Forum.DConan.de - Detektiv Conan Forum

    

 · Home · Impressum & Datenschutz · Suche

Seiten mit Postings: 1 2

zum Seitenende

 Forum Index —› Manga —› Gosho Interview
 


Autor Mitteilung
Penning
Detektiv

Beiträge: 233


Gesendet: 21:51 - 24.12.2011

Interview mit Gosho Aoyama im Otona Fami» Wie waren Sie als Kind?
Ich war wie einer der Detective Boys, ging oft auf Entdeckungsreise mit meinen Freunden. Ich war aber weniger wie Conan, sondern eher so der Mitsuhiko-Typ. Ich war immer auf der Suche nach geeigneter Ausrüstung und geeigneten Plätzen und machte einen Schrottplatz in der Stadt zu unserem geheimen Hauptquartier.

» Waren Ihnen damals Manga ein Begriff?
Ja. Ich zeichnete damals ständig Nyamore*. Der erste Manga, den ich kaufte, war "Ore wa Teppei" ("Ich bin Teppei") von Chiba Tetsuya, den ich sehr verehrte. Ich mochte die Figur Teppei so sehr, dass ich seinetwegen sogar einem Kendo Club beigetreten bin. Wie auch immer, meine Eltern waren streng und dachten dass "nichts Gutes beim Lesen von Mangas rauskommen kann", also musste ich die Mangas heimlich lesen.


*Nyarome ist ein Charakter von Akatsuka Fujio

» Wie wurden Sie zum Mangaka?
Weil meine Eltern dagegen waren, gab ich meinen Traum, ein Mangaka zu werden, beinahe auf. Stattdessen beschloss ich, ein Kunstlehrer zu werden und schrieb mich an der Japanischen Universität für Kunst ein. Dort trat ich dem Mangaclub bei und traf Abe Yutaka (Kuma-chan no Christmas, Detektiv Conan Special Edition)). Als ich für Herrn Abe als Assistent zur Hand ging, fragte er einmal "Willst du nicht mal versuchen, selbst Manga zu zeichnen?" So hat Alles begonnen.

» Welches war Ihr Hauptfach während der Oberschule?
Ich nahm den Kurs fürs Malen der Abteilung Kunstwissenschaft. Die Illustrationen für mein kleines Lexikon der Detektive am Ende jedes Conan-Bandes sehen immer etwas anders aus (als der Manga), stimmts? Ich kann solche Bilder immer noch malen. Ich habe vorher auch nebenberuflich als Künstler gearbeitet. Ich malte Hintergründe für Fuji TV's Pon Kikki und Tokyo Disneyland's Fluch der Karibik; ich zeichnete zum Beispiel die Mauersteine in der Szene, in der die Piraten die Stadt verwüsten. Sie gaben mir eine Rettungsleine und ein Foto und sagten mir, ich solle etwas Passendes dazu malen. Weil die Bezahlung gut war, habe ich wirklich mein Bestes gegeben (lacht). Leider male ich unterdessen nicht mehr. Ich habe sogar ein Zertifikat zum Lehrer. In meiner Heimatstadt arbeitete ich als Assistent eines Kunstlehrers. Meine Eltern dachten, ich wäre Lehrer geworden und als ich ihnen sagte, dass ich Mangaka werden wollte, waren sie (wie zu erwarten war) gegen die Idee. Mein Vater sagte: "Ich habe einen Freund, der einen Krebs zeichnen kann, der so aussieht, als würde er jeden Moment davonlaufen. Aber mein Freund könnte niemals davon leben. Nachdem du das weisst, willst du immer noch Mangaka werden?" Ich antwortete dann, dass "ich schon erwachsen bin und meinen eigenen Weg gehe" und brachte mein Werk zu einem Verleger.

