Architectura Pro Homine - Forum für Klassische und Traditionelle Baukunst - www.aph-forum.de.vu

    

 · Home · Impressum & Datenschutz · Suche

Seiten mit Postings: 1 2 3 4

zum Seitenende

 Forum Index —› Architektur allgemein —› Grundsätzliches zum Kirchenbau
 


Autor Mitteilung
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


Gesendet: 16:49 - 15.06.2004

Liebe Mitdiskutanten!
Angeregt durch das Moscheen Thema,will
ich hier einen neuen Themenstrang zum über Kirchenbau einzurichten
Es ist ein Jammer,wenn man diese "Sankt Salamander"Schuhkarton Kirchen sieht!
Ich fand einen interessanten Beitrag
den Ich hier posten möchte,um eventuell nicht nur Laien,
sondern auch Kirchen bauwillige
zu inspirieren!


Erläuterungen zu den Abbildungen
Unsere Hinweise zur Geschichte des Gottesdienstes in Ost und West entbehren ohne Ergänzung durch entsprechende Abbildungen der letzten Klarheit. Bei aller gebotenen zahlenmäßigen Beschränkung machen die in den Text eingefügten Bilder in ihrer Gesamtheit deutlich, wie groß bis zum morgenländischen Schisma von 1054 und noch lange danach die Gemeinsamkeiten nicht nur im Bereich der Verkündigung und des Gottesdienstes, sondern auch im Kirchenbau und in der liturgischen Kunst waren.

Was die Sakralbauten betrifft, so sind die schlichten Kleinkirchen (Dorfkirchen und Kapellen) von den meist prächtig ausgestatteten Stadtkirchen und Kathedralen zu unterscheiden. Die Anlage der Kleinkirchen war während des 1. Jahrtausends in der ganzen Ökumene im wesentlichen gleich. Noch heute finden wir im byzantinischen Raum, also in Griechenland, Bulgarien, Serbien, Rumänien und Rußland, bei den hier zahlreichen Kapellen den einfachen Saalbau mit rechteckigem Grundriß, wie er aus der frühchristlichen Hauskirche (domus ecclesiæ) herausgewachsen ist78.

Dem schlichten Saal wurde in seinem östlichen Teil schon bald entweder ein quadratischer Chorraum (so vor allem im Westen) oder ein solcher mit einer Apsis angefügt. Auch Bauten mit drei Apsiden sind in der Gesamtkirche anzutreffen79.

Nachweisbar seit dem 4. Jahrhundert, wahrscheinlich aber schon früher, wurde der Altarbezirk durch Chorschranken (cancelli) vom Gläubigenraum getrennt. Cancelli begegnen uns im 1. Jahrtausend in Ost und West in gleicher Weise; sie bestehen manchmal nur aus kunstvoll verzierten Steinplatten [Link zum eingefügten Bild]
, meist finden wir jedoch zusätzlich eine Pergula, die auf schlanken Säulen ruht [Link zum eingefügten Bild]. In kleineren Kirchen diente als Pergula vielfach ein einfacher Holzbalken, der links und rechts in die Seitenwände eingelassen war80.

Zwischen den Säulen der Chorschranken bzw. am Holzbalken waren Vorhänge angebracht. In die Zwischenräume stellte man später Bilder (Ikonen), was zur Ausbildung der Ikonostase (Bilderwand) führte [Link zum eingefügten Bild]. In Rußland wurden die Cancelli zu einer fast bis zur Decke reichenden Holzwand umgestaltet, die in mehreren Reihen nach ganz bestimmten Ordnungen Ikonen aufweist. Das Zentrum bildet Christus, auf dem Thron als Weltenrichter sitzend, links und rechts von ihm als Fürbitter der Menschheit die Gottesmutter und der Vorläufer, die sogenannte Deïsis81.

Die Großbauten waren ihrer Anlage nach von den öffentlichen Gebäuden (Basiliken) der Spätantike abhängig. Die nach deren Vorbild in konstantinischer Zeit entwickelten christlichen Basiliken haben während des 1. Jahrtausends in Ost und West verschiedentlich eine reiche Ausgestaltung erfahren. Eindrucksvoll sind vor allem die syrischen Bauten[Link zum eingefügten Bild]82. Im Abendland wurden die Basiliken schließlich zum Ausgangspunkt für den romanischen und dann den gotischen Kirchenbau. Dabei wurde die Decke der Gotteshäuser immer höher, die Wände im Innern, später auch außen, architektonisch immer reicher, bis in der späten Gotik die Außenwände fast nur mehr aus bunten Glasfenstern mit einem feinen Netzwerk aus Stein bestanden haben.

