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 Forum Index —› Deutschland —› Berlin hatte zwei Stadtschlösser
 


Autor Mitteilung
mark!
registriert

Beiträge:


 

Gesendet: 16:59 - 21.04.2003

Wo ist denn der Standpunkt genau? Im Osten des Stadtschlosses???
Oliver
Senior-Mitglied

Beiträge: 491


 

Gesendet: 17:59 - 21.04.2003

Ja, das Schloss Monbijou sieht
wirklich sehr schön aus. Das ganze
hat irgendwie Ähnlichkeit mit Schloss
Sanssouci - jedenfalls der Park.
Direkt an der Spree - das muss echt
schön ausgesehen haben !
Aber ist es denn überhaupt möglich
das Schmuckstuck wiederaufzubauen.
Ist noch platz da ?
Denn die S-Bahn geht doch da entlang?

Ich wäre auf jedenfall für einen
Wiederaufbau ! Notfalls muss die
S-Bahn verlegt werden.
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 19:44 - 21.04.2003

mark, nein, direkt ggü. dem bode-museum auf der anderen seite der spree.
heute liegt dort der monbijou-park.
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 21:56 - 21.04.2003

@Oliver
Eigentlich dürfte die S-Bahn kein Problem sein. Schließlich existierten beide, im wahrsten Sinne des Wortes, nebeneinander, sowohl zeitlich als auch örtlich.
Kai_2
Senior-Mitglied

Beiträge: 288


 

Gesendet: 21:42 - 05.10.2003

Ich will das Thema mal wiederaufgreien mit einer Frage:
Gab es schon einmal Pläne für einen Aufbau des Schlosses? Und: ist der Innenraum des ganzen Schlosses auch so gut dokumentiert wie der des Stadtschlosses? Achja: und warum wurde es nicht wiederaufgebaut? (Blöde Frage, wir sind in Deutschland und das Schloss lag im Osten...)
Kai
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 22:31 - 05.10.2003

@oli
mach dir keene Sorjen, die S-Bahnstrecke verlief schon so, lange vor dem Krieg. Die S-Bahn rauschte also munter am Schloss vorbei, und kann das auch heute nach einer Reko noch tun, ohne verlegt werden zu müssen. Diese Strecke (Friedrichstrasse- Alex) verlief schon so seit den 20er Jahren.

@mark
geh mit dem Finger auf der Karte auf die Museumsinsel. Überquere dann
dann einfach einige Millimeter nördlich davon die S-Bahnstrecke (die von West nach Ost kreuzt). Gleich dahinter, also nördlich der S-Bahngleise, ist der Monbijoupark.

@alle
Also icke muss jestehn, peinlich,wa. Mensch nu wohn ick schon fuffsssehn Jahre in Berlin, wa. Trotzdem ha'ick ümmer noch nischt mit jekricht von det Schloss, wa.

Hm, ich bin sogar mal dort langgelaufen, wusste aber nicht dass dort mal ein Schloss stand. Dort saßen nachts nur ein paar Ost-Prolls rum bei billigem Wein und Bier. Mensch Berlinm, wat haste dir verändert. Also, die Gegend könnte NUR gewinnen durch dieses Schloss.
Dieses Schloss wird tatsächlich NULL thematisiert in der Berliner Öffentlichkeit. Also, wenn selbst ICH davon nix wusste....Bin natürlich sofort für den Wiederaufbau.
Zeitlose Schönheit
Stammgast

Beiträge: 54


 

Gesendet: 02:06 - 06.10.2003

Ich bin auch für den Wiederaufbau !! Mir gefällt dieses Schloß mitsamt seiner Anlage sogar besser als das derzeit in Planung steckende Stadtschloss doch ist auch dieses ein Traum. Beide sind wundervoll und müssen wieder aufgebaut werden. Das Stadtschloss sollte bis ungefähr 2010 stehen und das Mobijou Schloss denke ich sollte im Jahre 2022 mitten in seiner Rekonstruktion stecken.
Zeitlose Schönheit
Stammgast

