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Autor Mitteilung


Gesendet: 13:17 - 22.08.2010 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo,

meine 12 jährige Kaltblustute ist nun seit 9 Wochen lahm.
Ausgelöst wurde die Lahmheit durch unseren Ausritt auf der Halde. Als ich sie dann am nächsten Tag von der Weide geholt hab war sie stark lahm. Der Tierarzt verordnete zuerste absolute Boxenruhe und Metacam. Nach einer Woche kam er wieder und die Lahmheit war schon besser. Ich entscheid mich dazu das Bein röntgen zu lassen und man stellte fest das sie zwei Wucherungen auf dem Fesselbein hat, sprich Arthrose am linken Vorderbein. Er gab mir zur Entzündungshemmung Devils Claw. Ich hab mich dazu entschieden sie wieder mit den anderen auf die Weide zustellen. Nun lahm sie schon seit 9 Wochen mal stärke und mal nicht so stark, aber immer deutlich sichtbar.
Morgen bekommt sie einen Spezialbeschlag von dem sich der Doc ziemlich viel verspricht.
Nun zu meiner eigentlich Frage, eine Bekannte empfahl mir es doch mal mit Ingwer zu probiern und sie gab mir den Link für dieses Forum.
Ich hab natürlich schon selbst ein wenig durch das Forum geschaut ...
aber jetzt bin ich verunsichert bzw ich wusste garnicht das es unterschiedliche "Sorten" von Ingwer gibt. Welche Sorte ist den nun für Arthrose? Und was muss ich einer 670kg schweren Stute füttern? Muss ich erst langsam anfang oder kann ich sofort die volle Dosis füttern?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße Sangria
Gesendet: 17:37 - 22.08.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Sangria,

zuerst müssen wir die Auswirkungen der huforthopädischen Maßnahmen abwarten, denen gerade bei Deiner Stute eine große Bedeutung zukommt, denn wir haben speziell bei Deiner Stute auch mit dem enormen Gewicht zu kämpfen, das eine zusätzliche Belastung im wahrsten Sinne des Wortes darstellt. Für Arthrose-Patienten ist das meistens einmal mehr ungünstig. Der erreichte Status quo nach dem Beschlag muss Ausgangspunkt für die Ingwergabe sein.

Von den verschiedenen Sorten Ingwer musst Du Dich nicht verwirren lassen. Wichtig ist, das haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass wir es mit hochwertiger Ware zu tun haben.

Das langsame Anfüttern ist deshalb so wichtig, weil man so am besten das Pferd an den Ingwer herangeführt bekommt und meistens so eine bessere Akzeptanz erreicht wird. Auch soll das vorsichtige Anfüttern zeigen, ob der Ingwer gut vertragen wird. Zudem beachte bitte, dass es nicht DIE geeignete "Dosis" gibt. Jede Erkrankung ist anders, gerade bei Arthrose sind zig Individualitäten zu beachten.

Deshalb wollen wir wissen, ab welcher Menge wir eine Entzündungshemmung speziell bei DEINER Stute erreichen, die sich günstig auf das Beschwerdebild auswirkt, um so im Idealfall konventionelle Entzündungshemmer ersetzen zu können. Starte also mit einer Gewöhnungsphase, indem Du mit einigen wenigen Gramm beginnst (1-3 g/Tag) und das dann in immer größeren Schritten steigerst. Und bitte kein Pulver pur ins Futter geben, sondern kaschiert z. B. in hochwertigem Öl etc.

Als erste Zielmarke würde ich mal 25 bis 30 g anvisieren, es sei denn, Du beobachtest schon z. B. bei rund 20 g eine Linderung. Deshalb sind die Pausen bei den einzelnen Etappen so wichtig, damit nicht unnötig Ingwer in das Pferd hineingestopft wird. Klar, das verlängert die Lahmzeiten, aber nur so siehst Du eventuelle Erfolge und die Etappen dorthin. Gut möglich, dass wir auch deutlich mehr als 30 g benötigen, gut möglich, dass wir mit dem Ingwer gar nichts ausrichten.

Das musst Du - wie gesagt - durch gute Beobachtung und gutes Austarieren selber ermitteln. Gebe bitte parallel keine konventionellen Entzündungshemmer, da diese etwaige Ingwerauswirkungen kaschieren und ggf. Kolikgefahren vergrößert werden.

