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Autor Mitteilung
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 13:14 - 04.08.2004

Hallo Dirk,

wo hast du denn das von der Frau Abelmann her? Das ist ja

genial.
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 13:20 - 04.08.2004

Du, Benny, sach mal, du hast doch gesacht die Abelmann spricht dir aus der Seele. Also, mir ooch, na klar. Du, wollen wir uns nicht mit der irgendwie zusammen tun? Die scheint doch "eine von uns" zu sein! Ausserdem haste ja jesacht, die Berliner sollten sich maa untereinander treffen oder so. (Wegen Schippy, auffer Museumsinsel) . Det find ick jut, det solltenwa machen.
Wat hälste davon ?

Gruß,
Pedder
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 18:04 - 04.08.2004

Ja, klärchen! Ick hab überanächste Woche Ferien (endlich!!!)! Denn bin ick mehr oda wenjer flexibel, wa...

Dirk1975
Moderator

Beiträge: 435


 

Gesendet: 14:10 - 05.08.2004
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 15:01 - 05.08.2004

Peter, du irrst dich aber gewaltig, wenn du glaubst, dass die moderne Propagandamschinerie in Österreich nicht um einiges stärker wäre als in Deutschland. Adolf Loos kam aus Österreich und ich habe mir in Österreich schon vieles angesehen. Diese Neubauten in Österreich sind um 10 mal schlechter als jene, die in Deutschland hochgezogen werden. Glaube mir, da bleibst du lieber in Deutschland, denn von Rekonstruktion will dort sowieso keiner etwas wissen und Italien baut im typischen Bauhausstil, dass man als südländisch ausgegeben hat. Schweiz ist mit Österreich vergleichbar. Das einzig gute wäre demnach Frankreich, welches auf deiner Auswahl zu finden war. In Österreich bedenke man nur, gibt es nur den Denkmalschutz aber es finden in der Öffentlichkeit nie Architekturdebatten statt und unter jedem modernen sterilen Haus steht, dass es ein gelungener Bau sei. Nach 1 Monat würdest du wieder wegziehen. Da bleibst du garantiert lieber in Deutschland wo es Gruppen gibt, die zur Revolte blasen, die in Österreich nicht vorhanden sind. Das Land hat sehr wneige Einwohner. Die wneigsten interessieren sich für Architektur. Das Land wird von Modernisten bestimmt. Nein nein, keine Chance, dass es in Österreich zu einem Aufstand gegen Stadtzerstörung kommt, die aber bereits in PLanung ist.
mark!
Stammgast

Beiträge: 65


 

Gesendet: 15:59 - 05.08.2004

naja, der oesterreicher ist privat noch mehr als der deutsche eher der moderne abgeneigt, und in wien zB achtet man schon mehr auf angepassten baustil, wobei in letzter zeit die modernisten merklich zur attacke blasen

italien und bauhaus, wo hate denn das festgestellt.
ich bin so oft in italien nterwegs und immer wieder super gluecklich ueber die teilweise voellige abwesenheit 4eckiger depribauten a la D.
frankreich achtet sehr auf seine schoenen stadte, aber eigentlich fast weniger als italien...

vG, mark
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 17:29 - 05.08.2004

@Weisser Wolf

Ich kann dir da überhaupt nicht zustimmen. Du übersiehst, dass in Österreich sehr viel weniger zerstört wurde als in Deutschland. DAss die Modernisten auch dort zerstören wo sie nur können, das weiss ich doch. Aber man kann doch weder von Wien noch von Graz oder Schweizer Städten behaupten, dass dortin den historischen Stadtkernen die moderne überwöge? Pardon, aber das ist doch unfug. Schweizer Städte wurden gar nicht zerstört, österreichische wenig. Und was Mark sagt, ist auch richtig: österreicher sind doch ziemlich konservativ, man kann wohl kaum bewhaupten dsas die "Moderne" hier auf großen Anklang stößt. Wien ist auf jeden Fall sehr viel weniger verhunzt von Modernisten als Deutsche Städte gleicher Größe. Fazit: Die Ausgangssituation an vorhandener, intakter Bausubstanz ist doch, trotz Mängel, eine ganz andere als in Deutschland.