» Anscheinend wendeten Sie sich zuerst ans Weekly Shonen Magazine.
Ja, und "Sarigenaku Lupan" ("der gleichgültige Lupin") erhielt sogar eine Auszeichnung im Magazine. Später sagte mir der neue Chef-Editor, Herr Nouchi, dass "mein Zeichnungsstil nicht zum Magazine passt", also brachte ich meine Arbeit zum Weekly Shonen Sunday. Dort wurde mein drittes Werk, "Chotto Mattete", für den Shogakukan Newcomer Preis 1986 nominiert. Endlich war mein Durchbruch geschafft.

» Im darauffolgenden Jahr begannen Sie mit Ihrer ersten Arbeit an der Serie Magic Kaito.
Meine Freunde dienten mir als Assistenten und wir veranstalteten eine Feier in einem Sushi-Restaurant, als ich meine Bezahlung für das erste Kapitel bekam. Aber ich hatte erst das Gefühl, ein wirklicher Manga-Zeichner geworden zu sein, als der erste Band erschienen ist. Ich war so glücklich, dass ich diesem Band noch ein paar Bonusseiten hinzugefügt habe - ich habe mich wirklich angestrengt. Und diese erste Reihe ist immernoch nicht fertiggestellt (lacht). Ich kann es beinahe mein Lebenswerk nennen. Im Sommer werde ich an einer neuen Geschichte arbeiten. Es geht dabei um Kaitos Mutter, die Phantom-Lady... Allerdings hat mein Editor mich anfangs kritisiert! Er sagte, die Mechanismen und die Romantic-Comedy-Einlagen seien nur bei den Erwachsenen und jungen Mädchen beliebt, nicht aber bei Jungs! Ich dachte mir, "Bastard!" und zeichnete Yaiba, aber der war nur bei Jungs beliebt (lacht).

» Bitte teilen Sie mit uns Ihre Erinnerungen an Yaiba!
Da es meine erste wöchentliche Serie gewesen ist, war ich so in die Arbeit vertieft, dass mir mein persönliches Erscheinungsbild völlig egal war. Die Idee, dass Yaibas Thunder God Sword immer stärker wird, wenn verschiedene Bälle hinzugefügt werden, beruht auf RPG-Spielen, wo der Spieler immer stärker wird, wenn er verschiedene Dinge einsammelt. Ich dachte, dass diese Idee gut ankam, aber es stellte sich heraus, dass sie doch ein bisschen zu kindisch war. Ich mochte den letzten Yamato no Orochi Arc. Ich dachte, ich habe diesen Arc hervorragend gezeichnet, aber er kam trotzdem nicht im Anime vor (lacht). Es würde mich aber sehr erfreuen, diesen Arc in der heutigen Qualität zu animieren.

» Nach Yaiba kam Detektiv Conan! Welche Bilder hatten Sie im Kopf, als Sie diese Serie erschaffen haben?
Es war Mikeneko Holmes/Calico Cat Holmes. Eine Katze kann die Fälle nicht verstehen, aber trotzdem löst sie sie, indem sie (weist hin) die Schlüsselbeweise berührt. Das ist genau das Prinzip, nachdem Conan hervorgeht. Ein Kind kann die Fälle auch nicht verstehen, trotzdem sagt er "Ah-re-re?" Conan basiert also auf dem Bild von einer sprechenden Katze!

» Als Sie mit Conan anfingen, wie lange dachten Sie würde diese Serie dauern?
Ich dachte mir wirklich nicht, dass sie lange dauern würde. Meine Bauch sagte mir, dass Detektiv Conan bereits nach dem 1. Band enden könnte. Des Weiteren gab es auch Unstimmigkeiten bezüglich des Namens der Serie. Mein Editor empfahl mir den Namen in "Detective Doyle" umzuändern, weil es bereits eine Serie gab, die den Namen Conan enthielt: "Conan, The Boy in Future" (Regie: Hayao Miyazaki), aber ich sagte, ich würde diese Serie überholen und meine populärer machen und das gelang mir schließlich auch. Die Serie wurde dann schließlich als "Detective Boy Conan" angekündigt und ich dachte mir, keine Chance, das kann es nicht sein (lacht)! Doch vor etwa 10 Jahren sagte einer von Ghibli* zu mir, dass jedes Mal, wenn der Name Conan fällt, sofort an den Detektiv gedacht wird und nicht an irgendeinen anderen Jungen.

