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 Forum Index —› Deutschland —› Rekonstruktion des " langen Franz " in Frankfurt
 


Autor Mitteilung
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 21:24 - 04.09.2003

ben,
das dach bleibt leider. der dritte rekonstruierte trum befindet sich woanders.
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 16:20 - 05.09.2003

Tja, wär ja auch zu schön gewesen.....Wozu auch eine Sache VOLLSTÄNDIG wiederherstellen, nicht?
Booni
Mitglied

Beiträge: 190


 

Gesendet: 00:52 - 23.08.2004

Gibt's eigentlich neues in Sachen Langer Franz?

Frankfurt ist an sich 'ne schöne Stadt... das Problem ist nur die Scene z.B. im Bahnhofsviertel und dass die Stadt früher noch 100x schöner war.

Wenn die Altbauviertel wieder sicher und schön sind und anstelle des Technischen Rathaus vielleicht ein paar Altstadtgassen entstehen wäre das schon viel wert.

Außerdem ist Frankfurt momentan vorbildlich was Rekos betrifft.
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 01:08 - 23.08.2004

Zitat: "Außerdem ist Frankfurt momentan vorbildlich was Rekos betrifft."

Achja ? Dies sehe ich anders zumal die Rekonstruktion des Palais von Thun und Taxis in Frage gestellt wurde soweit ich das mitbekommen habe.

Ansonsten wird doch auch "nur" die Stadtbibliothek rekonstruiert. Berlin und Potsdam sind in Deutschland Vorbilder für Rekonstruktionen. Nun gut, auch Dresden aber garantiert nicht Frankfurt am Main außer du zählst mir einige Projekte auf. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du doch recht hättest aber davon würde ich etwas wissen, dem jedoch leider nicht so ist.
Booni
Mitglied

Beiträge: 190


 

Gesendet: 01:25 - 23.08.2004

Also das mit dem Palais Thurn und Taxis ist ja noch nicht ganz geklärt.. blöd dass das gefährdet ist, aber ich seh da noch nicht schwarz.

Mir fällt ansonsten noch die Reko der Römerberg-Ostzeile ein und die Renovierung der Alten Oper - leider innen nicht denkmalgerecht.

Klar, viel ist das nicht... aber in Frankfurt wird getan während man in Potsdam nur redet... Berlin ist noch vorbildlicher, okay - aber nach Kommandantatur ist jetzt auch erstmal Ruhe - leider.

In Frankfurt wird momentan über ein neues "weißes Mainprospekt" nachgedacht, was das genau heißt weiß ich aber nicht... scheinbar sollen an der Stadtbibliothek weitere weiße Gebäude in Anlehnung an die Vorkriegsbebauung entstehen.

Das Technische Rathaus und das Historische Museum am Römerberg sollen abgerissen werden so meine Informationen.

Leider haben die Frankfurter Stadträte von 1945 - ca. 1980 so ziemlich alles falsch gemacht was man falsch machen konnte.
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 04:01 - 23.08.2004

Zitat: "Leider haben die Frankfurter Stadträte von 1945 - ca. 1980 so ziemlich alles falsch gemacht was man falsch machen konnte."

- Nicht nur dort...

Du hast in der Tat recht, dass sich in Frankfurt am Main bezüglich Rekonstruktionen einiges tut aber eigentlich wird auch dort erstmal geredet, sprich, es geschieht nichts anderes als in Berlin oder anderswo obgleich man in Berlin wenigstens eigenständige klassische Gebäude ala Patzschke zu Wirklichkeit werden lässt. Diese Projekte entfallen zwar dem Begriff "Rekonstruktion" aber wenigstens werden diese im klassischem Stile errichtet.

Dankeschön für deine Antwort, lieber Booni .
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 15:11 - 23.08.2004

"aber in Frankfurt wird getan während man in Potsdam nur redet"

das stimmt definitv nicht. in potsdam wurde seit der wende bereits eine unmenge an kleineren und größeren objekten rekonstruiert. lediglich beim großprojekt alter markt, immerhin bestehend aus einem großen schloss, mehreren großen alten palais, einem hochhausabriss und einer komplett anderen verkehrsführung, geht es sehr langsam voran.
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 10:35 - 24.08.2004

Zum Thema Rekontruktionen in Ffm:

In der Nachkriegszeit wurde noch einige Altstadtgebäude vorbildlich wieder aufgebaut, von denen teilweise nicht mehr viel übriggeblieben war, z.B. das Steinerne Haus, das Leinwandhaus, der Saalhof, der Rententurm. Andere Gebäude wiederum wurden, wie der Römer bzw. der ganze Rathauskomplex oder die Paulskirche nur zum Teil orginalgetreu und zum Teil stark vereinfacht aufgebaut.

