Sicherheit besser als alles was zur Zeit an Architektur dargeboten wird.
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 19:03 - 24.07.2003

Ach, Gebäude stehen leer? Das ist ja ganz was neues! Dann brauchen wir in Zukunft natürlich am Alex noch mehr Hochhäuser, sodass die auch die Möglichkeit haben leerzustehen!
Hihi, diese Seite ist lustig! Das sieht aus wie die Werbung zum neuen LEGO-Zoo!
Bewacher
Mitglied

Beiträge: 215


 

Gesendet: 19:06 - 24.07.2003

"Warum sollte man beispielsweise unattraktive periphere Randbebauungen der 50er bis 90er Jahre, welche aus architektonischer Sicht meiner reputierlichen Meinung nach völlig wertlos sind und deshalb restriktiv zum Leerstand verdammt sind, erhalten?
Die einzige szintillierende Lösung wird der Abriß sein, so hart es klingt!"


JAU!!! (Da es so toll formuliert wurde, muß ich es nochmal zitieren! )

Für jede einzelne Stadt wäre die Lösung zu finden unter:

"Letztendlich wird sich jede deutsche Stadt in einem harten Wettbewerb um Industrieansiedlungen, gut ausgebildete Arbeitnehmer und attraktive Freizeitangebote behaupten müssen. Lebensqualität als Überlebensstrategie. Traditionsreiche Universitäts- und Handelsstädte wie Leipzig könnten in diesem Rennen besser bestehen. Das auf dem Reißbrett entworfene Eisenhüttenstadt bliebe dagegen vermutlich auf der Strecke."

Da sieht man doch gleich, welche Stadtteile im harten Wettbewerb helfen und welche weg können/müssen?
Schoesler
Mitglied

Beiträge: 102


 

Gesendet: 16:47 - 18.07.2004

Görlitz: Wird aus der Stadt ein Schweizer Käse?

Das Regierungspräsidium (RP) hat grünes Licht für den Abriss denkmalgeschützter Bausubstanz in Görlitz durch die Wohnungsbaugesellschaft gegeben. Besonders pikant: Die Untere Denkmalschutzbehörde, die sich bisher gegen die Aufgabe der Gebäude gestemmt hatte, muss per Weisung die Abrissgenehmigung erteilen.
Die Häuser Büchtemannstraße 1 bis 27 können abgerissen werden. Die dauerhafte Erhaltung der Häuser mit 75 Wohnungen sei an dieser Stelle aus wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbar, argumentiert das RP. Dabei handele es sich um eine Einzelfallentscheidung, betont RP-Sprecher Holm Felber, unter Verweis auf weitere Widerspruchsverfahren, die vorliegen. Es könne nicht geschlussfolgert werden, dass auch in anderen Fällen Abrissgenehmigungen erteilt werden.
Die Untere Denkmalschutzbehörde, ohnehin von durch den Stadtrat beschlossenen Stellenstreichungen verunsichert, signalisiert, ihren bisher mit viel persönlicher Aufopferung betriebenen Kampf um jedes einzelne Haus aufzugeben. Von einem Grundsatzurteil, auf das sich künftig auch jeder private Hausbesitzer berufen kann, spricht Michael Vogel, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde: „Gleiches Recht für alle.“
Konkret bedeutet das, dass private Hausbesitzer, deren finanzielle Lage viel angespannter sein dürfte, als die der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) als städtischer Tochter, ebenfalls ihre Abrissgenehmigung erhalten. Viele Einzelobjekte seien in einem viel schlimmeren Zustand, als die Häuser auf der Büchtemannstraße, sagt Vogel. Was der WBG nicht zugemutet werden darf, könne er auch keinem Privaten zumuten.
Während es der WBG um den Abriss von Häuserzeilen geht (und vor allem die Stadt notfalls eingreifen kann), könnten private Hausbesitzer den Abbruch einzelner Gebäude verlangen: „Die machen uns die Stadt zu einem Schweizer Käse“, sagt Vogel, der schon Abrissgenehmigungen für den Hirschwinkel, die Heilige-Grab-Straße und die Zeppelinstraße befürchtet.
WBG-Geschäftsführer Gerd Kolley bestätigt zwar Abrisspläne für insgesamt 300 Häuser, darunter auch weitere, die unter Denkmalschutz stehen. Aber er wehrt sich gegen den Eindruck, das Konzept für den Stadtumbau dadurch zu unterlaufen. „Der Stadtrat hat beschlossen, dass in der Südstadt 2 000 Wohnungen vom Markt genommen werden. Was soll ich abreißen, wenn nicht die leer stehenden Häuser?“ Kolley sieht sich von Denkmalschützern zu Unrecht stigmatisiert. „Wir sind die einzigen, die wirklich Stadtumbau betreiben.“ Und der sei darauf angelegt, langfristig die Innenstadt zu beleben. Vor einem Ausspielen vom Denkmalpflege und WBG warnt Architekt Wolfgang Kück, Stadtratskandidat der Bürger für Görlitz: Die Formel, Kolley raubt der Stadt die Identität und Vogel verhindert die Wirtschaftlichkeit, tauge nichts.
Kolley versichert indessen, dass er für sensible Objekte wie am Fischmarkt keine echten Abrisspläne hat. „Hier wollte ich die Stadt in erster Linie auf unsere Probleme aufmerksam machen.“
Auch für CDU-Stadtrat Stephan Lechner ist das Ganze eine gesamtgesellschaftliche Frage: Wie kann die Allgemeinheit mit Blick auf schrumpfende Fördertöpfe etwas erhalten, was für den Einzelnen nicht finanzierbar ist? Stadtumbau und -entwicklung würden Schwerpunkte des neuen Stadtrates sein, betont Lechner. „Die neue politische Führung der Stadt muss diesen Prozess moderieren“, sagt auch Kück.
Einen Präzedenzfall sieht er in der Entscheidung des Regierungspräsidiums nicht: Die Abrissgenehmigung stärke zwar die WBG-Position, aber „die können, sie müssen nicht abreißen“. Wenn die Stadt im Aufsichtsrat gegen den Abriss stimme, muss die WBG dem folgen. „Aber wir dürfen Kolley mit seinen Problemen nicht allein lassen.“
www.sz-online.de

Hört sich nicht so gut an....

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