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 Forum Index —› News —› AMD senkt Preise und übernimmt ATi
 


Autor Mitteilung
shark-bay
Boardkaiser

Beiträge: 2350


Gesendet: 07:41 - 25.07.2006

Die Sektlaune nach dem erfolgreichen Kauf von ATI wird wohl nichts damit zu tun haben. Trotzdem: Prozessorenhersteller AMD hat heute offiziell die Preissenkung für eine große Palette der hauseigenen CPUs bestätigt. Teilweise sind nun einige Prozessoren für weniger als die Hälfte des vorherigen Preises zu haben. Konkret wurde bei folgenden Modellen am Preis geschraubt:

* Athlon64 FX-62: 827 US-Dollar (-20%)
* Athlon64 X2 5000+: 301 US-Dollar (-57%)
* Athlon64 X2 4600+ EE: 276 US-Dollar (-55%)
* Athlon64 X2 4600+: 240 US-Dollar (-56%)
* Athlon64 X2 4200+ EE: 215 US-Dollar (-49%)
* Athlon64 X2 4200+: 187 US-Dollar (-49%)
* Athlon64 X2 3800+ EE: 176 US-Dollar (-47%)
* Athlon64 X2 3800+: 152 US-Dollar (-50%)
* Athlon64 3800+: 112 US-Dollar (-60%)
* Athlon64 3500+: 91 US-Dollar (-52%)
* Athlon64 3200+: 81 US-Dollar (neu)

Einige der Athlon64 X2-Modelle sind mit dem Kürzel EE versehen, welches für Energy Efficient steht. Diese haben eine typische Leistungsaufnahme von 65 Watt. Alle Preise beziehen sich wie üblich auf die Abnahme von 1.000 Einheiten. Einen Grund für die Preissenkung nennt AMD nicht. Dennoch sollte klar sein, dass es mit der bevorstehenden Veröffentlichung von Intels Core 2 Duo-Prozessoren zu tun hat, die am 27. Juli das Licht der Welt erblicken sollen.



AMD übernimmt ATI für 5,4 Milliarden Dollar


Nun haben die seit einiger Zeit immer wieder lancierten Spekulationen ein Ende: Der nach Intel weltweit zweitgrößte Mikroprozessor-Hersteller AMD kauft den kanadischen Grafikchip- und Chipsatz-Spezialisten ATI. Die Transaktion habe einen Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar, erklärte AMD am heutigen Montag in New York. Damit verstärkt der schärfste Konkurrent von Branchenprimus Intel den Wettbewerb nicht nur bei den gleichzeitig gesenkten Prozessorpreisen weiter: Die Kombination bringe AMDs Technologieführerschaft bei Mikroprozessoren und ATIs Stärken bei Grafikchips, Chipsätzen und Unterhaltungselektronik zusammen, hieß es bei AMD. Die neue Firma sei entschlossen, Wachstum, Innovation und Auswahl für die Kunden bei Systemen für Firmen, mobilen Rechnern und im schnell wachsenden Unterhaltungselektronikmarkt voranzutreiben.
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Die Übernahme soll als eine Kombination aus Aktiengeschäft und Barzahlung über die Bühne gehen: AMD zahlt für alle ATI-Aktien 4,2 Milliarden US-Dollar in bar sowie 57 Millionen AMD-Aktien. Jede ATI-Aktie ist laut AMD in dem Deal mit 20,47 US-Dollar bewertet (16,40 US-Dollar in bar, 0,2229 AMD-Aktien). ATIs Präsident und CEO Dave Orton wird in das Management-Team von AMD aufgenommen, er wird Executive Vice President und Leiter der ATI-Sparte von AMD.

Mit einer Übernahme von ATI bekommt AMD vor allem Chipsatztechnik und das dahinterstehende Know-how in die Hand; der ewige Intel-Konkurrent hofft wohl, damit die vor allem im Notebook-Bereich erfolgreiche (Centrino), aber auch bei den Servern und bei Desktop-Systemen (vPro/Viiv) bedeutsame Plattformstrategie des Chip-Weltmarktführers besser kontern zu können. Vor allem bei Rechnern für Geschäftskunden (Server, Workstations, Notebooks, Office-PCs) verfängt das Intel-Angebot, quasi "alles aus einer Hand" zu liefern. AMD versucht das mit dem Corporate Stable Image Program (CSIP) und dem Validated Server Program (VSP) zu kompensieren, bleibt aber auf seine Kooperationspartner und damit deren Ziele und Kompetenzen angewiesen.

Der Kauf von ATI hat für AMD aber auch einige problematische Nebeneffekte: So ist Intel ein wichtiger ATI-Kunde bei Grafikchips, was nach der Übernahme von ATI durch AMD wohl über kurz oder lang der Vergangenheit angehören könnte – allerdings wird Intel einige Zeit für einen möglichen Schwenk benötigen. AMD verprellt aber auch Nvidia; die Firma ist zurzeit ein wichtiger Lieferant von Server-Chipsätzen für Opteron-Systeme, also ein strategisch besonders bedeutender Partner.

AMD hofft jedoch, dass die Vorteile bei eingekauftem Know-how und Möglichkeiten für neue Systemangebote die Nachteile überwiegen: Ein kombiniertes Unternehmen aus AMD und ATI wird die Wertschöpfung pro System steigern, wenn Prozessor, Chipsatz und möglicherweise Grafikchip aus gleichem Hause kommen; immerhin erzielte Intel 2005 alleine mit Chipsätzen rund 8,15 Milliarden US-Dollar Umsatz, also mehr als AMD und ATI insgesamt gemeinsam einnahmen. Und Intel ist durch seine in den Chipsatz integrierten Grafikchips immer noch Nummer 1 unter den Grafikchiplieferanten. Mit dem kombinierten Know-how der Ingenieure und Entwickler von AMD und ATI erwartet AMD zudem, bei der CPU-Technologie für Intel, die mit dem Architekturwechsel beim Core 2 Duo wieder die Leistungsspitze bei x86-CPUs eroberten, künftig weiterhin ernsthaft Konkurrenz machen zu können.
shark-bay
Boardkaiser

Beiträge: 2350


 

Gesendet: 07:42 - 25.07.2006

achja:

Quelle Gamestar und heise
Fab4
Boardkaiser

Beiträge: 3687


 

Gesendet: 12:41 - 25.07.2006

sieht sehr gut aus - besonders der X2 Nun bin ich mal gespannt was Intel mit seinen Apothekenpreisen macht.
tomcat
Boardkönig

Beiträge: 1099


 

Gesendet: 08:45 - 26.07.2006

Ja das lohnt sich doch dann mal, da haben Laien(wie ich bei Prozessoreneinbau) den Einbau von einem Profi ja teilweise wieder raus.
Fab4
Boardkaiser

Beiträge: 3687


 

Gesendet: 10:27 - 26.07.2006

oder du kaufst dir direkt zwei, wenn es beim Eigenbau mal schief geht

shark-bay
Boardkaiser

Beiträge: 2350


 

Gesendet: 11:27 - 26.07.2006

lol, das wär auch ne Möglichkeit

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