Im byzantinischen Osten, weniger im Westen, setzte sich im Frühmittelalter als Typus die (vermutlich aus Armenien stammende) Kreuzkuppelkirche durch. Ein interessantes abendländisches Beispiel ist die Kirche des Theodulf in Germigny-des-Près aus der Zeit Karls des Großen83. In östlichen Zentralbauten (mit einer oder mehr Kuppeln) steht der Altar nicht, wie wir heute annehmen möchten, im Zentrum unterhalb der Hauptkuppel, sondern wie auch sonst im Apsisraum, ebenfalls durch Chorschranken vom Kirchenschiff getrennt; links und rechts von diesen befinden sich an ihren Pulten die beiden Sängerchöre.
Auch im Abendland hatte der Chor in der Nähe der Cancelli des Altars seinen Platz. In den römischen Basiliken befand sich die Sänger-Schola in einem eigenen mit Schranken versehenen Raum vor dem Altar[Link zum eingefügten Bild]. Der quadratische Raum unterhalb der Kuppel symbolisiert nach östlicher Auffassung den Kosmos oder die Erde, die nach antiker Vorstellung auf vier Säulen ruht. Der durch die Ikonostase abgetrennte Altarbezirk stellt hingegen den Himmel dar84.

Unter der Kuppel vollzieht sich im byzantinischen Ritus die Mehrzahl derjenigen Teile des Gottesdienstes, die nicht direkt zur Darbringung des Opfers in Beziehung stehen und in denen die anwesenden Gläubigen besonders angesprochen sind. Hierhin begeben sich die Diakone, wenn sie die Bitt-Ektenien singen. In diesem freien Raum finden die Prozessionen statt, wie der Einzug mit dem Evangelienbuch bzw. den Opfergaben, außerdem einzelne Segnungen, so die von Brot, Wein und Öl gegen Schluß der Großen Vesper, wenn dies nicht (wie in Klöstern) in der Vorhalle (Narthex) geschieht.

Die Gläubigen halten sich in den byzantinischen Kreuzkuppelkirchen noch heute in den Seitenschiffen auf. Das gleiche galt anfänglich auch allgemein für die Basiliken, wobei die Frauen (vom Eingang her gesehen) rechts, die Männer links ihre Plätze hatten85. Entsprechend war die Ordnung in den Kleinkirchen. Eine Bestuhlung war im 1. Jahrtausend unbekannt und ist auch heute noch im Osten fremd. Wir finden hier Kirchenstühle nur an den Seiten und an der Rückwand des Kirchenraumes. Sie sind ähnlich den westlichen Chorstühlen (jedoch schlichter) und in erster Linie für ältere Leute bestimmt, bzw. in Klosterkirchen für die Mönche, damit sich diese während der langen Gottesdienste anlehnen oder setzen können.

Im Abendland war es diesbezüglich in der Frühzeit ähnlich. Dies wissen wir aus der Lebensbeschreibung des heiligen Severin († 482); außerdem sind einige solcher Seitenbänke aus Stein in einigen frühen Kirchen erhalten geblieben86. Erst in der Zeit der Gotik wurde damit begonnen, das Mittelschiff vor allem der größeren Kirchen, mit Bankreihen vollzustellen, wobei für den Einzug des Klerus ein Gang freigehalten wurde. In Frankreich und Italien waren bis in die Gegenwart feste Kirchenbänke unbeliebt. Durch das Anbringen von Bankreihen im Mittelschiff wurde der einstige Charakter des Bauwerks als eines Heiligtums (Templum, Sanctuarium) weitgehend zugunsten eines Versammlungsraums zerstört. Feste Kirchenbänke passen nämlich eher zu einem Predigtgottesdienst, bei dem die Teilnehmer sitzend das Wort Gottes anhören und gemeinsam singen und beten, als zu einem Tempel des Herrn, in dem das Opfer des Neuen Bundes gefeiert wird.

