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 Forum Index —› Ingwer-Forum: Anwender helfen Anwendern —› Ingwer Krongelenkschale
 


Autor Mitteilung


Gesendet: 15:22 - 02.03.2010 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo liebes Forum,

ich habe eine 17-jährige Haflingerstute mit einer periartikulären Krongelenksschale vorne rechts.

Die Schale hat sie laut Röntgenbefund
schon mehrere Jahre. Sie war vorher
aber uneingeschränkt reitbar und lahmfrei.

Jedoch seit Frühling letztes Jahr
lahmte sie. Im Schritt und Trab und besonders in Wendungen.

Habe viele unterschiedlichen Behandlungsmethoden durch, die leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben:
Zeel, Traumeel, Akkupunktur, Blutegelbehandlung, Homöppathisch (Hekla Lava und Symphytum), Weidenrinde, Osteopathin.

Erst durch eine Goldakupunktur
und optimieren der Hufe (sie waren zu
steil und zu eng) durch eine Huforthopädin
ist es wesentlich besser geworden.

Sie lahmt "nur" noch in Wendungen,
Schritt ist lahmfrei, Trab auf
weichen Böden lahmfrei und
Trab auf harten Böden ist nicht
richtig lahm, aber auch nicht lahmfrei, sie fällt etwas auf die gesunde seite.

Kurzfristig hab ich Equipalazone
verabreicht - hier war sie sofort komplett lahmfrei!

Mein Pferd steht im Offenstall und
hat ein rießige Bewebungsfläche
zur Verfügung.

Jetzt bin ich auf die Ingwerfütterung gestossen.
Toska bekommt seit ca. 3 Wochen 4x pro Woche ca. 15 g Ingwer. (Anfangs kleinere Dosis)
Bis jetzt hab ich noch keine weitere Verbesserung feststellen können.

Wie wäre ihre Empfehlung?
Falls noch mehr Infos gewünscht werden - bitte gerne posten.

Vielen Dank im Voraus!!!

Gaby


[b][/b]
Gesendet: 08:42 - 03.03.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Gaby,

das von Dir beschriebene Beschwerdebild stellt auch den Ingwer vor eine große Herausforderung. Den wohl wichtigsten Punkt hast Du schon erwähnt und richtig genutzt: Die Huforthopädie. Das ist, nach all meinen Erfahrungen, der bei dieser Diagnose beste Ansatzpunkt, weil wir zuallererst eine Stellung finden müssen, die die ständigen Reizungen vermindert (die bekanntlich wieder und wieder zu neuen Folgebeschwerden führen). Ein talentierter Hufschmied kann hier wirklich dem Pferd massiv helfen!

Die von Dir erwähnte Ingwergabe dürfte (auch wenn das aufgrund fehlender seriöser wissenschaftlicher Untersuchungen nur eine Schätzung aufgrund von Erfahrungen sein kann) zu gering "dosiert" sein. Auch musst Du bedenken, dass der Ingwer nur DANN hilft, wenn er gefüttert wird. Da Dein Pferd ja nicht mehr "geheilt" werden kann, musst Du Dein Augenmerk dauerhaft auf die Entzündungs-Prophylaxe richten. Auf Entzündungsquellen kann der Ingwer mit seinen Wirkstoffen (wenn es denn klappt) nur dann einwirken, solange er gegeben wird.

Du solltest also den Ingwer durchgehend geben, nicht nur viermal die Woche. Dann solltest Du den Schritt wagen und die Möglichkeit austesten, ob Du mit einer größeren Gabe eine weitere Beschwerde-Linderung erreichen kannst. Auch das - wie schon oft hier erwähnt - mit ganz kleinen Schritten und entsprechenden Pausen für die Momentaufnahme. Kurzfristig kann man dann auch mal sich der 30 oder 40 g-Marke nähern, wenn das Pferd den Ingwer gut verträgt. Damit soll ausgetestet werden, auf welcher Grundlage wir eine Entscheidung für oder gegen den Ingwer treffen müssen (idealerweise gemeinsam mit dem TA).

Du siehst ja anhand der letzten Jahre, dass der Prozess fortschreitend ist, wenn auch vermutlich nicht so dramatisch wie bei bestimmten anderen Formen der Schale. Sprich: Wir werden in den kommenden Jahren aber vermutlich größere Anstrengungen unternehmen müssen, die Beschwerden einzugrenzen. Die Beschwerden nehmen ja auch stets sporadisch wieder zu, denke ich, wenn die Hufe ihren optimalen orthopädischen status quo verlassen.

Bevor wir also häufiger und bei großen Beschwerdeschüben auf konventionelle Schmerzmittel zurückgreifen müssen, sollten wir den Schritt mit dem Ingwer und dessen höherer Dosierung wagen. Das ist auch nicht komplett gefahrlos, aber die gefahrlosere Alternative, selbst wenn wir 25, 30 oder 35 g dauerhaft geben müss(t)en, je nach Prognose und weiterer Entwicklung. Ggf. empfiehlt sich eine Kombination mit der Weidenrinde. THP Claudia Nehls hat eine flüssige Form des Ingwers entwickelt, die Ingwer mit Weidenrinde und Ginkgo koppelt.

Grüße
Guido
Gesendet: 11:36 - 03.03.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Da bin ich schon mal richtig froh, den richtigen Ansatz (Hufe) schon gemacht zu haben.

