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Autor Mitteilung


Gesendet: 10:44 - 11.05.2007 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo,
bei meinem 12jährigen Wallach wurde im Januar ein noch nicht abgetrennter Chip im Karpalgelenk festgestellt + dadurch entstandene Arthrose. Das Gelenk wurde nach 8 Wochen zur Konrolle nochmal geröntgt, es sah dann so aus als würde der Knochen Tendenzen zeigen wieder zusammenzuwachsen. Leider war die Arthrose auch noch schlimmer geworden. Ich füttere ihm jetzt seit ca. 2 Monaten 40g Ingwer, das er leider sehr schlecht frisst. Seitdem lahmt er allerdings um einiges weniger, er war einige Zeit sogar fast ganz lahmfrei. Sobald ich mit der Dosierung auf 20g runtergehe, lahmt er wieder stärker (vielleicht liegt es aber auch am Wetterumschwung). Wir sind mit der Dosierung runtergegangen, weil er den Ingwer wirklich sehr schlecht frisst. Ich vermische ihn mit Öl, kleingeschnipsteltem Obst und gut riechendem Kräutermüsli, aber er will eigentlich schon gar nicht mehr in seinen Futterständer gehen. Eigentlich ist er fürchterlich verfressen...
Was ich fragen wollte ist: ist es möglich Ingwer in eine Art selbst zusammengemischte Leckerli (Apfelmus, Haferflocken, Weizenkleie usw.) reinzubacken oder wirkt der Ingwer dann möglicherweise nicht mehr?

Gruß, Steffi
Gesendet: 10:50 - 11.05.2007 | :: Edit | ::Delete

Zum besseren Verständnis: mit "backen" meine ich 1 Std. im Backofen bei ca. 120° - also nicht nur zusammenmischen...
Gesendet: 12:28 - 11.05.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo Steffi,

diese Frage wurden schon oft im Forum gestellt, daher kopiere ich Dir einen Teil meiner Antwort hier hinein, ok?!?


Zitat:
Inwieweit das erforderliche Erhitzen einen Teil der überwiegend empfindlichen sekundären Pflanzenstoffe ganz oder zumindest teilweise zerstört, kann Dir Niemand beantworten. Noch heute geben (nicht nur beim Ingwer übrigens!) die sekundären Pflanzenstoffe dem Menschen große Rätsel auf; das Gros hat man bislang gar nicht erforscht, noch weniger kann man deren Wirkung "nachbauen". Beim Ingwer weiß man zudem nicht, welche dieser über 500 Biostoffe an welchen gesundheitsfördernden Prozessen beteiligt sind bzw. in welcher Konstellation zueinander diese Wirkung zustande kommt. Wer also auf eine effiziente Heilwirkung angewiesen ist, sollte auf das "unverarbeitete" Pulver somit nicht verzichten.



Vielleicht probierst Du nochmals die grobere Variante des Sri Lanka-BIO-Ingwers der Gewürzmühle Neumann (Grobschnittsorten), manchmal sind die Pferde dann etwas leichter zu "überreden". Bei den von Dir geschilderten Beschwerden bist Du in der Tat auf wirklich gute Wirksamkeit des Ingwers angewiesen und es kommt hier auf ganz bestimmte Dosen an, die nicht unterschritten werden sollten. Denn dann riskierst Du neue Gelenkentzündungen, die wiederum ggf. neue Schäden nach sich ziehen. Das ist bei Arthrose leider ein Teufelskreis. Ingwer-Leckerlis im Eigenbau können da sicherlich nur eher Ergänzung sein, für etwas Ingwer noch zwischendurch.

Stöbere noch ein wenig im Forum, es gibt hier eine riesige Palette von Vorschlägen bei Leuten, die ähnliche Probleme mit der Akzeptanz haben.

Grüße
Guido



Gesendet: 12:45 - 11.05.2007 | :: Edit | ::Delete

Vielen Dank für die Antwort!

Ich stöbere dann noch ein bisschen.

