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 Forum Index —› PC Sicherheit —› SICHER • INFORMIERT vom 23.06.2016
 


Autor Mitteilung
Nubira
Moderator

Beiträge: 15134


Gesendet: 17:27 - 23.06.2016

SICHER o INFORMIERT
-------------------
Der Newsletter des Bürger-CERT
Ausgabe vom 23.06.2016
Nummer: NL-T16/0013

Die Themen dieses Newsletters:
1. Ransomware: FLocker kann Smart TV-Geräte infizieren
2. Ransomware Locky: Vermehrtes Aufkommen von E-Mails mit Schadcode
3. Netgear: Schwachstelle in WLAN-Routern
4. Phishing-Alarm: Facebook, Amazon und Paypal betroffen
5. WhatsApp Gold: Exklusive Malware
6. Adobe: Kritische Sicherheitslücke im Flash Player
7. Microsoft: Patch Day Juni 2016
8. Google: Update für den Browser Chrome
9. Sommerferien: Urlaubsplanung ohne Lücken in der IT-Sicherheit
10. Apple: Gatekeeper soll künftig besser vor Malware in Apps schützen

EDITORIAL
Liebe Leserin, lieber Leser,

immer öfter nutzen Cyber-Kriminelle soziale Netzwerke, um an die Daten
von Anwendern zu gelangen. Ein Weg sind Phishing-Nachrichten, mit denen
sie aktuell Facebook-Nutzer dazu bringen möchten, einen bestimmten Link
anzuklicken und so an die Zugangsdaten des Accounts gelangen. Andere
Kriminelle setzen auf angebliche Exklusiv-Versionen von beliebten Apps,
um Malware auf den Endgeräten der Anwender zu installieren.
Wie Sie sich davor schützen können und welche weiteren Cyber-Bedrohungen
gerade aktuell sind, erfahren Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters.
Zudem finden Sie wie immer weitere Themen rund um die Sicherheit im WWW.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Ihr BürgerCERT-Team

STÖRENFRIEDE
1. Ransomware: FLocker kann Smart TV-Geräte infizieren

Wie
heise.de [http://www.heise.de/security/meldung/Ransomware-knoepft-sich-Android-Smart-TVs-vor-3237635.html]
berichtet, sind auch Smart TV-Geräte nicht mehr vor Ransomware sicher.
Danach ist mindestens seit April 2015 ein Schadcode im Umlauf, der
versucht, Android-Geräte über manipulierte Webseiten zu kompromittieren.
Der Android-Lockscreen-Trojaner FLocker gibt vor, von einer
Polizeibehörde zu stammen und sperrt das infizierte Endgerät. Für eine
angebliche Gesetzesüberschreitung soll das Opfer dann ein Lösegeld als
Strafe zahlen. Diese Ransomware ist jetzt auch in der Lage,
Android-basierte Smart-TVs zu infizieren, indem sie vorgibt, eine App auf
dem Gerät installieren zu wollen . Verweigert der Nutzer die Bestätigung
für die Installation der App, wird der Bildschirm blockiert. Um das
Problem zu lösen, erhalten Anwender die Option, ein System-Update zu
installieren, was jedoch ebenfalls dazu führt, dass die
Kommando-Infrastruktur installiert wird.
Nutzer sollten sich umgehend an ihren Gerätehersteller wenden, falls ihr
Smart-TV von dieser Ransomware betroffen ist. Ist ADB-Debugging
möglich,können Anwender den Trojaner selbstständig entfernen.
Welche Gefahren ein Smart-TV sonst noch mit sich bringt und wie Sie sich
davor schützen können, erfahren Sie
hier [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Fussball-EM-SmartTV.html].

2. Ransomware Locky: Vermehrtes Aufkommen von E-Mails mit Schadcode

Nach Kenntnissen des BSI sind wieder vermehrt E-Mails mit der Ransomware
Locky im Umlauf. Eingeschleust wird der Schadcode durch E-Mail-Anhänge,
im aktuellen Fall handelt es sich entweder um eine Microsoft Office- oder
eine Zip-Datei, die keinesfalls geöffnet werden darf. Um Schäden bei
einem eventuellen Befall möglichst gering zu halten, sollten Nutzer
regelmäßig ein Backup ihrer Daten auf einer nicht dauerhaft
angeschlossenen, externen Festplatte durchführen. Auf unserer Webseite
erhalten Sie weitere Informationen zum Thema
Ransomware [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/Schadprogramme/TrojanischePferde/trojanischepferde_node.html]
sowie zu entsprechenden Schutzmaßnahmen.

