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 Forum Index —› PC Sicherheit —› SICHER • INFORMIERT vom 20.12.2012
 


Autor Mitteilung
Nubira
Moderator

Beiträge: 15134


Gesendet: 08:23 - 21.12.2012


SICHER o INFORMIERT
Der Newsletter von www.buerger-cert.de
Ausgabe vom 20.12.2012
Nummer: NL-T12/0025

Die Themen dieses Newsletters:
1. Vorsicht vor Plakaten: Angriff über manipulierte QR-Codes
2. Im Kern unsicher: Samsung-Prozessoren enthalten Sicherheitslücke
3. Prüffunktion geprüft: Androids-App-Scanner findet nur wenig Schadcode
4. Eurograbber erbeutet 36 Millionen Euro: Fallstudie: Cyberkriminelle bestehlen 30.000 Online-Banking-Kunden
5. Microsoft-Patchday im Dezember: Kritische Schwachstellen sind geschlossen
6. Tipps zum sicheren Drucken: Auch Netzwerkdrucker benötigen Schutz
7. Sicherheitslücke in WhatsApp geschlossen: Version für Windows Phone weiterhin unsicher
8. Aufklärung nicht nur für Eltern: Infos zum Datenschutz und Recht im Internet
9. 100.000 Euro Belohnung : Pizzadienste wollen Verursacher von DDOS-Attacken schnappen

EDITORIAL
Guten Tag,
Smartphones und Tablets sind in diesem Jahr die beliebtesten
Hightech-Geschenke zu Weihnachten: Jeder fünfte Deutsche wünscht sich ein
Smartphone, 18 Prozent der Bundesbürger würden sich über ein Tablet
freuen [Quelle: http://www.bitkom.org/74258_74253.aspx]. Doch der sichere
Umgang mit der Technik will gelernt sein, auch gilt es rechtliche Aspekte
beim Surfen und Downloaden zu beachten. Sich hierüber schlau zu machen –
auch dafür sollte an den Feiertagen ein wenig Zeit übrig sein. Mehr Infos
dazu sowie weitere Meldungen rund um die Sicherheit im WWW finden Sie wie
immer in unserem Newsletter. Spannende Lektüre und sichere Stunden im
globalen Netz wünscht Ihnen
Ihr BUERGER-CERT-Team

STÖRENFRIEDE
1. Vorsicht vor Plakaten: Angriff über manipulierte QR-Codes

Der IT-Sicherheitsdienstleister Symantec warnt gegenüber dem
englischsprachigen Technik-Magazin
theregister.com http://www.theregister.co.uk/2012/12/10/qr_code_sticker_scam/
vor einer Zunahme sogenannter Atagging-Attacken. So werden Angriffe über
manipulierte QR-Codes bezeichnet. Verstärkt hätten Kriminelle auf
Werbeplakaten angebrachten QR-Codes mit eigenen überklebt. Anwender,
welche die manipulierten Codes scannen, gelangen nicht auf die Website
der werbenden Firma, sondern auf eine Homepage der Cyber-Gangster. Es
wird versucht, beispielsweise Schadcode auf die mobilen Geräte von
Anwendern zu übertragen oder Daten abzufragen. Die Angreifer machen es
sich zu Nutze, das ein bösartiger QR-Code optisch nicht von einem
harmlosen zu unterscheiden ist. Es sollten QR-Code-Scanner verwendet
werden, die die zu einem QR-Code gehörende URL nicht sofort aufrufen,
sondern die Adresse zunächst nur anzeigen. Anwender haben so noch
Gelegenheit den Vorgang abzubrechen.

2. Im Kern unsicher: Samsung-Prozessoren enthalten Sicherheitslücke

Mehrere Medien, darunter
spiegel.de http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/sicherheitsluecke-bedroht-samsung-handys-a-873319.html
und
heise.de http://www.heise.de/security/meldung/Android-Kritische-Luecke-in-Samsung-Smartphones-1770055.html,
berichten über eine Sicherheitslücke in Samsung-Smartphones. Dabei nehmen
sie Bezug auf Erkenntnisse von Mitgliedern des Android-Entwicklerforums
XDA-Developers. Betroffen sind demnach die Samsung-Smartphones Galaxy S2
und S3, Note, Note 2 und Note 10.1 und Galaxy Tab 7.7 sowie
möglicherweise weitere Geräte auch anderer Hersteller. Anfällig soll der
in den mobilen Geräten verbaute Prozessor Exynos 4210 und 4412 sein. Laut
eines Mitglieds des Entwicklerforums können sich Angreifer über eine
Sicherheitslücke auf dem Chip Zugriff auf den gesamten Speicher des
Smartphones verschaffen, Daten auslesen, hinzufügen oder löschen und
ausführbare Programme einschleusen. Ein betroffenes Handy könne für den
Anwender vollständig unbrauchbar gemacht werden. Zugriff auf den
Prozessor können Angreifer etwa über entsprechend manipulierte Apps
erlangen. Bis zum Redaktionsschluss dieses Newsletters hat Samsung noch
kein Update zur Fehlerbehebung bereitgestellt.