Grüße
Guido
Gesendet: 14:13 - 24.08.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
Die Dicke hat gestern ihre "Stoßdämpfer" bekommen. Wie lange muss ich den jetzt warten bis ich mit der Ingwer Fütterung anfangen kann?
Wie lange muss ich denn zwischen den einzelnen Erhöhung der Dosis warten?
Ich hatte auch noch überlegt Gelatinat oder ein Muschelpräparat zu geben darf ich das in Kombination mit dem Ingwer geben oder soll ich darauf lieber verzichten?

Liebe Grüße
Sangria
Gesendet: 17:04 - 24.08.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Sangria,

das kommt auch die Art der huforthopädischen Maßnahme an. Die eine Maßnahme greift sofort, die andere Maßnahme muss sich erst "einlaufen". Das kann am besten der Schmied beurteilen. Wichtig ist ja nur, dass Du einen Referenzpunkt hast, von dem aus Du die (von uns erhofften) Erfolge durch Ingwer abstecken kannst. Ggf. musst Du noch ein paar Tage Deine Stute genau beobachten, um die Auswirkung der huforthopädischen Maßnahmen vorher einkalkulieren zu können. Denn von da an wollen wir ja eine weitere Linderung durch Ingwer erreichen und ... sichtbar machen.

Das langsame Anfüttern bis ca. 10 g dient nur dazu, das Pferd an den Ingwer zu gewöhnen. Beginne mit ca. 1-3 g/Tag und steigere immer ca. um 2 g. Ab ca. 10 g kannst Du ca. 3 g/Tag steigern. Du musst dann mit dem Ingwer geschickt "jonglieren", das kann Dir Niemand durch Dosisempfehlungen abnehmen.

Sollte sich eine Änderung einstellen, kann man diese Besserung noch um 3 g weiter steigern oder bleibt der Status gleich? Geht nach einer gewissen Gewöhnung die Besserung wieder zurück, kann man dann durch eine weitere leichtere Steigerung diesen positiven Status wiederherstellen?

Kann eine Besserung dadurch konsolidiert werden, indem noch ein "Sicherheitszuschlag" von einigen Gramm vorgenommen wird? Braucht man unter bestimmten Bedingungen (bestimmte Witterung etc.) eine höhere "Dosis", die nach dem (durch bestimmte Bedingungen ausgelösten akuten) Schub wieder reduziert werden kann? Ist nach dem Beschlagen die Situation besser, wird sie dann zunehmend schlechter, bis der nächste Beschlagtermin näher rückt? Kann das auch durch mehr Ingwer ausgeglichen werden?

Du siehst an diesen Beispielfragen, dass jeder Fall sehr individuell ist und das alles (wie das auch im redaktionellen Teil zu lesen ist) steht und fällt mit der Beobachtungsgabe und genauen Kenntnis des Pferdehalters.

Sollte die erforderliche Schwellmenge erreicht sein, stellt sich eigentlich beim Ingwer recht schnell auch ein Erfolg ein. Dann muss im Umfeld dieser Menge weiter richtig eingepegelt werden. Und das geht nur mit genauester Beachtung des Feedbacks vom Pferd. Wir geben nur Mengenvorschläge im redaktionellen Teil, damit eine vage Orientierung möglich ist. Die Praxis zeigt aber, dass die Pferde sehr, sehr unterschiedlich reagieren. Was natürlich auch von den unterschiedlichen Haltungs- und Fütterungsbedingungen verursacht wird.

Womit Du den Ingwer gibst, ist egal. Nur besteht bei den geruchsintensiven Muschelpräparaten die Gefahr, dass Deiner Stute schon allein deshalb der Appetit vergeht. Der Ingwergeruch sollte gut kaschiert sein, das gelingt aber besser z. B. mit Öl, Heucobs u.ä. Wenn Du den Ingwer deutlich riechst, tut es Deine Stute erst recht. Aber auch hier hängt alles davon ab, wie empfindlich und zimperlich das Pferd reagiert. Es gibt Pferde, die meckern selbst bei 100 g täglich noch nicht.

Starte mal erst mit der Gewöhnung und berichte mal.

Grüße
Guido

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