3. Netgear: Schwachstelle in WLAN-Routern

Die Router D6000 und D3600 von Netgear weisen eine große Sicherheitslücke
auf, wie bei
golem.de [http://www.golem.de/news/routersicherheit-netgear-verwendet-hartcodierte-schluessel-1606-121529.html]
zu lesen ist. Ausgangspunkt ist ein hartcodierter RSA-Key und ein
X.509-Zertifikat sowie die Möglichkeit, das Administratorpasswort
auszulesen. Diese Informationen können Cyberkriminelle nutzen, um den
verschlüsselten Verkehr mitzulesen. Weitere Informationen dazu hat
Netgear
hier [http://kb.netgear.com/app/answers/detail/a_id/30490]
veröffentlicht.
Das BSI gibt Tipps zur sicheren Einrichtung von LAN und
WLAN [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/EinrichtungWLAN-LAN/Sicherheitstipps/sicherheitstipps_node.html].

4. Phishing-Alarm: Facebook, Amazon und Paypal betroffen

Schon wieder versenden Betrüger Phishing-Mails. Dieses Mal sind sowohl
Kunden von
Amazon [http://www.mimikama.at/allgemein/phishing-alarm-betrger-geben-sich-als-amazon-aus/]
und
Paypal [http://www.polizei-praevention.de/aktuelles/paypal-zahlung-an-rebuy-recommerce-gmbh.html],
als auch
Facebook-Nutzer [http://www.mimikama.at/allgemein/erneute-betrugswelle-auf-facebook-betrger-knacken-konten/]
betroffen. Während die Amazon- und Paypal-Phishing-Mails die bekannte
Vorgehensweise nutzen, um Anwender in die Falle zu locken, werden im Fall
von Facebook persönliche Nachrichten als erster Kontakt genutzt. Die
Nachricht „Ich wusste nicht, dass du in diesem Video bist“ fordert
Anwender dazu auf, einen Link anzuklicken. Über bestehende, bereits
erfolgreich ausspionierte Accounts werden weitere Nutzer angeschrieben.
Sobald Nutzer den Link anklicken, tappen sie in die Phishing-Falle. Um
sich davor zu schützen, sollten Anwender einige Sicherheitseinstellungen
aktivieren.
Wir haben für Sie weitere Informationen für einen sicheren
Umgang mit sozialen
Netzwerken [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/DigitaleGesellschaft/SozialeNetze/Schutzmassnahmen/Zehn_Tipps/Zehn_Tipps_node.html]
zusammengefasst.

5. WhatsApp Gold: Exklusive Malware

Immer wieder nutzen Betrüger Social Engineering, um Anwender in die Falle
zu locken. Sei es, indem sie eine E-Mail der Kreditkartenfirma vorgaukeln
oder im aktuellen Fall einen exklusiven Status anpreisen. Derzeit sollen
Whatsapp-Nutzer dazu verleitetet werden, eine „WhatsApp Gold“-Version zu
installieren, wie bei
thesocialmediamonthly.com [http://thesocialmediamonthly.com/whatsapp-gold-scam-trying-trick-whatsapp-users/]
zu lesen ist. Tun sie dies, werden ihre Endgeräte mit einer Malware
infiziert. Dabei wird den Anwendern vorgemacht, dass die neue Version nur
ganz bestimmten Nutzern zur Verfügung stehe und man sie nur erhalte, wenn
man einen Einladungslink verwendet, der von einem Anwender kommt, welcher
bereits WhatsApp Gold nutzt.
Um sich vor Malware zu schützen, sollten Sie niemals einen Link in einer
E-Mail oder Nachricht anklicken, deren Absender Ihnen unbekannt ist.

SCHUTZMASSNAHMEN
6. Adobe: Kritische Sicherheitslücke im Flash Player

Adobe stuft mehrere
Sicherheitslücken [https://www.bsi-fuer-buerger.de/SharedDocs/Warnmeldungen/DE/TW/warnmeldung_tw-t16-0063_update_1.html]
im Adobe Flash Player bis einschließlich Version 21.0.0.242 als kritisch
ein. Mindestens eine der Schwachstellen wird bereits für Angriffe
genutzt. Adobe stellt ein Sicherheitsupdate für diese und 35 weitere
Schwachstellen bereit.
Sie sollten den Adobe Flash Player umgehend auf die Version 22.0.0.192
aktualisieren, sofern Sie nicht die automatische Update-Funktion
innerhalb des Produktes nutzen. Die Extended Support Release Version des
Flash Players aktualisieren Sie bitte auf die Version 18.0.0.360,
Linux-Anwender aktualisieren auf Version 11.2.202.626.