Gruß, Steffi
Gesendet: 20:49 - 14.05.2007 | :: Edit | ::Delete

Hi

Hast du es mal mit Rübschnitzel und Struktur E versucht? Vielleicht auf mehrere Portionen aufteilen? Das ist das einzigste, wie es meiner Frisst.
Gesendet: 16:11 - 18.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo,
ich habe eine nochmal Frage bezügl. der Dosierung von Ingwer: Meine 13- Jährige Stute hat eine Entzündung im Fesselgelenk. Der Knochen ist aufgerauht und hat die Sehne (Gleichbein) durch die ständige Reibung beim laufen mit entzündet. Seit 10/2006 wird durch Röntgen und Ultraschall ca. alle 6 Wochen das Bein in der Klinik untersucht.
Seit 01/2007 fütter ich Ingwer. Leider ist es nicht leicht den Ingwer ins Pferd zu bekommen. Ich habe wirklich schon alles ausprobiert. Auch mit der Spritze ins Maul aber das war nur eine quälerei für sie.
Ich schaffte es mit Ingwerpulver höchstens 8 g mit Strucktur E und Mash vermischt einmal am Tag abends zu geben. (eine mehrmalge Fütterung war nicht möglich)
Sie bekommt jetzt 18 g griesförmiegen Ingwereinmal pro Tag. Den frisst sie besser, daher konnte ich erhöhen.Ich glaube aber, wenn ich richtig gelesen habe, bei Sehnen etc. mehr geben zu müssen? Sie wiegt ca 470 Kilo. Der griesförmige Ingwer ist von der Gewürzmühle Neumann. Wieviel und wielange müsste sie Ingwer bekommen? Ich traue mich nicht neben der Wiese und Heu viel Kraftfutter zu geben da sie leichtfuttrig ist. Habe da Angst wegen Rehe etc.
LG Tanja
Gesendet: 16:36 - 18.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo Tanja,

tendenziell stimmt das mit der höheren Dosierung bei Beschwerden im Weichteilbereich. Doch löse Dich einfach von genauen Dosen, viel wichtiger ist, dass Du ein "Feedback" bei der Ingwerfütterung vom Pferd erhälst. Du also einen Erfolg siehst, eine Veränderung feststellen kannst. Denn wenn es auch grundsätzliche Hinweise für die Ingwer-Dosis gibt, Du kommst nicht umhin, individuell zu dosieren. Was bedeutet, dass Du Dich an die ideale Dosis "herantasten" musst. Wie sieht denn der Trend aus, wenn die regelmäßigen Check-ups in der Klinik gemacht werden? Was ist der status-quo? Wo haben die Probleme sich entschärft, wo haben wir noch die größten Schwierigkeiten?

Wie Du schon richtig betonst, liegt leider zur Zeit eine ständige Reizung vor, die leider meistens auch immer wieder neuerliche Entzündungen provoziert, die Entzündungen wiederum das ganze Umfeld des Fesselgelenks in Mitleidenschaft ziehen.

Du musst also versuchen, durch eine weitere Steigerung der Ingwer-Dosis die Entzündungsneigung einzudämmen. Die erwähnten 18 g dürften da nicht ausreichen. Doch, wie oben schon gesagt: Entscheidend ist, was Dir Dein Pferd meldet. Du kennst Dein Pferd am besten und kannst gut beurteilen, wann Beschwerden, sprich: Wann augenscheinlich die Entzündungen und die damit verbundenen Einschränkungen/Schmerzen zurückgehen. Steigere immer in kleinen Schritten, denn oft ist der Unterschied von einer nicht wirksamen zu einer wirksamen Ingwerdosis marginal. Und gerade bei einem mäkeligen Pferd wollen wir ja mit dem absoluten Minimum auskommen.

Wie lange Du Ingwer füttern musst, hängt vom weiteren Verlauf ab. Bleiben die Reizungen, bleibt die Neigung zu Entzündungen bestehen, müssen wir folglich auch erst einmal dauerhaft entzündungshemmend einwirken. Und das kann man nur, wenn man auch den Ingwer weiterhin zufüttert. Ganz entscheidend ist auch der "Speiseplan", damit wir mit Bestandteilen des Futters nicht noch zusätzlich Reaktionen in Form einer erhöhten Entzündungsneigung provozieren. Wir wiederholen das hier im Forum so Gebetsmühlenartig, weil's nun mal wirklich so wichtig ist.