*Studio Ghibli wurde von den Produzenten von Conan, The Boy in Future gestartet.

» Nennen Sie uns bitte 5 Episoden, die Sie in Detektiv Conan am meisten mögen.
Zum einen die Episoden 328-331 - Eine Stadt als Geisel, die auch unter den Manga-Lesern ziemlich beliebt sind. Dann noch das 2 1/2 Stunden Special: Episode 345 - Konfrontation mit der Organisation und die Episode, wo Heiji das erste Mal auftrat 51 - Der Giftmord. Mir gefiel es, wie Shinichi sagte "Das ist falsch...", diese Episode wurde sehr gut umgesetzt. Mir gefiel auch der Satz "Es gibt immer nur eine Wahrheit...", denn der Drehbuchautor vom Anime schrieb den gleichen Satz, als ich diese Szene zeichnete und ich war von diesem Zusammentreffen unserer Ideen begeistert. Ich mag auch die Episoden 249-250 - Bombenstimmung. Conans Worte zu Haibara "Lauf nicht weg Ai... lauf nicht weg vor deinem Schicksal" haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Shinichi wählt seine Worte immer weise. Die letzten Episoden, die ich zu den besten zähle, sind 616-621 - Holmes Buch der Offenbarung. Da es sich hierbei um den Platz handelt, an den Conan immer schon mal hin wollte, habe ich mir beim Zeichnen sehr viel Mühe gegeben. Ich bin sogar nach London geflogen, um das nötige Material zu sammeln.

» In einem Interview von 2003, sagten Sie, sie würden bald an einem London Arc arbeiten.
Wirklich? Dann hat es mich wirklich viel Zeit gekostet. Beim Zeichen stellte sich heraus, dass die Englische Sprache dabei der schwierigste Teil war. Dass Wimbledon als Schauplatz dienen würde, war von Anfang an klar und die Spielerin Minerva Glass basiert auf der ehemaligen deutschen Tennisspielerin Steffi Graf. Es gibt eine Szene, in der Conan aus den Zuschauerrängen schreit: "I'll help you!" und auch dieser Satz beruht auf einer wahren Begebenheit. 1996 schrie ein Fan im Halbfinale von Wimbledon zwischen Steffi Graf und Date Kimiko, wahrscheinlich um den Verlauf des Wettbewerbes zu beeinflussen, "Steffi, will you marry me?" und Steffi antwortete dabei scherzhaft: "How much money do you have" (lacht).

» Wie war Ihre Reise nach London?
Die meisten Orte, die in der Serie vorkamen, sind jene, die ich besucht und fotografiert habe. Die Telefonzelle, wo Conan zu Shinichi wird, liegt am Ende von der Brücke, wenn man von der Richtung des Big Bens kommt. Der Abfluss mit den Worten "The Valley of Fear", der im Manga vorkam, existiert wirklich. Dasselbe gilt auch für das Hotel. Es gab Orte, die ich nicht besuchte, aber dafür benutzte ich Google Maps. Ah, heißt das, dass ich gar nicht nach London hätte reisen müssen, um das nötige Material aufzutrieben, sondern einfach Google Maps hätte nutzen können (lacht)?

» Es scheint, als ob das letzte Kapitel des London Arcs eine Szene zwischen Ran und Shinichi beinhaltet, die Sie schon vor langer Zeit zeichnen wollten?
Diese Szene erhielt eine große Erwiderung. Die Verknüpfung mit Holmes, und seinen schlechten Beziehungen, sowie mit dem Satz "ein harter und mühsamer Fall" wurden schon vorher beschlossen und es stellte sich genau wie geplant heraus.

