Architectura Pro Homine - Forum für Klassische und Traditionelle Baukunst - www.aph-forum.de.vu

    

 · Home · Impressum & Datenschutz · Suche

Seiten mit Postings: 1 2 3 4 5 6 7 8

zum Seitenende

 Forum Index —› Deutschland —› Kathedralen der Neuzeit: Bahnhöfe
 


Autor Mitteilung
Oliver
Senior-Mitglied

Beiträge: 491


Gesendet: 13:53 - 05.04.2003

Vor Hundert Jahren wurden in ganz
Deutschland riesige Bahnhöfe gebaut.
Nicht wenige haben die Dimensionen
und das Aussehen von Schlössern
oder Kathedralen.
Hier eine Auswahl:

Hbf Hamburg:
[Link zum eingefügten Bild]

Hbf Leipzig:
[Link zum eingefügten Bild]

Hbf Frankfurt:
[Link zum eingefügten Bild]

Hbf Nürnberg:
[Link zum eingefügten Bild]

Hbf Hannover:
[Link zum eingefügten Bild]

Hbf Dresden:
[Link zum eingefügten Bild]


Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 20:47 - 05.04.2003

Der von Frankfurt ist schön! Nürnberg auch...Hat irgendwie was vom Louvre.
Der in Leipzig sieht eher aus wie ein Kaufhaus.
Anonymous


 

Gesendet: 16:01 - 06.04.2003

Der Frankfurter Hauptbahnhof


Die hessische Metropole Frankfurt am Main ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Europa. Das ist zum einen natürlich durch den Rhein-Main-Flughafen begründet, dem am zweithäufigsten angeflogenen Airport der Welt. Zum anderen trägt dazu aber auch der Frankfurter Hauptbahnhof bei.



Die Zahlen sprechen für sich: täglich werden weit über 1.000 Zugfahrten im Fernbahnhof Frankfurt am Main sowie 700 S-Bahn-Fahrten im Tiefbahnhof gezählt, bis zu 350.000 Menschen halten sich täglich als Reisende oder Besucher dort auf. Dieser „Menschen-Strom“ wird von 1.000 Mitarbeitern der Deutschen Bahn „organisiert“ und auf 25 Gleisen und fünf Bahnsteighallen abgefertigt.
Und das mehr als erfolgreich. Nicht zuletzt auf die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bahnhofsbetrieb und im DB-Konzern ist es zurückzuführen, dass der Frankfurter Hauptbahnhof als einziger Bahnhof einer europäischen Metropole in dem aktuellen ADAC-Bahnhofstest die Note „sehr gut“ erhielt. Beste Noten bekam der Frankfurter Bahnhof unter anderem für Sicherheit, Service und Informationen, gute Noten gab es am Main für Komfort, Sauberkeit und faire Preise.

Der Hauptbahnhof Frankfurt am Main ist seit mehr als 100 Jahren – die Eröffnung des Bahnhofs datiert auf das Jahr 1888 – eine wichtige Drehscheibe im bundesweiten Zugverkehr und gilt von Größe und Kapazität zu den bedeutendsten Bahnhöfen Europas. Dies macht sich auch an den wirtschaftlichen Zahlen fest. Der Bahnhof erzielt bei rund 5,8 Millionen verkauften Fahrkarten einen Jahresumsatz von 118 Millionen Euro. 85 Gastronomie- und Handelsunternehmen haben ihren Platz im Bereich des Bahnhofs.

In seiner Geburtsstunde trug der Frankfurter Hauptbahnhof zwar den Namen „Zentralbahnhof“, lag aber nicht unbedingt im Zentrum der hessischen Stadt. Der am 18. August 1888 mit drei Bahnsteigen und 18 Gleisen offiziell eingeweihte Bahnhof lag vielmehr 600 Meter vor der Stadt. Dies änderte sich aber schnell, bis 1900 schloss sich die Lücke. Ein Nachtzug aus Hamburg fuhr als erster Zug in die neuen Halle ein.

Schmuckstück des Hauptbahnhofs Frankfurt am Main ist das früher 210 Meter, nach einer Erweiterung des Bahnhofs im Jahre 1924 270 Meter breite Empfangsgebäude aus gelbem Pfälzer und Heilbronner Sandstein, symmetrisch angelegt, im Mittelpunkt die 23 Meter hohe Eingangshalle. Gekrönt wird sie von einer in Kupfer getriebenen 6,3 Meter hohen und 600 Kilogramm schweren Figurengruppe, die den Atlas mit der Erdkugel und den begleitenden Symbolfiguren "Dampf" und "Elektrizität" darstellt.
Oliver
Senior-Mitglied

Beiträge: 491


 

Gesendet: 23:23 - 06.04.2003

Ist der Frankfurter Hbf doch im
Internet !
...wie lange habe ich gesucht und
nichts gefunden...