Und sehr viel stehengebliebenes wurde eben leider abgerissen, selbst in der Altstadt standen noch Fassaden, die man etwa in Nürnberg ohne mit der Wimper zu zucken gerettet hätte...

Die Alte Oper äußerlich orginal wiederherzustellen war keine große Kunst, denn sie war lediglich ausgebrannt, aber äußerlich vollkommen erhalten (daher auch die Bezeichnung Deutschlands schönste Ruine). Innen wurde da viel verhunzt, aber das Schauspielhaus hatte noch viel weniger Glück, da war's umgekehrt: Der Kern des Gebäudes wurde stehengelassen, aber die Fassade wurde komplett entfernt und alles mit Glas und Beton umbaut, so daß es zum Kotzen aussieht.

Nein, vorblidlich ist Ffm trotz Ostzeile, Stadtbibliothek und (hoffentliich) T&T-Palais noch lange nicht, aber seit den 80ern hat schon ein gewisses Umdenken eingesetzt.

PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 23:11 - 30.08.2004

Hallo Booni, du schreibst oft sehr gut Dinge, aber hier kann ich dir leider überhaupt nicht zustimmen. Ich würde vielmehr sagen, dass unser Schlossgeist hier recht hat. Ich bin ja echter Frankfurter und habe dort 20 Jahre gelebt, bis ich dann erst nach England bin und dann nach Berlin (wo ich aus mir völlig unbekannten Gründen immer noch festklebe). Da ich aber relativ oft in Ffm bin, habe ich schon so ein relativ gutes Feeling, was dort abgeht. (huch, was red ich hier plötzlich für dein Deutsch? "feeling, was dort abgeht"? ähem....)

Die Römer Ostzeile ist ein Witz, ein Tropfen auf dem heissten Stein. Ja klar ist sie klasse, aber sie ist ein potemkinsches Dort. Vorletztes Jahr bin ich dort, vor meiner Kneipentour so gegen 23:00 nachts mal dort in einer warmen Sommernacht herumgestromert. Ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich hätte fast angefangen zu heulen. Der rekonstruierte Römerberg macht mich fast noch aggressiver als die Brache, die ich noch als Kind kannte. Ganz einfach aus dem Grund, weil mir als Kind die Brache "normal" erschien; seit aber der Römerberg, dieser wunderschöne Platz, wieder da steht, wird erst klar, was verloren ist. Ich sah in dieser Nacht nur ein einziges Mal hinter die Fassaden, und musste daraufhin schnell den Platz verlassen, in Richtung hässliche Zeil, denn ein Blick hinter den Römerberg, nur wenige Meter, reicht aus, um zu Weinen. MEINE GÜTE was für hässliche Häuser kann man bauen - ausgerechnet an so einem Ort. Diese abgrundtief hässliche Zeil kam mir gerade recht, denn nur dort konnte ich vergessen.

Auch die Bibliothek ist nur ein einzelnes Gebäude; und bei der Oper sehe ich andersherum: Diese REko sehe ich als eine Selbstverständlichkeit an - ich hätte es vielmehr als Verbrechen angesehen (ähnlich Sophienkirche in Dresden), sie NICHT zu rekonstruieren.

Na, das wars dann auch schon: Römerberg, Oper, Schluss. Das Goethehaus wirkt grotesk in einer vollständig von 60er Jahre -Scheusslichkeiten bebauten Strasse, wie es dort einsam und verloren wenige Meter nebem einem Parkhaus und der Disco "Cooky's" (einem Drogenschuppen) steht. (ich muss gestehen ich war früher ständig im Cooky's, aber diese Nachbarschaft hat das Goethehaus nun wirklkch nicht verdient).

So entmutigend das klingen mag, aber: Ich sage, mit nur wenigen Änderungen könnte man aus Frankfurt eine fast "schöne" Stadt machen: Altstadt (wenigstens das kleine Viertel zwischen Dom und Römer) rekonstruieren, die Zeil niederreißen, und zu einem schönen Boulevard ausbauen. Mit diesen zwei Handgriffen, die rein flächenmäßig nur ein kleiner Teil der Innenstadt wären, wäre Frankfurt fast gerettet.

Im Moment allerdings ist Frankfurt weit davon entfernt, das Hauptproblem aber: Ich kenne die Frankfurter und deren Mentalität, die dortige Stimmung dort sehr gut. Reko ist dort kein Thema, es interessiert dort fast niemanden. Mit der Stimmung in Dresden bswp. überhaupt nicht zu vergleichen. Die Herzen der FRankfurter schlagen nicht wie der Dresdner für ihre Stadt - die Herzen der Frankfurter schlagen für Geld und Banksafes. Und deswegen bin ich dort auch bereits 1987 weg.

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