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Autor Mitteilung
Anonymous


Gesendet: 19:08 - 17.09.2006

Gibt es Aussagen von Elisabeth darüber, wie sie sich ihr Traumleben vorgestellt hätte? Oder eben ein Leben ohne Kaiserin zu sein? Ich kenne nur die Aussage, dass es ihr wohl schlecht ergangen wäre, wenn sie keine Kaiserin gewesene wäre. Wisst Ihr mehr?
Moonlight
Erzherzogin

Beiträge: 396


 

Gesendet: 19:21 - 17.09.2006

Ihr Traumleben hat sie sich als "Titania" im Elfenland vorgestellt, dass hat sie (öfter) verlauten lassen-zumindest gegenüber ihrem tagebuch
Sophie
Moderator

Beiträge: 1033


 

Gesendet: 21:28 - 17.09.2006

Wieso hätte es Elisabeth schlecht ergehen sollen, wenn sie keine Kaiserin geworden wäre?

Wir betreten nun zwar das Reich der Spekulationen, aber es hätte doch auch sein können, dass Elisabeth als unverheiratete Frau glücklich geworden wäre. Natürlich hätte das die in Heiratssachen übereifrige Herzogin Ludovica niemals zugelassen ... aber wieso hätte Elisabeth denn nicht auch Glück haben können, so wie zum Beispiel ihre Schwester Helene, die mit ihrem Erbprinzen eine von gegenseitiger Zuneigung getragenen Ehe lebte? Vermutlich hätte sich Elisabeth in einer anderen (freieren?) Umgebung auch anders entwickelt. Vielleicht hätte sie ihr Dasein als Mutter ausgefüllt --- vielleicht aber auch nicht ... :)
Erzsébet
Großherzogin

Beiträge: 223


 

Gesendet: 07:52 - 24.04.2007


A propos Hochzeit....
Heute vor 153Jahren.

Am 24. April 1854 heiratete der 23 Jahre alte Kaiser Franz Joseph I. von Österreich in der Wiener Augustinerkirche die 16-jährige Elisabeth.

Ankunft der bayrischen Prinzessin Elisabeth von Wittelsbach, genannt "Sisi": Am 22. April 1854 kam das Dampfschiff "Franz Joseph" mit der Kaiserbraut in Nußdorf an. Der Leopoldsberg war bis zum Gipfel Kopf an Kopf mit jubelnden Menschen besetzt.
Am Tag darauf begab sich die Braut im sechsspännigen Wagen - vom Schloss Favorita (dem heutigen "Theresianum") kommend - zu der nach ihr benannten und für sie errichteten Elisabeth-Brücke - dort wo heute die verlängerte Kärntnerstraße in die Wiedner Hauptstraße mündet - und weiter mit dem prunkvollem Brautzug über den Wienfluss zum Graben und Kohlmarkt in die Burg.

Hochzeitstag 24. April 1854:
Ein ungeheures "Cortège" (Gefolge) bildete sich nun auf dem Weg zur Augustinerkirche, voran schritt Elisabeth geführt von ihrer Mutter an den Altar, wo sie schon vom Erzbischof Rauscher in großer Assistenz erwartet wurde. Nach dem Segen sangen alle die Kaiserhymne von Joseph Hadyn mit dem neuen Text "Gott erhalte".

Erzherzogin Sophie, die Mutter Franz Joseph's, schrieb in ihr Tagebuch:
"... Tee und Souper bei mir zwischen 10 und 11 h ... Louise und ich führten die junge Braut in ihr Zimmer. Ich ließ sie mit ihrer Mutter allein, ... bis sie zu Bette gegangen war, worauf ich meinen Sohn aufsuchte und ihn zu seiner Frau führte, die, als ich ihr gute Nacht sagte, ihr hübsches, von reichem, schönen Haar umrahmtes Gesicht im Kopfpolster verbarg."