» Gibt es irgendwelche Muster oder Regeln während den Wechseln zwischen den Romantic-Comedy Einlagen und den Konfrontationen mit der Schwarzen Organisation?
Ich wusste, dass diese Frage kommt (lacht). Ich schätze, es liegt an den Fan-Mails: "Ich würde gerne wissen, was zwischen Ran und Shinichi war, als sie klein waren", "Bitte zeichnen Sie bald einen Arc mit der Schwarzen Organisation". Viele Leser freuen sich auf die Story mit der Schwarzen Organisation... Wie auch immer, das Zeichnen der Arcs mit der Organisation unterscheidet sich ganz erheblich zu anderen Kapiteln.

» Welchen Charakter zeichnen Sie gerne?
Ich denke Ai Haibara. Es scheint so, als ob sie seit ihrem ersten Auftritt unter den Lesern beliebt ist. Sie ist ein Charakter, der genau das tut und sagt, was ich will. Deshalb benutze ich Ai auf der "Conan News Agency"* Webseite, um meine Kommentare zu veröffentlichen!

*conatsu.com

» Welcher Charakter ist unter den jungen Lesern beliebt?
Aktuell ist es Masumi Sera. Und ihr Name... diejenigen, die es wissen, wissen es. Ich frage mich, ob es in Ordnung ist, so Gundam-mäßig zu sein (lacht)*. Sie könnte die Schwester von einem wichtigen Charakter sein (lacht). Ich freue mich schon darauf, zu sehen, wer sie sprechen wird im Anime.

*Seras Name klingt wie Sayla Mass (japanisch: Seira Masu), ein Charakter von der ersten Gundam-Serie, Mobile Suit Gundam.

» Wie wird es mit Sato und Takagi weitergehen?
Ich plane eine Hochzeit zwischen den beiden zu zeichnen. Ich wollte die Hochzeit in einem Film geschehen lassen, aber das würde dann im Manga nicht vorkommen, also gab ich die Idee auf.

» Von Conan gibt es mittlerweile viele Medien, wie zum Beispiel der Manga, Anime, Filme und die Live-Action Dramas. Wie beteiligen Sie sich an diesen Bereichen?
Ich beteilige mich hauptsächlich an den Film-Handlungen und an den Manga-Zeichnungen.

» Wie beteiligten Sie sich an dem letzten Film: Eine Viertelstunde des Schweigens?
Die Entscheidung, die Zahl 15 für den Film als Hauptargument zu nutzen (ein Viertel = 15) war eine Idee von mir und meinen Mitarbeitern. Beschneite Berge zu benutzen war meine Idee. Nachdem man von einer Lawine begraben wurde, hat man 15 Minuten, um sich das Leben zu retten. Ich dachte, dass ist ein guter Weg, um das Thema von einer Viertelstunde abzudecken.

» Was sind die Höhepunkte an dem diesjährigen Film?
Im ersten Teil ist es die Skateboard-Szene im Tunnel. Die war cool, oder? Auch die Szene, als Conan sagt: "Wörter sind wie Besteck, wenn du sie falsch verwendest, können sie zu Waffen werden". Ich habe diesen Satz auch im Manga verwendet*, weil er mir sehr gefällt. Als dann Conan und Ran aneinander vorbeigehen, kommt dann Shinichi, dessen Gesicht von mir gezeichnet wurde.

*Auf der letzten Seite von Band 54, Fall 8: Der Trick mit den Blutflecken

» Welchen Detektiv Conan Film können Sie empfehlen?
Film 5: Countdown zum Himmel. Verschiedene Dinge wurden schön zusammengesetzt und darauf bin ich stolz. Das ist auch der Lieblingsfilm von meinem Bruder. Mein Bruder ist Arzt und Anime-Otaku (lacht). Ich frage ihn deshalb oft nach seiner Meinung bezüglich der Tatzeit oder auch der Todesursache. Er ist wie ein wanderndes Arztbuch, was für mich ziemlich praktisch ist. Er sagt auch oft, welcher Synchronsprecher zu wem passt und manchmal ärgert er mich und sagt mir, dass ich mich auf die faule Haut lege, nur weil meine Serie so erfolgreich ist.