3. Prüffunktion geprüft: Androids-App-Scanner findet nur wenig Schadcode

Der Informatikwissenschaftler Xuxian Jiang der US-amerikanischen North
Carolina State University hat die im neusten Android-Betriebssystem 4.2
enthaltene App-Sicherheitsprüfung einem Test
unterzogen http://www.cs.ncsu.edu/faculty/jiang/appverify/. Demzufolge
ist die Funktion verbesserungswürdig. Wie das IT-Magazin
golem.de
berichtet http://www.golem.de/news/android-4-2-app-pruefung-erkennt-nur-wenig-schadsoftware-1212-96270.html
wurde der Test mit dem Google-Handy Nexus 10 mit vorinstalliertem Android
4.2 durchgeführt. Von insgesamt vorgelegten 1260 Schadanwendungen
erkannte die App-Prüfung lediglich 193. Dies entspricht einer
Erkennungsrate von nur rund 15 Prozent. Mehrere gängige
Antiviren-Programme erkannten in einem Gegentest hingegen bis auf eine
Ausnahme zwischen 75 und 100 Prozent. Den Forschern zufolge sollten sich
Anwender also nicht allein auf das Ergebnis der App-Prüfung durch Android
4.2 verlassen. Entlastend führen sie an, dass sich die App-Prüfung noch
in einem frühen Entwicklungsstadium befinde. Zudem nutzen laut golem.de
derzeit weltweit nur 0,8 Prozent aller mobilen Geräte das Betriebssystem
Android 4.2.

4. Eurograbber erbeutet 36 Millionen Euro: Fallstudie: Cyberkriminelle
bestehlen 30.000 Online-Banking-Kunden

Cyber-Kriminelle sollen bis dato rund 36 Millionen Euro von über 30.000
Bankkonten in ganz Europa gestohlen haben. Zu diesem Schluss kommt eine
Fallstudie der IT-Sicherheitsunternehmen Check Point und Versafe.
Wie die Unternehmen
mitteilen http://www.checkpoint.com/press/2012/120512-media-alert-cp-versafe-eurograbber-attack.html,
nutzen die Angreifer u.a. den bekannten Handy-Trojaner „Zeus in the
Mobile“ (ZitMo) um Anwender-PCs, sowie Android-Smartphones und
Blackberrys zu infizieren und ihre Bertrugsmasche durchzuziehen. Das
Vorgehen wird im Detail anschaulich auf golem.de
beschrieben http://www.golem.de/news/eurograbber-botnetz-stiehlt-36-millionen-euro-per-mtan-1212-96181.html.
Den Angreifern ist es gelungen das mTAN-Verfahren, bei dem
Transaktionsnummern auf das Handy von Bankkunden gesendet werden, zu
hacken. Von der „Eurograbber“ getauften Attacke sind
Online-Banking-Kunden in Italien, Deutschland, Spanien und den
Niederlanden betroffen.

SCHUTZMASSNAHMEN
5. Microsoft-Patchday im Dezember: Kritische Schwachstellen sind
geschlossen

Zum Patchday im Dezember hat Microsoft sieben
Sicherheitsupdates
veröffentlicht http://technet.microsoft.com/de-de/security/bulletin/ms12-dec.
Geschlossen werden u.a. als kritisch eingestufte Schwachstellen in den
Programmen Internet Explorer 6, 7, 8, 9 und 10, Windows sowie Office.
Einige der Lücken im Internet Explorer könnten Angreifer ausnutzen, um
aus der Ferne Schadcode auf einem Anwender-PC auszuführen. Dazu muss ein
Benutzer eine speziell gestaltete Webseite mit dem Internet Explorer
anzeigen. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich
ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer
erlangen. Es wird empfohlen die Updates so rasch es geht einzuspielen.
Dies geschieht für Windows Systeme am einfachsten über die
Aktivierung von automatischen Updates im Microsoft
Sicherheitscenter http://www.microsoft.com/de-de/security/default.aspx
oder über einen Besuch der „Windows
Update“-Webseite http://www.windowsupdate.com/.