7. Microsoft: Patch Day Juni 2016

Microsoft stellt mit dem Juni 2016
Patchday [https://www.bsi-fuer-buerger.de/SharedDocs/Warnmeldungen/DE/TW/warnmeldung_tw-t16-0064.html]
Sicherheitsupdates für mehrere Produkte zur Verfügung, unter anderem für
die derzeit unterstützten Versionen des Internet Explorers, den neuen
Browser Edge, verschiedene Office-Pakete und alle aktuellen
Windows-Versionen.
Es wird empfohlen, die Sicherheitsupdates möglichst bald über die
Windows-Update-Funktion zu installieren. Alternativ können Sie die
Sicherheitsupdates auch von der Microsoft-Webseite
herunterladen [http://windows.microsoft.com/de-de/windows/windows-update].

8. Google: Update für den Browser Chrome

Google veröffentlicht die Version 51.0.2704.103 des Chrome Browsers und
schließt damit insgesamt drei
Sicherheitslücken [https://www.bsi-fuer-buerger.de/SharedDocs/Warnmeldungen/DE/TW/warnmeldung_tw-t16-0065.html?nn=6775642].
Diese ermöglichen es einem Angreifer aus dem Internet verschiedene nicht
näher beschriebene Angriffe auf ein System durchzuführen. Um eine
Ausnutzung der Sicherheitslücke zu vermeiden, sollten Sie das von Google
für den Chrome Browser bereitgestellte Sicherheitsupdate möglichst bald
installieren [https://www.google.com/chrome/browser/desktop/index.html].

PRISMA
9. Sommerferien: Urlaubsplanung ohne Lücken in der IT-Sicherheit

Die Sommerferien stehen vor der Tür und für viele heißt das „ab in den
Urlaub“. Bevor es jedoch los geht, sind eine Reihe von
Reisevorbereitungen zu treffen: Impfungen auffrischen, Pässe verlängern,
Koffer packen, die Versorgung der Haustiere sicherstellen, einen Freund
zum Blumen gießen engagieren und noch vieles mehr. In der heutigen Zeit
sollten Sie Ihr Augenmerk aber auch auf die IT-Sicherheit legen: Sowohl
Ihre Geräte zu Hause als auch die Geräte, die Sie mit auf die Reise
nehmen, wie Smartphone, Tablet oder Laptop, sollten geschützt sein und
über die aktuellsten Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen
verfügen. Was Sie sonst noch vor Reiseantritt beachten müssen, haben wir
Ihnen in einer
Checkliste [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/IT-Sicherheit_Urlaubsvorbereitung.html]
zusammengestellt.

10. Apple: Gatekeeper soll künftig besser vor Malware in Apps schützen

In Zukunft soll Apples Lösung Gatekeeper noch besser vor Malware in Apps
schützen, so
heise.de [http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/macOS-10-12-App-Downloads-nur-noch-mit-Einschraenkungen-3238620.html].
Dazu hat das Unternehmen die Einstellung „keine Einschränkungen“ aus den
Sicherheitsoptionen der ersten Beta von macOS 10.12 entfernt. Es besteht
nur noch die Möglichkeit, „App Store und verifizierte Entwickler“
auszuwählen sowie eine Beschränkung auf Anwendungen aus dem Mac App
Store.
Dadurch ist es durch Gatekeeper nicht mehr möglich, Programme
auszuführen, die nicht im Mac App Store angeboten oder mit einem
aktuellen Apple-Entwickler-Zertifikat versehen sind. Ist dies nicht der
Fall, zeigt das Programm eine Warnmeldung an, die vom Anwender erst
bestätigt werden muss, um die App zu öffnen.
Ab Ende dieses Jahres geht Apple noch einen Schritt weiter. Dann dürfen
Apps nur noch über das HTTPS-Protokoll kommunizieren, wie
hier [http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-erzwingt-HTTPS-in-Apps-3238844.html]
zu lesen ist. So kann verhindert werden, dass sich ungesicherte
Verbindungen aufbauen.




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des Bürger-CERT, http://www.buerger-cert.de. Er erscheint im Abstand von 14
Tagen. Die Informationen werden mit größter Sorgfalt recherchiert und
aufbereitet, dennoch kann eine Gewähr oder Haftung für die Vollständigkeit
und Richtigkeit nicht übernommen werden.

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