Beiträge: 54


 

Gesendet: 04:09 - 06.10.2003

Habe mir auf dem Berliner Stadtplan soeben die Stelle des Monbijou Parks angesehen. Wenn das Schloß käme und man stattdessen den Park abreißt weiß ich nicht ob ich das gut finden würde. Vielleicht würde man auch nur das Schwimmbad und den Basketballplatz abreißen für dieses Schloß und der übrige Park bliebe doch von der Position her sollte dort ein Park bestehen bleiben da dieser seinem Umfeld sehr gut tut. Auch wäre eine Frage ob man dieses Schloß unter Umständen außerhalb Berlins oder am Stadtrand aufbauen könnte. Ich wäre dafür, wenn es nur so ginge wohl wissend, dass die Bedeutung des Schloßes nicht mehr die selbige wäre wie einst da sein ort ein anderer ist aber es wäre eine Attraktion für Berlin und man könnte ein Museum für Ausstellungen und Gallerien daraus machen. Ob man es dann jedoch unter dem Ausruf "Schloß Monbijou" bauen soll möchte ich in Frage stellen obgleich dann auch wiederum einige Modernisten fragen wieso man es dann überhaupt baut. Man könnte es doch nach dem Abbild dieses Bildes als eigenständiges Museum wieder aufbauen. Das Problem hierbei scheint mir die vorgefasste Meinung über den Wert und die Bedeutung dieses Schloßes welche ich auch nicht wegreden möchte. Doch dürften die Befürwortungsstimmen vielleicht etwas erhöht werden indem man sich sagt, dass es ein schönes Gebäude ist und man es nur als Wert befinden kann dieses wieder aufzubauen. Doch werden heute auch genug schöne Gebäude in deutschland geplant doch leider nur die häßlichen zumeist realisiert...*seufz*
Christopher
Novize

Beiträge: 31


 

Gesendet: 12:44 - 06.10.2003

Hallo an Alle!
Bin vor einiger Zeit auf diese Seite gestoßen und bin ganz begeistert.
Sie trifft total meine Ansicht von Architektur.
Außerdem sind viele Beiträge wirklich sehr interessant. Hoffe, in Zukunft auch etwas dazu beitragen zu können.

Zu diesem Beitrag:
Bin natürlich auch für einen Wiederaufbau des Schlosses Monbijou und der übrigen ursprünglichen Bebauung des heutigen Monbijou-Parks. Wie dem Domkandidatenstift, der Englischen Kirche und der Torhäuser.
Hier gibt es ein paar nette Infos zum Areal, auch wenn der vorgeschlagene Entwurf zum Domkandidatenstift eher lächerlich ist. Das übliche eben. Zum Glück wird er nicht verwirklicht!

http://www.a.tu-berlin.de/student/elmo/domkandidatenstift.htm

(Hab leider noch nicht herausgefunden wie man Links einfügt )

Nur bin ich auch der Meinung, daß zwei Schloß-Rekonstruktionen derzeit in Berlin nicht durchsetzbar sind. Übrigens gab es mal Pläne die Torhäuser wiederaufzubauen. Vorsicht!! Nicht zu früh freuen, natürlich nicht originalgetreu sonder schon "modern"!
Ob das Projekt noch aktuell ist weiß ich nicht!
Hier ein paar Infos dazu (unter "DAS KONZEPT"). Leider keine Bilder, konnte auch sonst keine auftreiben:

www.parkresidenz-monbijou.de

Freudige Nachricht zum Schluß (wollte nicht extra einen neuen Beitrag öffnen) :
"Die Welt" meldet heute, daß der Wiederaufbau des Frankfurter Stadtschlosses beschlossene Sache ist



Niederländer bauen in Frankfurt/Main das Stadtschloss wieder auf
"Zeil-Projekt" mit soll 800 Millionen Euro kosten - Nutzungs-Mix aus Büros, Handel, Wohnen und Gaststätten

Frankfurts nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissenes Stadtschloss