Übrigens: Dass es in österreich keine öffentlichen Debatten über Architektur gibt, ist klar. Aber wie kommst du darauf, dass hier in Deutschland anders wäre? Gebaut wird nicht, was die Leute sich wünschen und was sie in demokratischen Abstimmungen entscheiden. Gebaut wird, was die Diktatur der Moderne anordnet - über die Köpfe der Menschen hinweg. Deswegen bezeichne ich die "Moderne" inzwischen auch als "faschistisch".

Bisher war ich mit diesem Wort immer sehr vorsichtig. Angesichts der Realität hab ich mich entschieden, diesen Begriff hier anzuwenden:

Die "Moderne", die sich gerne den Ruf des "liberalen, freien, demokratischen" gibt, und dies mit möglichst viel Glasfassaden zu unterstreichen versucht, ist in
Wahrheit ein verknöchertes, veraltetes Machtsystem; zudem ein zutiefst menschenverachtendes Machtsystem. Von Demokratie keine Spur, das Gegenteil ist der Fall, und das können auch noch so viele Glasfassaden nicht kaschieren: Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass wir in einer Art kultureller Diktatur leben. Machtfaktoren sind hier allerdings keine politischen, sondern: einmal die Macht des Kapitals, und zum anderen moralischer Druck. Beide sind sehr wirksam, und besonders der zweite wird m.E. vollständig unterschätzt. Mit geschicktem moralischem Druck kann man einem Volk die Sprache stehlen (so geschehen im Elsass), man kann Leute zum Schweigen bringen, man kann sie sogar bis in den Selbstmord treiben dadurch (nach Firmenpleiten in Japan nehmen sich Verantwortliche häufig das Leben). Kurz: man kann Menschen damit phantastisch kontrollieren. Moralischer Druck, oder "Arbeiten mit Schuldgefühlen", wie Psychologen es nenne, ist ein Machtinstrument erster Güte.

Wer jetzt sagt: "Das gehört doch nicht hierher", dem entgegne ich:

Das tut es leider doch. Denn es ist genau dieser Mechanismus, der die "einfachen" Leute, aber auch rebellische Architekten zum Schweigen bringt. Die Rekonstruktionsforderer in Dresden sind wirklich eine große Ausnahme, und ihr habt keine Ahnung welchen Anfeindungen die ausgesetzt sind. Ich bewundere die GHND; der Vorstand bekommt regelmäßig Drohanrufe und Drohbriefe. Genau wie die Patzschkes. Ihr Verbrechen: Wunderschöne Bauwerke mit Säulen, Gesims und Ornamente zu bauen, in traditioneller Bauweise, weil die Menschen immer mehr auf eine Rückkehr zur schönen anstatt zur hässlichen Stadt drängen.
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 18:03 - 05.08.2004