» Nach 17 Jahren Detektiv Conan gibt es immernoch kein Ende. Gibt es irgendein Mittel, um solch eine lange Serie aufrechtzuerhalten?
Nein, ich habe Angst. Jedes mal, wenn ich einen neuen Fall zu zeichenen beginne, denke es wird mein letzer sein. Aber bevor ich mit diesem Fall fertig bin, habe ich schon begonnen an einem neuen zu arbeiten.

» Was sind die schwierigsten Teile an ihrer langen Serie?
Das Vergessen der Plott-Entwicklung, die ich vorher angekündigt habe (lacht). Es war ein haufen Arbeit, den Plott über Vermouth in Folge 345 zu offenbaren. Ich dachte, ich muss noch dies, das und so weiter hinzufügen. Ich gab die Papiere über die Plottentwicklung zu den Anime-Produzenten, aber ich will sie wieder zurückhaben (lacht). Wenn du diese Papiere liest, kannst du draufkommen, wer der Boss ist.

» In einem Interview 2008 sagten Sie, der nächste Höhepunkt würde der Bourbon-Arc werden.
Der Bourbon-Arc wird fortgesetzt werden. Aber der nächste Höhepunkt, den ich plane, wird zwischen Sera und Haibara stattfinden. Es wird sehr spannend werden, da sie beide Wölfinnen sind (lacht).

» Sie haben den Plott für das letzte Kapitel bereits fertig. Wann wird das letzte Kapitel erscheinen?
Ich weiß es selber nicht, aber es wird die Anzahl der Manga-Bände von Kochi Kame* nicht überschreiten (lacht). Das letzte Kapitel wird ein Happy-End sein, das von mir zusammengestellt wurde.

*Kochi Kame hat 174 Bände

» Sie zeichnen den Manga schon seit 20 Jahren. Wie sieht für Sie der wöchentliche Zyklus beim Zeichnen aus?
Die Story braucht 2-3 Tage und das Zeichen an sich 4-5 Tage. Ich brauche dafür aber eine Woche (lacht). Ich habe keine Zeit die Tricks und Mechanismen dabei anzuwenden. Manchmal habe ich eine Pause, aber ich kann mich trotzdem nicht ausruhen, denn ich muss zu Film-Diskussionen und Zeichnungen abgeben (lacht). Ich habe noch nie einen Termin verpasst, denn wenn ich es machen würde, würde ich alle Termine versäumen.

» Wenn Sie eine Pause hätten, was würden Sie dann machen?
Schlafen. Sehr lange schlafen. Danach aufstehen, einen Film schauen und dann wieder schlafen (lacht). Ich würde auch gerne in einem Hotel wohnen.

» Wie oft besuchen Sie Ihre Heimat?
Jedes Jahr zu Silvester kehre ich zurück. Dort muss ich dann viele Autogramme geben, aber sobald ich ans Land rausgehe, bin ich wieder beim Zeichnen.

» Es scheint, als würden Sie Ihren Job mögen?
Wirklich? Alle Dramas, die ich schaue, sind Polizei-Dramas. Kürzlich habe ich alle Fernsehprogramme aufgezeichnet und danach jene gelöscht, die nichts mit Polizei- oder Mystery-Drama zu tun hatten. Ich höre mir diese Stücke an unter dem Zeichnen an und wenn viele Dialoge enthalten sind, kann ich die Story nachvollziehen während ich arbeite. Letztens habe ich SPEC gesehen. Obwohl es dort Menschen mit Superkräften gibt, sind die Mystery-Elemente beibehalten worden. Ich fand den Teil in der letzten Episode, wo Touma (gespielt von Toda Erika) und Ninomae (gespielt von Kamiki Ryunosuke) aufeinander treffen sehr cool. Dort sagte Touma irgendwann "I win!". Wenn Touma jünger wäre, würde ich sie als Ran spielen lassen in der Live-Action.