Flitterwochen in Laxenburg:
Während der Flitterwochen des Paares in Laxenburg ist ein Teil des Gartens beim Schloss für die übrige Welt abgesperrt und steht ausschließlich dem Paar zur Verfügung.
Moonlight
Erzherzogin

Beiträge: 396


 

Gesendet: 09:32 - 24.04.2007

Schön Erzsébet für die Erinnerung.
Gab's eigentlich einen Grund für gerade diese Datum? Warum hat man nicht noch bis in den Mai gewartet wo auch evtl das Wetter besser gewesen wäre?
Erzsébet
Großherzogin

Beiträge: 223


 

Gesendet: 14:09 - 24.04.2007

bestimmt Dynastische und Politische Gründe.
Frau Hamann schreibt in ihrem Buch von Ludovicas Sorgen und ihrem Wunsch, die Trauung zu verschieben.
Zitat: Um ihrer Tochter die aus den Festlichkeiten erstehenden Mühen zu ersparen, soll die Mutter den Aufschub der Trauung bis Juni wünschen. Wenn die Zeremonie in einer vorgeschrittenen Jahreszeit stattfände und der größte Teil des Adels Wine bereits verlassen hätte, könnte man sich von den mit der Hochzeit verbundenten Feiern dispensieren
(der belgische Gesandte nach Brüssel).
Dieser Wunsch wurde natürlich nicht erfüllt.
Es herrschte Kriegsgefahr für Österreich im Krimkrieg, 1Jahr vorher (1853) war eine große Mißernte schuld an großer Hungersnot. Da braucht das Volk im Land auch wieder was, damit es glauben kann, es würde wieder besser werden. Brot und Spiele halt.
Dann die Vermählung mit einer Deutschen..
Stärkt das deutsche Bündnis. Franz Joseph hatte da doch eh zu kämpfen, da war doch auch was mit dem Dreierbund.
Leider weiss ich das nicht mehr so genau, da müsst ich mich erst einlesen. Vielleicht weiss einer von den Mädels, warum ausgerechnet der 24.April rausgesucht wurde. Muss schließlich noch einen Grund gehabt haben, so Richtung: die Sterne stehen günstig...
Erzsébet
Großherzogin

Beiträge: 223


 

Gesendet: 14:27 - 24.04.2007

http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gev/939.html

Hier hat eine Frau Heike Biermann über Bismarck geschrieben, man kann aber aus dem Text auch viel von den Quereleien der Länder erahnen.

Und in dem Durcheinander eine Hochzeit...
Azwang
Herzogin

Beiträge: 117


 

Gesendet: 15:09 - 24.04.2007

Soviel ich mich erinnere, wurde das Datum 24.4.1854 bereits in Ischl oder kurz danach fixiert (Tagebuecher Erzherzogin Sophie). Ich gehe davon aus, dass 1854 zu diesem Zeitpunkt Ostern und damit die Fastenzeit, waehrend der traditionell keine Hochzeiten gefeiert wurden, bereits vorbei war. Mai war im Gegensatz zu heute kein beliebter Heiratsmonat und auch nicht der Sommer. Dafuer die Monate Oktober und November. Der Ursprung liegt in der bauerlichen Tradition und in religioesen Braeuchen. Wenn die Braut auf dem Lande im Mai heiratete und bald darauf schwanger wurde, so brachte der Sommer mit schwerster Feldarbeit die Gefahr einer Fehlgeburt mit sich. Wurde das Kind ausgetragen, so kam es am Ende des Winters zur Welt, als die Essensvorraete langsam knapp wurden und Krankheiten grassierten. Das gefaehrdete Mutter und Kind. Im Herbst aber war die Vorratskammer voll und die Feldarbeit eingeschraenkt oder gar eingestellt, also hatte man bis zum Advent, in dem so wie waehrend der Fastenzeit nicht geheiratet werden sollte, Ressoursen und Zeit fuer Feierlichkeiten, genauso wie im Jaenner und Februar im Fasching. Fuer das Kaiserhaus ergab sich die Sorge um genuegend Vorraete sowie den Schutz der Schwangeren zwar nicht, die Braeuche aber und die Folklore spielten sicherlich eine bedeutende Rolle.

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