Peter. Mir geht es schon auch um Veränderung. Ich will nicht, dass die Städte gleich bleiben. Dies bedeutet nicht, dass sie verhunzt werden sollen aber ich habe auf jeden Fall damit recht was ich gesagt habe. Ich meine etwas anderes als du es verstanden hast. Und die österreichische Jugend tendiert mehr zu modernen Gebäuden als es früher gewesen ist. Es wird daran gearbeitet, dass Österreich sich öffnet für die modernen Kisten und es gibt in diesem Land keine Gegenwehr. Die gibt es nicht. In Stadtkernen, ja dort aber die Städte in Österreich sind bis auf Wien so klein, dass ein Stadtkern einem Dorf gleich kommt. Ich bin für Entwicklung. Ich will nicht nur einen tollen Stadtkern sondern auch drum herum ein urbanes Stadtgeflecht. Stadtkerne alleine sind zu wenig. Das ist langweilig, weil sich dnan nie etwas verändert. Zum Beispiel könnte man ein klassizistisches Haus abreißen, dafür baut man ein gothisches. Das kann in Österreich nicht stattfinden, weil es absolut keine Tendenz gibt auch jemals nur wieder historisch zu bauen. Wenn Städte Jahrhunderte gleich aussehen ist mir das zu wenig und zu langweilig. Und wenn sie sich verändern, fordere ich klassische Gebäude. Ich mag´s auch modern ala Stahl und Glas wie dne Potsdamer Platz. Im Vergleich zu früher kann man ihn nicht sehen. Es war ein ganz anderer Platz. Ich mag diese vielen Farben, dieses Licht, dieses kühle und bunte, dieses spacige aber das muss an gewählten Orten entstehen, wo man es zulassen kann. Wäre dafür der alte Pots abgerissen worden, wäre ich auch dagegen gewesen. In Deutschland redet man viel mehr über Architektur und das ist wichtig. Irgendwan wird der Druck automatisch so stark, dass die Modenristen verlieren. Aber was willst du ? Ich will aus Deutschland kein Österreich machen. Das wäre zu statisch. Das reizt doch niemanden, wenn alles immer gleich bleibt. Und wenn sich in Österreich etwas verändert, dann nur zum negativen. Dass immer nur häßliche Gebäude entstehen. Und in Deutschland baut man derzeit auch klassisch. Von diesem Punkt gehe ich aus. Egal wie die Städte bis zu diesem Punkt durch egal welche Umstände aussehen. Vom jetzigen Punkt weg geht Deutschland in eine bessere Richtung als Österreich. Irgendwann wird der Österreicher so weit manipuliert sein, dass er dme Bauhaus entgültig verfallen ist. In 30 Jahren ist es soweit. Jede Wette. In 30 Jahren werden die Deutschen auf dem Weg sein eine neue Baukultur der Klassik wieder aufleben lassen zu können, weil man endlich wieder über Architektur spricht. Wien, so schön es auch ist, gefällt mir nicht halbwegs so gut wie Berlin, trotz seiner Platten und trotz manchen modernen Ecken, wiel manches Moderne eben doch auch sehr interessant und spannend wirkt und das setzt Berlin vor Wien. Wenn Berlin noch 40% mehr klassische Häuser bauen würde und die Gesamtqualität des Bauens insgesamt zunimmt, ist Wien doch dagegen total langweilig und uneffektiv. Ich mag es eben nicht, wenn man zu konservativ und statisch immer nur guckt, dass man beibehält was man hat. Ich will es vermehren, was da ist. Nicht beibehalten. Wachsen ! Verändern. Zum besseren. Und deshalb ist Deutschland im Vorteil. In Graz hatte man wegen des neuen Kunsthauses auch in den Zeitungen Propaganda gemacht und geschrieben, dass Leute mit hohem Bildungsquotienten Glas und Stahl mögen und weil die Leute wussten, wenn sie modernes ablehnen, gelten sie als dumm, glaubten sie, dass modernes besser sei und somit waren von 70% die anfangs gegen den abriss eines altbaus waren am ende nur noch 15% dagegen einen altbau abzureißen. so viel zu deinen österreichern. in deutschland, in berlin will ma stadtviertel nach der gewachsenen stadt auferstehen lassen. anstatt das in österreich mal zu planen baut man stadtschneisen um die kernstadt und was du außerhalb dessen erlebst ist betontristesse pur und immer mehr menschen ziehen in österreich aus den altstadtkernen, die sich nie ausdehnen und somit verändern, niemals vergräßern, nein, sie schrumpfne und eines tages wird man sie abreißen und dann gibt es keinen, der auf den gedanken kommt, klassisch zu bauen wie es in deutschland der fall ist. keiner macht dne mund auf. feige und still duldend nimmt es hin. man ist schüchterner als die duetschen und das man bescheiden und schwiegsam sein soll wird dem österreicher mit den medien in die wiege gelegt. so sind die medien nämlich ausgerichtet. und diese konservative haltung kann letztlich unendlich mal mehr schaden als etwas offener zu werden.

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