6. Tipps zum sicheren Drucken: Auch Netzwerkdrucker benötigen Schutz

In vielen Unternehmen, bei Selbständigen oder auch in manchem
Privathaushalt stehen sogenannte Multifunktionsdrucker. Die Geräte
kombinieren Drucker, Scanner und Kopierer in einem Gehäuse und sind etwa
über WLAN in ein Computernetzwerk eingebunden. Ist der Drucker online
erreichbar, ist er auch grundsätzlich ein Ziel für eine Cyber-Attacke.
Eine kurze Übersicht auf
computerwoche.de http://www.computerwoche.de/a/multifunktionsdrucker-absichern,2521166
nennt die wichtigsten Stichwörter für die Absicherung von
Netzwerkdruckern. Die Sicherung beginnt dabei schon beim Kauf, wo
Anwender schon auf die ab Werk vorhandenen Sicherheitsfeatures achten
sollten und endet bei der Verschlüsselung der geräteinternen Festplatte,
die E-Mails und andere schützenswerte Dokumente speichern kann. In einem
älteren Bericht auf der Website
pc-welt.de http://www.pcwelt.de/ratgeber/Netzwerkdrucker-Sicherheitsrisiko-5776187.html
finden Anwender weitere praktische Tipps zum sicheren Umgang mit Druckern
und Dokumenten.

7. Sicherheitslücke in WhatsApp geschlossen: Version für Windows Phone
weiterhin unsicher

Die Betreiber des Kurznachrichtendienstes WhatsApp haben
über Google Play eine neue Version des Programms
veröffentlicht https://play.google.com/store/apps/details?id=com.whatsapp&hl=de.
Die WhatsApp-Version 2.8.9108 für mobile Geräte mit
Android-Betriebssystem schließt nach Recherchen von
heise.de http://www.heise.de/security/meldung/WhatsApp-schliesst-Luecke-erneut-aber-nicht-ueberall-1764548.html
die Sicherheitslücke in der Software, die in den vergangenen Wochen
publik wurde. Laut heise.de existiert die Schwachstelle jedoch weiterhin
in der Software-Version 2.8.8.0 für das Windows Phone 7.5.

PRISMA
8. Aufklärung nicht nur für Eltern: Infos zum Datenschutz und Recht im Internet

„Eltern haften für ihre Kinder“ - im Cyberspace gilt dieser Satz nicht
immer. Zwei aktuelle Broschüren der Initiative klicksafe.de informieren
Eltern darüber, wann und in welchem Umfang sie für das Verhalten ihrer
Kinder im Netz juristisch verantwortlich sind und welche Maßnahmen sie
ergreifen können, um Ärger zu vermeiden. Der Flyer
„Datenschutz-Tipps für Eltern – So sind persönliche Daten
im Internet
sicher“ http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/datenschutz-tipps-fuer-eltern/
klärt Eltern darüber auf, welche Folgen die unbedachte Weitergabe und
Verbreitung persönlicher Daten im Internet haben kann. Auch gibt es
Hilfestellungen für das korrekte Verhalten im Fall der Fälle. Die
Broschüre „Spielregeln im Internet
2“ http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/spielregeln-im-internet-2-durchblicken-im-rechte-dschungel/
behandelt Rechtsfragen im Internet umfassender. Auf 68 Seiten werden u.a.
folgende Themen abgehandelt: Veröffentlichen und Zitieren im WWW,
sicheres Kaufen und Verkaufen im Netz, Umgang mit digitaler Musik,
Abofallen, Marken- und Urheberrecht. Der Flyer und die Broschüre können
unter den genannten Weblinks kostenlos heruntergeladen oder als
Print-Produkt bestellt werden.

9. 100.000 Euro Belohnung : Pizzadienste wollen Verursacher von
DDOS-Attacken schnappen

Die Lieferdienst-Portale pizza.de und lieferando.de haben gemeinsam eine
Belohnung in Höhe von 100.000 Euro auf die Ergreifung der DDoS-Angreifer
ausgesetzt. Dies äußerte der pizza.de-Geschäftsführer gegenüber
heise.de http://www.heise.de/security/meldung/DDOS-Attacken-auf-Pizzadienste-100-000-Euro-Belohnung-1762860.html.
Die beiden Lieferportale sind seit 2011 immer wieder Opfer von verteilten
Denial-of-Service-Angriffen geworden und mussten ihre Dienste unter den
Angriffen teilweise einstellen. Normalerweise fordern DDoS-Angreifer
Geld, als eine Art Lösegeld. Damit können sich Website-Betreiber von der
Attacke praktisch freikaufen. Doch solche Forderungen habe es nicht
gegeben. Bisher haben weder eine technische Analyse des Angriffs noch
Anzeigen bei der Polizei zum Festsetzen der Täter geführt.




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