Schon in vorchristlicher Zeit hat man einer Kulthandlung stets stehend beigewohnt. So ist es heute noch in der Ostkirche, wenn auch hier Stühle und Sitzbänke sich jetzt immer mehr einbürgern. Der byzantinische Gottesdienst stellt, insbesondere auf dem Land, wegen der Zwanglosigkeit, mit der die Gläubigen an ihm teilnehmen, bei aller Kultbezogenheit vor allem eine gemeinsame Feier im Vaterhaus Gottes dar. Hingegen kann man bei uns sich heute wegen der Stellung des „Vorstehers“ bei der Feier der Eucharistie zum Volk hin (versus populum) des Eindrucks einer Versammlung unter dem Vorsitz eines Gemeindeleiters kaum erwehren87. Dieser Eindruck wird durch den (Altar-)Tisch wegen der Parallelität zum Tisch des Versammlungsleiters im profanen Bereich noch verstärkt.

Während die Kirche des Ostens bis zum heutigen Tag beim traditionellen Kirchenbau geblieben ist – ganz bewußt und nicht aus Unbeweglichkeit – und auch Neubauten im alten Stil errichtet und durch herkömmliche Malereien ausstattet, hat der Kirchenbau im Abendland, wie gesagt, eine ständige Weiterentwicklung erfahren. Dabei sind die verschiedenen Stilepochen immer rascher einander gefolgt, was schließlich in der Gegenwart zu einer völligen Auflösung der traditionellen Formen des Sakralbaues geführt hat. Ein neuer allgemein gültiger Baustil wurde bis jetzt noch nicht gefunden. Die Baumeister und die Künstler kennen die Entwicklung zu wenig und wissen auch nicht, wo sie an die Tradition anknüpfen sollen. Die Romantik hat es im vorigen Jahrhundert durch Wiederbelebung des gotischen (bzw. romanischen) Baustils versucht. Dieser Versuch ist mißglückt. Man hätte weiter zurückgehen müssen, nämlich bis zum Ausgangspunkt, in die Zeit der ungeteilten Christenheit.

Die modernen Anlagen sind in der Regel zu groß; der Innenraum ist, wie einst die gotischen Kirchen, meist zu hoch und außerdem zu nüchtern; es finden sich zu wenig sakrale Elemente. Diese Bauten stellen Versammlungsräume dar, aber keine Gotteshäuser, keine Tempel des Herrn, in die man voll Ehrfurcht eintritt und in denen man die Nähe Gottes spürt. Sie sind ganz nach den Gesetzen moderner Architektur konzipiert und daher kaum zu unterscheiden von profanen Tagungsräumen oder Festsälen, bisweilen nicht einmal von Fabrikhallen. Der Altar befindet sich in den modernen Kirchen nicht mehr wie einst innerhalb eines in sich geschlossenen, für die Darbringung des eucharistischen Opfers bestimmten Raumes (Sancta sanctorum), sondern wird bewußt möglichst nahe an die „mitopfernde Gemeinde“ herangerückt. Sie soll den Altar von allen Seiten gut einsehen können88.

Bevorzugt werden Zentralbauten; beliebt sind auch solche mit trapezförmigem Grundriß. Im Gegensatz zu den östlichen Zentralbauten (Kreuzkuppelkirchen) sind die modernen Gotteshäuser im Innern kaum gegliedert. Alles ist nivelliert, um den Unterschied zwischen Sakralem und Profanem, zwischen Priester und Gemeinde bewußt zu verwischen. Letztlich liegen dieser Entwicklung Tendenzen der Aufklärung zugrunde, die alles verständlich und einsichtig machen und zugleich einen direkten Zugang zum Göttlichen ohne menschlichen Mittler suchen will89. Ein Ausweg liegt für den Westen nur in einer Rückkehr zu den Bauten der Frühzeit, vor allem zur schlichten Saalkirche mit angebautem Altarbezirk. Große Räume, die viele Menschen fassen, werden wegen der Abwendung der Massen vom Glauben in naher Zukunft sowieso kaum mehr benötigt werden. Vielleicht daß sich später wieder einmal ein neuer Baustil entwickelt. Ein solcher sollte aber an der liturgischen Tradition orientiert sein, er kann jedoch in den einzelnen Völkern, vor allem in den Missionen, durchaus eigene Formen ausbilden.