» Am Neujahrstag dieses Jahres spielten Sie die Rolle eines forensischen Ermittlers in Aibou.
Eine Chance zu bekommen mit Mizutani Yutaka-san zu plaudern, erfüllte einen Wunsch, den ich schon lange hatte. Er ist wirklich toll und genau wie Ukyou (der Charakter, den Mizutani Yutaka in Aibou spielt).

» Sind Sie daran interessiert Dramas zu schreiben?
Wenn ich in Rente gehe, spricht nichts dagegen. Aber wurde nicht behauptet, dass ich es nicht kann, wenn ich nicht zeichne (lacht)?

» Was empfinden Sie als wichtig in einem erfolgreichen Manga?
Jungs müssen cool sein und Mädchen süß und hübsch. Aber in letzter Zeit habe ich viele coole Mädchen gezeichnet, beispielsweise Ran und Sera (lacht).

» Das wird das 25. Jahr für Sie als Manga-Zeichner. Wie war das letzte Viertel des Jahrhunderts für Sie?
Die Hälfte davon ging drauf für Conan. Ich will mein Leben wieder zurück haben (lacht). Als ich anfing, war ich erst 29, aber die Zeit verflog wie im Flug. Im Kopf fühlt es sich aber an, als ob erst 4 Jahre vergingen.

» Bis zu welchem Alter wollen Sie diesen Job fortsetzen?
Ich schätze, so lange ich kann. Zuerst dachte ich, dass ich in Agasas Alter (53) aufhören sollte, aber dann kam ich drauf, dass ich sowieso auch in Rente weiter zeichnen würde. Das Problem ist, dass meine Assistenten, die auch seit Anfang an dabei sind, älter werden. Aber ich werde wie Chaplin sagen: "Mein Meisterstück wird mein nächstes Stück Arbeit werden!"

» Wie sieht es mit Saiyuki, die Sie 2008 erwähnten, als Ihre nächste Serie aus?
Ich will wirklich Saiyuki zeichnen! Ich habe sogar Son Gokus Charakter fertiggstellt. Der One-Shot sollte sogar bei Shonen Sunday veröffentlicht werden, aber es ist zu viel Arbeit im Hintergrund das antike China zu zeichnen, deshalb wird es wahrscheinlich nicht fortgesetzt werden.

» Bitte zeichnen Sie weiter! Zu guter Letzt noch ein paar letzte Worte an Ihre Fans!
Danke, dass ihr Gosho Aoyamas Welt in den letzten Jahren immer verfolgt und unterstützt habt. Bitte macht in Zukunft so weiter. "Und nun ist es Zeit für einen neuen Fall" (lacht).

Quelle: http://www.detektiv-conan.ch/index.php?page=interview2.html
Penning
Detektiv

Beiträge: 233


 

Gesendet: 21:55 - 24.12.2011

Datum: Juni 2011 Otona Fami japanisches Magazin.
ConanKudo84
Sherlock-Holmes-Klon

Beiträge: 15559


 

Gesendet: 23:23 - 24.12.2011

Es könnten also bis zu 170 Bände werden, denn er hat ja zugegeben, dass er sich vorstellen kann, auch länger als bis zum 54. Lebensjahr zu zeichnen. 170 wäre weniger als 174^^

Andererseits, wenn er das Ende schon fertig hat, dürfte es ja nicht mehr so viele Jahre dauern...
Penning
Detektiv

Beiträge: 233


 

Gesendet: 23:36 - 24.12.2011

@ConanKudo84 ich denke er meinte allgemein Manga zu zeichen bis über 54 Jahre. Wenn man das ganze Interview im Zusammenhang betrachtet.
ConanKudo84
Sherlock-Holmes-Klon

Beiträge: 15559


 

Gesendet: 23:39 - 24.12.2011

Ich hoffe nicht dass er vorhat diese Serie bis Band 170 zu zeichnen^^

Die Hälfte (85) reicht vollkommen aus. Das wäre eine realistische Zahl.
Penning
Detektiv

Beiträge: 233


 