Grüße
Guido
Gesendet: 10:57 - 19.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wir waren am Freitag in der Klinik. Eine Lahmheit besteht noch in den Drehungen und auf dem Zirkel im Trapp. Auf gerader Strecke ist nichts zu sehen. (Betreffendes Bein: hinten reschts)
Ich muss dazu sagen das im Schritt von Anfang an nichts an Lahmheit zu sehen war und im Trapp auch nur so minimal, das ich (und einige Leute vom Stall) Probleme hatten/haben da eine Lahmheit zu sehen.
Es ist mir damals auch nur beim Reiten aufgefallen, das ich anfangs das Gefühl hatte, mein Pferd "eiere" ein wenig die ersten paar Runden. Der Reitplatz war aber auch nicht der Beste, daher konnte es auch an den teilweise unebenen Boden liegen. Die damalige Reitlehrerin, bei der ich meine erste Reitstunde nehmen wollte, hatte da wohl eher ein Auge für..und die Tierklinik Hochmoor.
Das letzte Röntgenbild zeigte leider keinerlei Veränderung, der Knochen ist immer noch aufgerauht. Die Ultraschalluntersuchung ergab, dass sich wohl nun Narbengewebe gebildet hat. Das wäre lt. der TA eine Besserung. Das Bein muss aber noch weiter geschont werden, da sich noch richtiges Gewebe bilden muss.
Dinah kann aber weiterhin auf die Wiese. Darüber bin ich schon sehr glücklich. Ihr scheint es auch ganz gut zu gehen. Dinah geht es seit dem Stallwechsel eh erheblich besser. Sie war vorher in einer großen Herde in einem Offenstall. Nach der Diagnose mussten wir sie von den anderen trennen und in die Box stellen. Sie sollte sich lt. TA nicht viel Bewegen, damit sich das Bein erholen kann. Das war auf Dauer aber nichts..
Ich durfte zwar mit ihr eine 3/4 Std. am Tag spatzieren gehen, aber den rest der Zeit nur die Box und Blick auf die Stallmauer. Das frustete Dinah und mich irgendwann. So ging es nicht weiter. Leider ließ sich am Stall keine andere Lösung finden. Ich musste mich nach einen anderen Stall umschauen. Glücklicherweise habe ich ein Stall mit größerer Box+Paddock mit festen Boden gefunden (Sie darf nur auf festen Boden laufen). Nun hatte sie wieder Schnupper-Kontakt zu anderen Pferden und kann wieder den ganzen Tag draußen sein. Seit ein paar Wochen darf sie zusätzlich auf ein Stück Wiese. Noch allein, aber direkt nebenan sind die anderen Pferde. Seitdem geht es ihr merklich besser. Um auf das Futter zurück zu kommen, Sie bekommt gutes Heu, eine kleine Hand voll Derby-Standard (Morgens), von mir Abends noch Strucktur E mit Ingwer.(Mash kann ich seit ein paar Tagen weglassen, dafür ein wenig mehr Strucktur E)Die Wiese ist recht mager, aber ein Bäuchlein hat sie trotzdem, daher möchte ich ihr so wenig wie möglich an Futter dazu geben.
LG Tanja

Gesendet: 19:24 - 19.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo Tanja,

ich vermute, dass die weiteren Wochen und Monate noch viel Potenzial für eine weitere Besserung beinhalten. Die Kombination aus weiterer vorsichtiger Bewegung und zumindest Fühl- und Sichtkontakt zu den anderen Pferden ist schon mal ein wichtiger Schritt, der natürlich - so bald, wie möglich - wieder zu einer festen Integration in eine ruhige Pferdegruppe führen muss.

Achte bitte möglichst bei der Fütterung auch darauf, dass KEINE (!) synthetischen Zusätze im Futter sind. Den Bedarf sollten stets natürliche Vitamin- und Mineralstoffquellen decken. Wir dürfen uns keine zusätzlichen allergischen Reaktionen leisten.

Merke Dir gut die in der Klinik festgestellten "Referenzdaten", mit deren Hilfe Du die Dosierung des Ingwers steuern kannst. Wie schon oben erwähnt, solltest Du noch weiter die Dosis steigern, wenn es geht und Dinah mitspielt, Richtung 25 bis 30 g (auch das ist in Deinem Fall noch recht bescheiden) als neue Etappe und bis zur nächsten Untersuchung.

Grüße
Guido
Gesendet: 10:41 - 20.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido,
ich habe nun die Möglichkeit auf 2 Portionen Tägl. aufzuteilen. :-)
Werde dann die nächsten Tage den Ingwer erhöhen. Bin gespannt ob sich optisch irgendeine Veränderung zeigt. Ansonsten ist in etwa 6 Wochen der nächste Kliniktermin fällig.
LG Tanja
Gesendet: 12:15 - 20.06.2007 | :: Edit | ::Delete

Ja, rede ihr gut zu. Es gibt auch genug Fälle, in denen sich auch mäkelige Pferde doch noch an den Ingwer gewöhnten, wenn man behutsam genug steigert. Paradoxerweise kennen wir wiederum Pferde, die fressen ihr Futter nicht mehr, wenn ... der Ingwer fehlt!! Wie wir immer sagen: JEDES Pferd ist ein Einzelfall.

Erwarte bitte keine Wunder, Tanja. Wenn es uns gelingt, die Entzündungen in Schach zu halten, damit sich das Umfeld regenerieren kann, wäre das schon ein enormer Fortschritt!!

Grüße
Guido

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