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 Forum Index —› Deutschland —› Wuppertal: Fritzsche-Haus nach 33 Jahren wieder freigelegt
 


Autor Mitteilung
Dirk1975
Moderator

Beiträge: 435


Gesendet: 03:01 - 17.08.2004

Fritzsche-Haus in neuem Glanz


Freigelegte historische Gebäudefassade ist endlich wieder zu bewundern.

Rund zehn Monate wurde hinter der 22 Meter hohen Abdeckplane am Wall 32 konzentriert gearbeitet: Techniker, Handwerker und Steinmetze restaurierten die historische Sandsteinfassade aus der Kaiserzeit; versetzten dabei Gesimse, Pilaster, Balkone, Kapitelteile und Eckbalustraden weitgehend in den Originalzustand. Seit dem Wochenende prägt das über 33 Jahre hinter Aluminiumpanelen versteckte Fritzsche-Haus wieder den südlichen Teil der Elberfelder Innenstadt.
Eigentümer Peter Voss hat das 1901 fertiggestellte, ehemalige Textilkaufhaus aufwändig saniert; die umfangreichen Außenarbeiten sind jetzt abgeschlossen. Für Peter Voss ist die restaurierte Gebäudefassade mit ihren Jugendstilelementen und großflächigen Fenstern ein Spiegelbild deutscher Architektur im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. "Die historische Stahlbetonkonstruktion entspricht auch heute noch höchsten Standards und ist für die damalige Zeit eine herausragende bautechnische Leistung."

Im Herbst wird das verkehrsgünstig gelegene Objekt offiziell als Ärzte-Zentrum eröffnet. Dann werden Mediziner unterschiedlichster Fachrichtungen ihre Dienste auf vier Etagen anbieten. Die 3360 Quadratmeter umfassende Gesamtfläche ist bis auf wenige Ausnahme bereits vermietet.

Im Inneren des so genannten Fritzsche-Hauses wird nach wie vor gearbeitet Elektriker verlegen Leitungen, Maurer bauen Stellwände auf. Im Treppenhaus mit seinem historischen Bronzegeländer samt Stuckdecken, Ornamenten und Lampen kümmern sich Steinmetze um die originalgetreue Wiederherstellung der Marmorplatten.

Die restaurierten, mit Jugendstilmotiven versehenen und in Messingrahmen gefassten 360 Glasfenster wurden mittlerweile eingesetzt

Quelle: Westdeutsche Zeitung, 26.07.2004

[Link zum eingefügten Bild]

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Die Fassade war seit den 60er Jahren hinter Aluprofilen versteckt. Für eine neue Nutzung wurde sie jetzt wieder freigelegt.


Bildquelle: http://www.fotocommunity.de/

Harmonica
Mitglied

Beiträge: 117


 

Gesendet: 08:44 - 17.08.2004

Sehr schön - allerdings sieht mir das Dach zu schlicht aus. Das Haus hatte doch bestimmt zu seiner Erbauung ein Türmchen?!

Auf dem ersten Bild ganz links ist auch noch ein Stahl-Aluminiumungetüm zu erkennen. Das müsste man auch gleich einer Modernisierung, sprich Entaluminisierung unterziehen.
Sonicted
Stammgast

Beiträge: 68


 

Gesendet: 10:41 - 17.08.2004

Die Fassade war seit den 60er Jahren hinter Aluprofilen versteckt.

Die 60er Jahre waren schon die Jahre der schlimmsten Geschmacksverirrungen...
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 11:36 - 17.08.2004

schönes gebäude.
das unpassende oben drauf wird wohl mal wieder eine "denkmalschutzgerechte" ergänzung sein.
hinter aluminium: mann, mann, was denen nicht alles einfiel, um die städte zu ruinieren: abriss, entstuckung, kuppeln und dächer entfernen, fürchterliche anbauten, belassung im zerstörten zustand,... und jetzt noch die variante "verkleidung mit alu" - was soll man über diese zeit noch sagen?
Hans-Dominik Schwabl
Mitglied

Beiträge: 120


 

Gesendet: 16:36 - 17.08.2004

Die Alu-Variante hat wenigstens den Vorteil, dass man das Alte wieder herausholen kann ...
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 18:29 - 17.08.2004

@ Hans-Dominik Schwabl

Dafür ist es zugleich ein Nachteil, wenn dies niemand macht...
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 18:56 - 17.08.2004

@WW

Offensichtlich gibt es doch den einen oder anderen...Ich warten nur auf den Tag, wenn man zwei Häuser am Ku'damm von ihren Blechplatten befreit, und ihre alte Schönheit wiederherstellt...


Naja, und sonst...Das Haus ist natürlich wunderschön. Schade nur um's Dach...Und dann scheint die oberste Etage auf dem zweiten Bild noch zu fehlen...
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 14:54 - 18.08.2004

ben,
welche meinst du denn?
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 17:01 - 18.08.2004

Ähhm...zw. Adenauer und Olivaer Platz ist eins und...zw. Bleibtreu- und Knesebeckstr., beide auf der Südseite. Beide sind mit solchen Blechplatten verkleidet. Allerdings weiß ich nicht, wieviel von Stuck noch dahinter erhalten ist...Wenn ich da bin, mache ich Fotos!
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 09:53 - 19.08.2004

DAS war alles unter Alu versteckt?? Kaum zu glauben - wer weiß, was für architektonische Schätze noch so hinter den ekelhaften 60er-Fassaden steckt. In Frankfurt gibt's auch ein Beispiel. Das Kaufhaus Ammerschläger. Jahrelang dachte ich, das sei ein typischer Würg-60er-Bau, bis das Kaufhaus Pleite war und vom neuen Eigentümer umgebaut wurde, und dann stellte sich heraus, daß unter dem Alu eine alte Vorkriegs-Fassade aus Sandstein mit Halbsäulen steckt. Allerdings hat der neue Eigentümer die jetzt hinter Glas gesteckt - auch so eine Mode-Masche wie bei der Deutschen Bank in Berlin-Mitte....
Dirk1975
Moderator

Beiträge: 435


 

Gesendet: 10:23 - 19.08.2004

Es gibt wohl in jeder Stadt solche Umgestaltungen von Altbauten mit Denkmalwert, die dadurch ihren markanten Charakter einbüßten. Heutzutage ist daran das größte Risiko, daß solche entwerteten Gebäude nicht die öffentliche Aufmerksmkeit und Wertschätzung erhalten die ihnen in einem wiederhergestellten Originalzustand zuteil werden würde, was im Zweifelsfall eine Abrissentscheidung, bei der man wenig Widerstand fürchten muß, leicht macht. Zuletzt wurde z.B. in Berlin bei dem Altbau in der Joachimstaler Straße genau so vorgegangen. Ein weiteres Beispiel wäre auch der Abriss des ehemaligen Städtebau(!)ministeriums in Düsseldorf.

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