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 Forum Index —› SPRECHSTUNDE EXKLUSIV: Direkte Hilfe aus dem Tierheilkundezentrum —› Knochenzyste im Fesselbein, Arthrose im Krongelenk und Hufbein
 


Autor Mitteilung


Gesendet: 10:42 - 26.09.2013 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo Zusammen,

meine 18 Jahre alte Oldenburger Stute leidet unter verschiedenen Beschwerden.
Die hat eine Knochenzyste im Fesselbein und Arthrose im Krongelenk und im Hufbein alles im linken Vorderbein. Ausserdem hat sie Spat hinten rechts.
Leider geht sie seit einen Jahr mehr oder weniger lahm.
Nach zig erfolglosen Therapieversuchen, bin ich nun ratlos.
Sie bekam mehrere Cortison Hyalaron Injektionen ins Gelenk, sie bekam Calzitonen und Calcium Dobesilat, leider hat nichts geholfen. Im Moment lasse ich sie 1 mal die Woche akupunktieren, es ist zwar deutlich besser aber nicht befriedigend.
Ich denke Ingwer wäre sicherlich eine Möglichkeit für meine Stute. Wie sehen Sie das?
Meine Stute ist leider sehr wählerisch mit Futter, sogar für mich geruchlose Zusätze werden aussortiert. Heucobs, Zuckerrüben, Apfelmus, Sirup alles bringt nichts. Kann ich den Ingwer auch auflösen und ins Maul spritzen?
Danke
Lg Steffi
Gesendet: 08:52 - 27.09.2013 | :: Edit | ::Delete

Das ist leider eine sehr schwierige Ausgangslage, Steffi. Die Erfahrung hat gelehrt, dass bei Pferden mit so ausgeprägtem Beschwerdebild, Ingwergaben (wenn überhaupt) nur bei einer recht "hohen Dosierung" eine Linderung brachten und meistens eine Dauergabe außerdem noch erforderlich war. Weil der Ingwer in geeigneten Fällen ja nur dann entzündungs- und schmerzlindernd wirkt, solange er gegeben wird. Denn immerhin sind die meisten Schäden bei Deiner Stute irreversibel.

Ich stehe allen neuen Formen der Ingwerverabreichung recht skeptisch gegenüber und nicht selten wollen da diverse wenig versierte Händler mit Kapseln etc. nur das schnelle Geld machen. Wirklich sinnvolle Dosierungserfahrungen beziehen sich nur auf den gemahlenen Ingwer, alternativ kann auch eine Grobschnittvariante u. ä. ausprobiert werden, nur muss man sich dann selber meistens an die sinnvollste Menge herantasten.

Abseits dieser klassischen Verarbeitung sehe ich nur noch die flüssige Form des Ingwers, wie ihn THP Claudia Nehls als Kombilösung anbietet, als mögliche Alternative an.

Dringend empfohlen wird von uns immer, in ganz kleinen Schrittchen dem Pferd erstmals das Ingwerpulver unterzujubeln. Oft hilft das bei der Gewöhnung, aber damit hätte man Deine Stute vermutlich auch nicht überlisten können.

Die gewaltsame Verabreichung von Ingwer bringt in Deinem Fall, so sehe ich das, nur viel Stress und ist auf Dauer dann weder genügend hoch dosiert, noch als Dauergabe problemlos durchführbar.

Probiere es ggf. noch mit einer groberen Ingwervariante (Grobschnitt, granuliert). Mit einer kleinen Probe kann man ja den Versuch wagen, weil die Ingwerschärfe dann nicht sofort im Futter deutlich hervorsticht.

Bisweilen half auch die brutale Methode und es gab halt eine Weile nichts anderes als Futter MIT Ingwer. Maile mal Claudia Nehls an ([email protected]), die mit solchen komplexen Beschwerdebildern viel Erfahrung hat und auch bei ihren eigenen Pferden bis zuletzt nie aufgab. Sie kann Tipps zum richtigen Einsatz von flüssigem Ingwer geben.

LG
Guido

Gesendet: 10:22 - 12.11.2013 | :: Edit | ::Delete

Hallo,

ich wollte mal kurz berichten.
Meine Stute wird nun regelmässig akupunktiert und erhält 30 gr Ingwer und 20 gr Teufelskralle.
Damit geht sie, man sehe und staune, lahmfrei.
Nun meine Frage: Wielange kann ich den Ingwer bedenkenlos füttern?
Gruss
Steffi
Gesendet: 08:06 - 14.11.2013 | :: Edit | ::Delete

Hallo Steffi,

wie oben schon erwähnt, braucht Deine Stute ganz erhebliche Mengen - 30 g sind nach unserer Erfahrung auch bei anderen Pferden mit ähnlichen irreversiblen Schäden eine weit verbreitete Adresse. Denke daran, dass Du ggf. in Zukunft nochmals etwas zulegen musst bei der Dosis, falls die Beschwerden wieder zunehmen. Alternativ solltest Du auch immer versuchen, testweise wieder leicht zu reduzieren. Es gilt, das Maximum an Wirkung mit einem Minimum an Menge zu ereichen.

Es gibt Pferde, die problemlos über Jahre hinweg mit teilweise noch größeren Mengen Ingwer versorgt wurden - ohne Probleme. Es gibt aber auch Fälle, bei denen nach längerer Gabe eine Kolik auftrat, in ganz wenigen Fällen sogar zum ersten Mal bei dem Pferd.

Leider ist nie wirklich klar, ob tatsächlich der Ingwer Auslöser war oder nur in Verbindung mit ggf. anderen Faktoren (Stress, Futterumstellung, Stallwechsel o. ä.). Eines ist auf jeden Fall sicher: Komplett risikolos ist die langfristige Gabe nicht, eine Prognose kann man nicht abgeben.

Aber bitte: Welche Alternativen hast Du noch? Sind die Dauerschmerzen eine Lösung? Ich persönlich plädiere bei mehr oder weniger austherapierten Pferden immer dafür, diesen Weg zu gehen und das Risiko in Kauf zunehmen. Ich selbst habe es bei meinem Senior Rex getan.

Denn über welche Nebenwirkungen und Risiken sprechen wir erst bei konventionellen Schmerz- und Entzündungshemmern (Stichwort Equipalazone)?!?

Mein Rat ist: Beobachte Dein Pferd gut, denn nur Du als Besitzerin siehst am ehesten die Verträglichkeit (es ist ja schon toll, dass Deine Stute nun endlich mitzspielt). Achte auf größtmögliche Gleichförmigkeit bei Futter, Tagesablauf und Arbeitsbelastung. Denke daran, dass Dein Pferd mit Ingwer sich ggf. mehr zumutet als gut für die geschädigten Knochen ist und dadurch eventuell Beschwerden sich verschlimmern könn(t)en. Hier musst Du auch bei der Bewegung die "Dosis" gut austarieren und Dich nicht zu Experimenten verleiten lassen, auch wenn Deine Stute sich freudig anbietet.

Stelle bitte sicher, dass vor allem in der nächsten Zeit eine etwaige (aber eher unwahrscheinliche) Kolik schnell entdeckt wird, Deine Stute also nicht ggf. eine Nacht und einen halben Tag unkontrolliert bleibt.

LG
Guido

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Knochenzyste im Fesselbein, Arthrose im Krongelenk und Hufbein

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