Gesendet: 23:46 - 24.12.2011

[email protected] ich hoffe es auch nicht. Aber wenn es solange wird dann schätze ich mal wird es um die 7 Jahre dauern . Deswegen weil die 7 auch mein Lieblingszahl ist und fast 30 Jahre Conan ja wirklich genug ist, auch wenn ich die Serie mag. Aber es nicht mit der Colombo Serie zu vergleichen, ohne Leitfaden.
ConanKudo84
Sherlock-Holmes-Klon

Beiträge: 15559


 

Gesendet: 00:50 - 25.12.2011

30 Jahre????

20 sollten doch auch reichen...das wäre 2014. Zumindest der Manga wäre dann zu Ende. Der Anime bräuchte dann auch nicht mehr viel länger bis zum Ende.
Penning
Detektiv

Beiträge: 233


 

Gesendet: 12:09 - 25.12.2011

[email protected] ich denke langsam kommt er zum Schluß, schließlich hat er bei einem Interview 2006 Ehrenfeld Deutschland ob es ein Happy End gibt nicht verraten und wie viele Bände es ungefähr gäben.
Er hat auch die Hochzeit zwischen Sato und Takagi nicht in Erwägung gezogen zu zeichnen.
Christoph
Moderator

Beiträge: 8030


 

Gesendet: 12:26 - 25.12.2011

Das Interview ist sehr interessant, ein Link hätte aber gereicht du hättest es nicht gleich kopieren müssen.

Äh Ehrenfeld, du meinst Erlangen? Damals hat er aber schon "Andeutungen" zum Londonfall gemacht. Auf die Frage, ob es Conan auch mal außerhalb Japans schafft nen Fall zu lösen, kam prompt die Antwort mit dem nicht vorhandenen Reisepass, was in der Story selbst ja so vorkam^^ Muss man sich mal vorstellen, er hat es über mehrere Jahre lang geplant ...
Mit dem Englisch ist aber grandios gescheitert, ich frag mich ob es so schwierig ist, da nichtmal Muttersprachler zu rate zu ziehen...

Er ist in der Tat sehr gesprächig über die Handlung im Gegensatz zu früher, deutet auf schon darauf hin dass er es "demnächst" zum Ende bringen möchte (wobei demnächst heir auch wieder Jahre heißen kann). Ich hab immer gesagt, wenn Sato und Takagi heiraten, dann geht Conan zu ende, jetzt spricht er schon davon, weit kann es nicht mehr sein...

Ha, nun stehts auch mal offiziell da, dass er nicht in seiner Heimat arbeitet (nicht wenige Mangaka machen das aber so), vermutlich ist er also in Tokyo.
Jay Sean14
Meisterdetektiv

Beiträge: 4620


 

Gesendet: 14:11 - 25.12.2011

Cooles Interview! Wurde auch mal Zeit, dass Gosho mehr verrät, schließlich verlieren immer mehr Leute ihr Interesse an DC..

Was ich aber nicht verstehe ist, wo er das Zitat "Wörter sind wie Besteck, wenn du sie falsch verwendest, können sie zu Waffen werden" im Manga eingebaut hat?
In der Bemerkung steht zwar auf der letzten Seite von and 54, aber das Zitat ist dort nirgends zu finden, zumahl ja dort der Fall mit den Oberschülerdetektiven so richtig anfängt...

Christoph
Moderator

Beiträge: 8030


 

Gesendet: 14:18 - 25.12.2011

Das liegt daran, dass der Text über mehrere Ecken übersetzt wurde^^ (wahrscheinlich japanisch -> englisch -> deutsch) und ehrlich gesagt, der Vergleich mit Besteck ist ziemlich beknackt^^, deswegen wurde sowas im Manga wohl nicht verwendet. Mal sehen wie das dann in der dt. Version vom 15. Film gemacht wird^^

Seiten mit Postings: 1 2

- Gosho Interview -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Manga —› Gosho Interview
 


naanoo logo
Version 3.1 | Load: 0.002263 | S: 1_4