Frankfurt/Main - Während die Bundesregierung die mehr als zehn Jahre alten Pläne für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses (erneut) auf Eis legt, machen niederländische Investoren in Frankfurt/Main Nägel mit Köpfen: "Vor einer Woche haben wir den ersten Abbruchantrag für unser Zeil-Projekt gestellt, bis 2007 werden wir alle Teile des Vorhabens realisiert haben", kündigte Holger Hagge, Geschäftsführer von MAB Deutschland, Ableger der MAB-Gruppe Den Haag, am Wochenende in Frankfurt an. Hinter dem unverfänglichen Namen "Zeil-Projekt" verbirgt sich eines der aufsehenerregendsten Rekonstruktionsvorhaben der Mainmetropole: Die Holländer bauen das Frankfurter Stadtschloss wieder auf, von dem nur noch Stümpfe stehen.


Was unterscheidet Frankfurt von Berlin? Hagge beschreibt am weiß blitzenden, von innen illuminierten Modell mit dem Zeigefinger einen Kreis um den Gesamtkomplex: "Das da!" Außer dem Stadtschloss mit 9000 qm Bruttogeschossfläche umfasst das Bauvorhaben zwei Hochhäuser (40 000 und 17 000 qm) und eine "Mall" (47 000 qm). Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 800 Mio. Euro strebt das Unternehmen im Joint Venture mit Bouwfonds Property Finance eine Nutzung von 40 000 qm Büros, 20 000 qm Gaststätten sowie 17 000 qm Hotelnutzung und Wohnungen mitten im Frankfurter Stadtzentrum an. Unterirdisch sollen 1400 Parkplätze entstehen. Der inzwischen vorliegende "optimierte" Entwurf des Frankfurter Architektenbüros KSP Engel und Zimmermann, Sieger im städtebaulichen Wettbewerb von 2002, sieht eine abgestufte Gliederung der 120 und 93 Meter hohen Hochhaustürme vor. In der anspruchsvollen Gestaltung sehen die Investoren laut Hagge ein wirkungsvolles Vermarktungspotential, das dem Projekt trotz der Flaute auf dem Frankfurter Büromarkt ein Alleinstellungsmerkmal sichere.


Den städtebaulichen Clou bildet das "Stadtschloss". Erbaut vom Hofbaumeister Ludwigs XV., dem französischen Barockarchitekten Robert de Cotte, hatte es der Reichspostmeisterfamilie v.Thurn und Taxis für wenige Jahre als deutsche Residenz gedient, ehe es der Freien Reichsstadt Frankfurt in die Hände fiel und als Nobelherberge für durchreisende Staatsgäste genutzt wurde. Im 19. Jahrhundert diente es 52 Jahre lang der Deutschen Bundesversammlung als Tagungsort. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der (wenig) beschädigte Bau vom sozialdemokratisch dominierten Magistrat abgerissen.


Für den Wiederaufbau des jetzt bescheiden "Palais von Thurn und Taxis" betitelten Schlosses hat sich der holländische Investor der Rückendeckung aller Stadtratsfraktionen versichert. Am Familiensitz derer v.Thurn und Taxis in Regensburg gelang ihm die Ausgrabung von Originalplänen und sogar eines Architekturmodells von 1756. Die Funde erlauben es laut Hagge, den Bau einschließlich der repräsentativen rückwärtigen Rotunde detailgetreu in seinen äußeren Formen nachzubilden "und der Stadt Frankfurt damit einen Identifikationspunkt zurückzugeben". Dabei sollen sowohl die städtische wie die Landesdenkmalpflege eingebunden werden. Die Nutzungspläne sehen Handelseinrichtungen für den Zieleinkauf, Gaststätten, Konferenz- und Versammlungsräume sowie Büros und/oder Wohnungen vor. Im Untergeschoß ist ein repräsentativer Veranstaltungssaal mit 1800 qm Nutzfläche vorgesehen. dg.




Artikel erschienen am 6. Okt 2003
[i][/i]
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 12:53 - 06.10.2003

christopher,
herzlich willkommen im forum!
freue mich schon auf viele schöne beiträge!

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