Toska´s Hufe waren früher einfach zu eng und steil und mit meiner neuen Huforthopädin hab ich sie seit August 2009 ganz langsam optimiert.
Sie sehen jetzt schon total anders aus wie letztes jahr und werden auch endlich etwas breiter.

Ich hoffe so sehr, dass der Ingwer meiner Kleinen gut tut!
Ich bin ja schon so froh, über ihren jetztigen Zustand. Sie ist wenigstens so fast lahmfrei.

Werde nun langsam versuchen die Dosis zu steigern und werde ihr den Ingwer auch täglich verabreichen.

Zuerst wollte sie ihn überhaupt nicht fressen - aber als ich den Ingwer dann mit etwas Öl vermischt habe und dann noch etwas Müsli druntergemischt habe, frisst sie ihn gut.

Habt ihr noch eine Idee, wie ich den Ingwer besser dosieren kann?
Es ist immer sehr schwierig für mich den Ingwer genau zu dosieren - hab zwar schon so einen kleinen Messbecher wo die Gramm Zahlen draufstehen, aber es ist schwer, es auf 5 Gramm hin oder her zu dosieren.
Gibt es hier einen Trick?

Wie schnell sollte ich dann den Ingwer steigern, wenn ich keine Verbesserung sehe?
Wöchentlich um 5 - 10 g?
oder vielleicht alle 3 Tage?
Bis wie hoch könnte ich gehen?

Hab im Internet von einer Person gelesen, die gibt ihren Pferd (das hat auch Schale) täglich 75 g.
Wäre das auch vertretbar? Wenn es helfen würde? Und ich ihn langsam anfüttere?

Das Problem ist nur, ich kann nicht 2x am Tag in den Stall fahren.

Ingwer hatte ich bisher den von Makana. Wäre ihre Referenz Adresse besser? Denn ich bräuchte bald wieder eine neue Ladung.

Viele liebe Grüsse und vielen Dank schon mal!

Gaby
[b][/b]
Gesendet: 18:23 - 03.03.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Gaby,

bei der Ingwerwiegerei empfiehlt sich am besten eine billige Briefwaage, da wir wirklich im Gramm-Bereich beim Ingwer arbeiten und daher ziemlich genau auswiegen sollten. Denn je weniger nötig, umso besser.

Du hast doch Zeit, denn Dein Pferd leidet ja "nicht" wirklich unmittelbar unter den jetzigen Beschwerden. Daher würde ich erst einmal damit beginnen, den Ingwer täglich zu geben und kurz danach einmal die Grundmenge auf 20 g anzuheben. Wie lange Du dann beobachtest, hängt von Deinen individuellen Gegebenheiten ab. Das hast Du am besten im Griff, weil Du weißt, wann ein guter Zeitraum ist, in dem man das Pferd einschätzen kann. Ein Beispiel: Ich vermute, dass unmittelbar nach einem Schmiedtermin, der Hufbearbeitung und der ersten Einlaufzeit das Pferd wieder etwas klarer geht?!? Wir hätten also, nur so als Beispiel, keinen guten Referenzzeitraum. Beobachte zu einem günstigen Zeitpunkt einige Tage, dann kannst Du durchaus weitere ca. 3 bis 5 g steigern. Auch wenn das eine Weile dauert, vermeiden wir andererseits auf diese Weise ggf. nicht erforderliche Mengensteigerungen.

Ja, bei bestimmten Formen der Schale und bestimmten Stadien sind mir auch einige Erfolge mit "hochdosiertem" Ingwer bekannt. Das setzt ein sorgfältiges Abwägen von Nutzen/Risiko voraus und (siehe oben) eine ebenso sorgfältige "Dosisermittlung". Es gibt viele Fälle, da könnten ggf. auch 10 g weniger Ingwer den selben Effekt erzielen, man hat nur durch weniger sorgfältiges Ermitteln zu große Sprünge gewagt, was bei sensiblen, disponierten Pferde auf Dauer zu Komplikationen führen kann.

Im Austausch mit dem TA muss besprochen werden, ob die ggf. (!) erforderliche größere Menge sich mit einer entsprechend positiveren Diagnose abgleichen lässt. Erreichen wir diesen positiven Zustand andererseits nur durch konventionelle Schmerzmittel usw., ist der Ingwer auch mit Blick auf eventuell relevante Risiken die bessere Wahl.

Die Ingwerchargen von Makana kenne ich nicht. Wir empfehlen den Ingwer der Gewürzmühle Neumann (in Deinem Fall bietet sich der Nigeria-Ingwer an) nur deshalb, weil uns die Prüfberichte über die Ingwerchargen bzgl. des Gingerol-Gehaltes zugeleitet werden und man so die Chargen besser einschätzen kann. Damit ist aber nicht automatisch gesagt, dass Makana schlechtere Qualität liefert.

Grüße
Guido
Gesendet: 08:55 - 04.03.2010 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido!

Vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Du hast Recht, da Toska ja "einigermaßen" gut mit allen zurecht kommt, hab ich ja wirklich Zeit.

Werde ihr nun täglich den Ingwer verabreichen.
Danke für den Tipp der Briefwaage -> sie ist schon in Bestellung :-)

Und langsam so weit steigern wie es nötig ist.

Werde in ein paar Wochen mal wieder
kurz berichten!

Dankeschön für alles!

Gaby & Toska

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