Wie die Gotteshäuser, so ist auch die sakrale Kunst in der Gegenwart meist ohne Beziehung zur Tradition, wenn nicht überhaupt auf jeden „künstlerischen Schmuck“ verzichtet wird. Für die modernen Malereien und Plastiken gilt: Je mehr die Kunst dem Geschmack der Zeit unterworfen ist, desto schneller verliert sie an Gültigkeit.
----
Im 1. Jahrtausend war die Ausstattung der Kirchen mit Malereien von bestimmten Gesetzmäßigkeiten getragen. Die Unterschiede zwischen den Kirchen im Osten und Westen waren dabei gering. Die zentrale Figur der Darstellungen in der Apsis war stets der verklärte Christus, umgeben von Engeln und den Aposteln [Link zum eingefügten Bild][Link zum eingefügten Bild], ferner die Gestalt Mariens als Mutter Kirche (Mater Ecclesia, Ecclesia orans). Herausgewachsen sind diese Chormalereien aus der frühchristlichen Darstellung der Himmelfahrt des Herrn[Link zum eingefügten Bild]90.

Von der byzantinischen Kuppel blickt Christus als Pantokrator, der das ganze Weltall in seiner Hand hält, hoheitsvoll auf die Gläubigen herab[Link zum eingefügten Bild]. An den Seitenwänden der Kirche waren (bzw. sind) Szenen aus dem Leben Jesu oder des Kirchenpatrons gemalt. Aus dem 1. Jahrtausend stammen, was den deutschen Raum betrifft, die Malereien in den Kirchen von Mustair (Münster in Graubünden) und auf der Reichenau[Link zum eingefügten Bild]. Die Westwand schmückte meist die Darstellung des Jüngsten Gerichts.

Der Altar hatte anfänglich, wie noch heute im byzantinischen Raum, relativ kleine Ausmaße und war von würfelförmiger Gestalt. In größeren Kirchen besaß er einen (steinernen) Baldachin. Nach frühchristlichem und heute noch nach byzantinischem Brauch liegt auf dem Altar das kostbar gebundene Evangelienbuch, nicht geöffnet, wie in den evangelischen Kirchen, sondern geschlossen. Im rückwärtigen Teil der Altar-Mensa wird in einem kostbaren Gefäß die Eucharistie aufbewahrt[Link zum eingefügten Bild]91, oder auch in der eucharistischen Taube, die vom Baldachin herabhängt.

Stets schmückten Tücher den Altar, vielfach auch kunstvolle Antependien aus Holz oder Stein[Link zum eingefügten Bild]. Am Baldachin waren Vorhänge angebracht, die während des Eucharistiegebets zugezogen wurden[Link zum eingefügten Bild]. Sie stehen in der Nachfolge des (zweiten) Vorhangs im Tempel zu Jerusalem, mit dem das Allerheiligste abgetrennt war (vgl. Hebr 9,2 f.). Noch der mittelalterliche Liturgiker Durandus († 1296) spricht von zwei Vorhängen in den Kirchen. Durch den einen (am Altar-Baldachin) werde das Sacrarium vom Klerus getrennt, durch den anderen (an den Cancelli) der Klerus vom Volk. Außerdem erwähnt er in diesem Zusammenhang das Tuch, das über die Opfergaben (Sancta) gebreitet wurde92.

Diesen von Durandus für den römischen Ritus bezeugten Vorhänge entsprechen genau die zwei Vorhänge des armenischen Ritus, der kleinere am Altar und der größere vor dem Altarraum. Eine Ikonostase nach Art der byzantinischen ist hier unbekannt. Im byzantinischen Ritus wird heute nur mehr ein relativ kleiner Vorhang verwendet. Er befindet sich an der mittleren Tür der Bilderwand und wird zu bestimmten Zeiten während der Gottesdienste zugezogen, ein Brauch, den bereits Johannes Chrysostomus († 407) erwähnt93. Der orthodoxe Osten kennt bis heute keine Aufbauten auf dem Altar. Solche waren auch im Abendland während des 1. Jahrtausends ganz selten. Ab der Gotik werden die Aufbauten immer häufiger und zugleich höher, während der Altartisch dabei länger und schmäler wird. Die gotischen Flügelaltäre mit ihren Bildern bzw. Figuren zeigen das Verlangen des Menschen, die Stationen des Heils im Gottesdienst ständig vor Augen zu haben. Sie stellen so irgendwie ein Gegenstück zur byzantinischen Bilderwand dar.