Schade eigentlich, dass der Lehrter
Bahnhof in Berlin nicht originalgetreu
wiederaufgebaut wird.
...so schön war er mal...
[Link zum eingefügten Bild]
[Link zum eingefügten Bild]

...und wird er bald aussehen...
[Link zum eingefügten Bild]
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 16:37 - 07.04.2003

Echt schön.....hat auch etwas von einem Schloss...Aber Berlin ist ja eine "moderne Hauptstadt" . Ich verstehe nicht, wieso man den kleinen Rest, den S-Bahnhof, vor einem Jahr oder so abreißen musste!? Das hätte man doch als.....ich nenne es Mal "Gedenkstätte" für den alten Bahnhof nutzen können, ähnlich der Ruine des Anhalter Bahnhofs. Oder das Kunstmuseum im Hamburger Bahnhof, gleich gegenüber. Naja.......
Kann es sein, dass das moderne Aussehen dennoch an das alte angelehnt ist? Das gebogene Dach und die beiden Glastürmen daneben ähneln in gewisser Hinsicht dem damaligen Eingangsgebäude, oder irre ich mich?!
Prokovjev
Stammgast

Beiträge: 73


 

Gesendet: 17:04 - 07.04.2003

will nur mal kurz anmerken, dass der Anhalter Bahnhof im besitz der reichsbahn war....also ddr-eigenes eigentum.
bizarrerweise hat man den dann in der nachkriegszeit gesprengt...ohne die neu entstandene brache anderweitig zu nutzen....und noch bizarrer: man lies nun diesen kleinen teil des eingangs stehen!
na ja...so gesehen wiederum besser als gar nix.
Ich trauere um die kopfbahnhöfe berlins, die so wenig beschädigt waren...nun wird sich alles an einem ort druecken & draengeln
das moderne aussehen des neuen lehrter bahnhofs hat nichts mit seinem vorgängerbau zu tun...dafür gibt es hier zu wenig erinnerungsbewusstsein! und abgesehen davon lagen in einer früheren version die glasblöcke auf dem hallendach --->statische probleme...niemand wollte dies als sicher unterschreiben

grüsse aus berlin
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 17:42 - 07.04.2003

Na dann eben nicht. War nur sone Idee, weil eben die beiden Glastürme und das Dach genauso zusammenhängen, wie diese beiden Pfeiler und das Glastor dazwischen. Ich mein ja auch nur bez. der Form und der Beziehung zueinander.
Entschuldige meine Unwissenheit, aber: Wieso war der Anahlter DDR-Eigentum? Der steht doch in Kreuzberg, also im Westen.
Ja, das mit den Kopfbahnhöfen ist echt zum heulen
. Das war ja schließlich eine Besonderheit Berlins, nicht wahr!?
Prokovjev
Stammgast

Beiträge: 73


 

Gesendet: 19:33 - 07.04.2003

im folgenden was das bundesministerium fuer bau & verkehr dazu schreibt:

"Die sich weiter verschärfende Konfrontation zwischen den Machtblöcken führte zu einer systematischen Abnabelung des Ostsektors von den drei Westsektoren der Stadt. Obwohl der Deutschen Reichsbahn nach wie vor in allen vier Sektoren die Betriebsführung oblag, musste sie sich ausschließlich den Interessen der Sowjetischen Militäradministration und der DDR-Regierung unterordnen und so zu ihrer eigenen Zerstückelung beitragen.

...., dass die überwiegend im Westteil Berlins befindlichen alten Kopfbahnhöfe schnell geschlossen werden konnten: 1951 der Görlitzer und der Lehrter Bahnhof, 1952 der Anhalter und der Stettiner Bahnhof."

aus

http://www.bmvbw.de/Knoten-Berlin-.705.htm

interessanter abriss über berlins eisenbahngeschichte

1 schoenen abend noch..
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 15:57 - 08.04.2003

das mit dem anhalter bahnhof ist eine echte schande. er war einst der schönste bahnhof berlins, mit einem eigenen prunk-wartesaal für den kaiser.

noch ist der platz dahinter unbebaut, man könnte also den kopf ohne die halle rekonstruieren.
das würde aber sehr teuer werden - und wie nutzen?

dennoch: ich wäre natürlich dafür!


hier mal ein paar bilder der perle:

[Link zum eingefügten Bild]

[Link zum eingefügten Bild]

[Link zum eingefügten Bild]

und heute:

[Link zum eingefügten Bild]


also, wer ist für den wiederaufbau?
Oliver
Senior-Mitglied

Beiträge: 491


 

Gesendet: 17:19 - 08.04.2003

Man, war das ein Bahnhof !
Schon wahnsinn, was früher eine Menge
Geld für schöne Bauwerke ausgegeben
wurde.Alles damit die Stadt schön
aussieht. Ausserdem wurde vielmehr auf
das "GESAMTKONZEPT Stadt"
geachtet. Genau das, was heute fehlt.

Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 20:00 - 08.04.2003

Das was ich mir in den rekonstruierten Bahnhof am ehesten vorstellen könnte wäre (mal wieder) ein Einkaufzentrum. Aber diese Gegend ist auch nicht mehr das, was sie auf dem zweiten Bild war. Also nicht gerade eine Bummel-Gegend mit Gründerzeitbauten, sondern ein leerer, lärmiger Platz, umstellt von Sozial-/Platten-Bauten. Außerdem ist eine S-Bahn-Station weiter der Potsdamer Platz, wo es ja schon ein Einkaufzentrum gibt.......Fazit: Das Einkaufzentrum wäre wohl nicht besonders erfolgreich . Sonst habe ich spontan keine Idee.

Seiten mit Postings: 1 2 3 4 5 6 7 8

- Kathedralen der Neuzeit: Bahnhöfe -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Deutschland —› Kathedralen der Neuzeit: Bahnhöfe
 


naanoo logo
Version 3.1 | Load: 0.002196 | S: 1_2