Dies gilt jedoch nicht für den gotischen Lettner (Lectorium), obwohl auch er sich aus den frühchristlichen Chorschranken entwickelt hat. Seinen Namen erhielt er von dem mit den Cancelli verbundenen Vorlesepult (Ambo), wo die Lesungen und das Graduale, an Ostern auch das Exultet, gesungen und von den Bischöfen Reliquien dem Volk gezeigt wurden [Link zum eingefügten Bild]. Die Aufgabe des Lettners war es, den Mönchs- bzw. Kanonikerchor mit dem Hochaltar als Zentrum vom Kirchenschiff der Laien abzutrennen (vgl. Abb. 20)[Link zum eingefügten Bild]. Der so gewonnene Raum war allein für die Feier des Chorgebets und der Konventmesse bestimmt. Das Volk hatte an diesen Funktionen keinen Anteil, weshalb der Lettner auch nicht als störend empfunden wurde.

Für die Gottesdienste des Volkes gab es eigene Altäre. Verwendet wurde vor allem der mit dem Lettner verbundene, zentral gelegene Kreuzaltar. Wie die Abbildung deutlich macht [Link zum eingefügten Bild], fanden im Raum vor dem Kreuzaltar –hier unter der Vierung des Domes – auch solche Funktionen statt, die überregionalen Charakter hatten, wie in diesem Fall die Krönung der zweiten Gemahlin von Kaiser Ferdinand II. im Jahr 163094.

Bei der Bebilderung dieses Buches wurde auch Wert auf die aus dem Mittelalter erhaltenen Darstellungen gottesdienstlicher Handlungen, vor allem der Meßfeier, gelegt. Solche Bilder müssen uns die für die damalige Zeit noch fehlende Photographie ersetzen. Durch diese Miniaturen oder Stiche tritt bei aller Verkürzung auf das Wesentliche deutlich das Gemeinsame in der Liturgie der beiden großen Schwesterkirchen zutage (siehe dazu die besonderen Erläuterungen zu den einzelnen Abbildungen).

Als Höhepunkt der Messe galt im Abendland nach mittelalterlicher Auffassung die „Wandlung“ mit der anschließenden Erhebung der Hostie. Diesen Augenblick, von dem die Gläubigen sich heilbringende Kraft erhofften, zeigt[Link zum eingefügten Bild]: Der himmlische Vater nimmt das Opfer seines Sohnes an, indem er diesen (aus der Hostie hervortretend) bei der Hand hält. Die Theologen der Frühzeit der Kirche haben hingegen darauf verzichtet, den genauen Zeitpunkt der Konsekration der Opfergaben zu bestimmen. Es wurde vielmehr dem Eucharistiegebet als Ganzem konsekratorische Kraft zugeschrieben95. Die Ostkirche sieht die Konsekration erst vollzogen nach der (auf den Einsetzungsbericht und die Anamnese folgenden) Epiklese mit der Anrufung des Heiligen Geistes, daß er die Umwandlung der Gaben in den Leib und das Blut Christi bewirken möge96.


Soweit erstmal zum Thema.....
Der Text wurde entnommen aus:

Klaus Gamber:

Orientierung an der Orthodoxie
Die Tradition der Ostkirche als Richtschnur
in Liturgie und Verkündigung

Rösch
Senior-Mitglied

Beiträge: 343


 

Gesendet: 16:54 - 15.06.2004

Vielen Dank für den Beitrag
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


 

Gesendet: 16:24 - 05.07.2004
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


 

Gesendet: 17:21 - 01.08.2004

Heute am Heiligen Sonntag,forschte
ich nach frühchristlicher Architektur.
Nach dem Vorbild dieses Artikels von Gamber,stelle ich hier nun ein paar Entwürfe zur weiteren Inspiration aus.
Die ersten beiden sind vor allem baugeschichtlich interessant.

Hier die Alte Konstantinische Peterskirche in Rom.
[Link zum eingefügten Bild]
Und der erste bau der Grabeskirche
in Jerusalem.
[Link zum eingefügten Bild]
Und hier jetzt ein schöner Standartentwurf der Liturgisch einwandfrei,schön gestaltet uns leicht modifizierbar ist.
[Link zum eingefügten Bild]
und noch eine interessant gestaltete Kreuzkuppelkirche
[Link zum eingefügten Bild]
Ich bete das dieser Beitrag hilft die
in Westeuropa darniederliegende
Christliche Baukunst in die richtige Richtung anzukurbeln.


Noch einen schönen Sonntag
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


 

Gesendet: 16:13 - 02.08.2004

Heute habe ich erfahren das man
in Texas die berühmte Elisabeth Kirche von Marburg nachbaut.
Nun als Katholik ich bin kein anhänger der Calvinistisch-Puritanischen Frömmigkeit,aber die
Spendenbereitschaft und die Erbringung
der nötigen Geldmittel und die konsequente hinwendung zu traditionellen Stilen,trotz der propaganda der modernisten nötigt mir respekt ab.
Aber man muss nicht Kirchen kopieren!
Selber grübeln ist gesund!
Hier präsentiere ich nun dem Publikum
entwürfe für einen Wettbewerb aus dem jahre 1982,damit man versteht was ich meine.
Und noch keiner dieser entwürfe wurde je gebaut!!!
No.1
[Link zum eingefügten Bild]
No.2
[Link zum eingefügten Bild]
No.3
[Link zum eingefügten Bild]
No.4
[Link zum eingefügten Bild]
Das zum thema Gotik und Neugotik.
Ich persönlich würde aber aus Liturgischen und Spirituellen Gründen,den Vorläuferstil der Romanik bevorzugen!
Hier eine Kirche die demonstriert was ich meine.
Die Kirche des Heiligen Benno in München,in feiner Neo-Romanik.
[Link zum eingefügten Bild]
Nun denn,ich hoffe es wirkt.
Aber dazu müsste es wohl eine
"Spirituelle" Wiederbelebung in der Kirche geben,gebe Gott das es nicht zu spät ist.
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


 

Gesendet: 17:44 - 02.08.2004

Ach hier habe ich die homepage der Kirchengemeinde gefunden,welche die Marburger Elisabeth kirche kopiert hat!

http://www.epicenter.org/txepis/jun04/art1.htm
Interessant zu sehen!
Gut kopiert ist besser als Besch***** postmodern neugebaut.
Aber jetzt seht noch die Neo-Romanische Kirche der Heiligen Anna
in München auf dem Lehel.
[Link zum eingefügten Bild]
Ach du schöne Neo-Romanik.
Hausmeier
Mitglied

Beiträge: 177


 

Gesendet: 23:00 - 02.08.2004

Hier alte Kirchenarchitektur aus einer zeit als Mittel und Westeuropa Europa vereint im Glauben waren und der Byzantinische Osten noch nahe war.
Also seht ein paar Kirchen aus der Zeit Karls des Grossen und den Ottonen.

No.1 eine karolinische Basilika
[Link zum eingefügten Bild]

und eine kleine Kirche.....
[Link zum eingefügten Bild]

eine ottonische kirche
[Link zum eingefügten Bild]

Möge es anderen als Beispiel dienen.

GOTTES Segen
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 03:32 - 03.08.2004

Das mit "Gottes Segen" reicht langsam. Kannst du das mal sein lassen?
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 03:33 - 03.08.2004

PS
die Bilder sind sehr gut, aber du must den "Gottes segen" nicht hundert mal wiederholen.
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 13:43 - 03.08.2004

peter,
solange du dein brechtzitat jedesmal wiederholst, kann er auch sein gruß wiederholen.

warum hat man in texas eigentlich ausgerechnet diese kirche nachgebaut? wo es doch so viele kirchen auf der welt gibt.
und die entwürfe sind doch nicht von 1982? wohl eher von 1892, oder?
apropos neo-romanik. ich gestehe, dass ich so meine probleme mit den oft recht kühlen romanischen innenräumen habe. aber äußerlich ist romanik was feines!
Hans-Dominik Schwabl
Mitglied

Beiträge: 120


 

Gesendet: 18:20 - 03.08.2004

Die romanischen Innenräume waren nicht kühl, sondern von oben bis unten in starken Farben bemalt - der heutige kühle Eindruck ist das Ergebnis moderner Renovierungen.

Seiten mit Postings: 1 2 3 4

- Grundsätzliches zum Kirchenbau -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Architektur allgemein —› Grundsätzliches zum Kirchenbau
 


naanoo logo
Version 3.1 | Load: 0.005522 | S: 1_2