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Autor Mitteilung


Gesendet: 20:56 - 20.03.2009 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo an Alle,
bin gerade durch Zufall auf Euer Forum gestoßen, hab ein wenig gestöbert und mich nun kurzerhand entschlossen mich zu registrieren.
Hab mal eine Frage wegen dem Ingwer, ist für mich absolutes Neuland, bin aber für alles offen. Ich habe drei Pferde bei mir stehen, zwei Rentner, 26 Jahre und 21 Jahre und einen Kaltblüter 9jährig. Nun mal zu den Problemen, fang ich am besten mit den beiden älteren Herren an, der 26jährige leidet an Arthrose, hält sich, gottseidank, in Grenzen, aber man merkt es hin und wieder schon, dann hat er noch Problem mit der Luft, vorallem im Sommer wenn es sehr warm ist und hin und wieder macht auch sein Herz ein paar stolperer, aber nicht bedrohlich, am schlimmsten ist das knacken in den Gelenken, wenn er sich bewegt.
Nun zum zweiten Herren, ist ein großes Warmblut, 1,76 m, ich habe ihn seit er 3 Jahre alt ist, er war immer fit, bis vor ca. 3 Jahren, da fing alles an, wir sind damals umgezogen und mein Pferd mit, waren chaotische Zustände dort, wir waren auch nicht lange dort, gleich am Anfang, ist er seitlich über eine Mauer gefallen, aber ohne erkenntliche Schäden, war auch sonst wie immer, ich kenne ihn ja lange genug um das sagen zu können, bis dann der nächste Winter kam, er magerte ab, ihm fehlte einfach die Ruhe und für die Nacht eine Box für sich mit genügend zu fressen, als wir dann vor 3 Jahren umgezogen sind, bescheinigten mir viele meiner Freunde, auch TA und Homöopathin, wäre ich dort geblieben, hätte er den Winter nicht überlebt, wir haben ihn jetzt soweit ganz gut wieder hinbekommen, was mir jetzt ernsthaft Kopfzerbrechen bereitet, ist sein Bewegungsapparat, vorallem hinten rechts, wenn er sich hinlegt, ist das immer wieder ein Drama, bis er wieder hochkommt, weil einfach die Bänder hinten rechts nicht mehr so wirklich funktionieren. Er läuft ohne Lahmheit, hat keine Schwellungen an den Beinen, nicht mal ein bisschen, aber wenn ich ihn, z. B. beim Fressen beobachte entlastet er schön gemütlich seinen hinteren rechten Fuß, wenn er ihn dann wieder hinstellen will, dauert das immer einen kleinen Moment und ist mit einem zittern verbunden, bis der Fuß endgültig steht.

Kann ich bei meinen beiden Rentnern mit der Zufütterung von Ingwer was bewirken? Wie schon erwähnt bin ich auf diesem Gebiet ein absoluter Neuling und würde gerne mal eine Meinung von Euch hören.

Unser Kalter ist der fitteste im Stall, bis auf sein Sommerekzem, aber auch das hatten wir letztes Jahr ganz gut im Griff, schauen wir mal wie es dieses Jahr wird.

Vielen Dank im voraus und viele liebe Grüße an Alle

Astrid

Gesendet: 09:28 - 21.03.2009 | :: Edit | ::Delete

Hallo Astrid,

na, da hast Du aber eine ziemlich pflegeintensive Herde um Dich geschart .

Das Gros Deiner geschilderten Probleme kenne ich zur Genüge. Es ist in der Tat ein großes Problem, dass sich alte Pferde gerne in ihrer Box hinlegen, aber für den (zumeist noch steifen und ausgekühlten) Bewegungsapparat es immer eine enorme Belastung ist, den schweren Pferdekörper wieder aufzurichten. Zumal nicht selten im Bereich der Sehnen starker Verschleiß und Verkalkungen zusätzlich eine Einschränkung bedeuten und nicht selten nach dem Aufstehen kleine Sehnenschäden für Schmerzen und im Gefolge für Entzündungen sorgen, was wiederum neue dauerhafte Sehnenschäden verursachen kann.

Es ist also prinzipiell erwünscht und gerade bei alten Pferden auch in zahlreichen Fällen sinnvoll, hier die natürliche Entzündungshemmung des Ingwers zu nutzen. Von den weiteren vitalisierenden Kräften im Ingwer nicht zu reden. Das dicke "Aber" muss auch in dieser Antwort wieder erwähnt werden: Dafür braucht es eine solide Basis, gerade bei alten Pferden.

Eine maximal hochwertige Fütterung und eine Gabe von genau abgestimmten Ergänzungsfuttermitteln AUF REIN NATÜRLICHER BASIS (also keine Pülverchen/Vitamine aus dem Labor) sind absolutes Muss, gerade bei alten Pferden und gerade bei Arthrose-Pferden. Der Ingwer kann nur dann ein sinnvoller Komplementär sein. Eventuell hast Du Dich in diesem Punkt ja bereits mit der Homöopathin beraten, denn gerade in dieser Disziplin weiß man, dass alle Bemühungen mit einer erstklassigen Fütterung korrespondieren müssen. Ansonsten steht Dir in diesem Forum THP Claudia Nehls mit vielen Erfahrungen auf diesem Gebiet helfend zur Seite.

Im ersten Schritt versuche mit dem tansanischen BIO-Ingwer der Gewürzmühle (dort schickt man Dir auf Wunsch und unter Bezugnahme auf pferdeglueck.de auch gerne eine Probe), ob Deine Rentner den Ingwer generell akzeptieren und gut vertragen. Beginne mit wenigen Gramm täglich (2-5 g) und steigere vorsichtig. Sollte eines der älteren Pferde Koliker sein, ist gerade in diesem Alter große (!) Vorsicht am Anfang angesagt.

Die erste anzustrebende Ingwermenge (die dann dauerhaft gegeben werden sollte) sehe ich beim Arthrosepferd bei 3,5 bis 5 g je 100 kg Pferdegewicht), das muss man aber noch genau eingepegeln und den erfahrungsgemäß ungünstigen Witterungsperioden usw. anpassen.

Beim anderen Rentner ist eine Prognose schwer und reine Spekulation, da hier vermutlich der gesamte Bewegungsapparat betroffen ist. Hier solltest Du Dich an die wirkungsvollste Menge systematisch herantasten (nach der Anfütterung also in 3-5 g steigern, aber immer einige Tage Beobachtung zwischenschieben). Die Menge dürfte aber auch nicht unter 5 g/100 kg liegen, eher viel höher, weil ich die penetranten Schmerzen bei den von Dir geschilderten altersbedingten Verschleißerkrankungen von den mir persönlich bekannten "Pferderentnern" kenne. Du hast aber gerade bei diesem Pferd ein meistens sehr gutes Feedback. Sprich: Bei Erreichen der erwünschten Wirkschwelle solltest Du im Erfolgsfall sehr schnell sehen, ob und was sich zum Besseren ändert. Wir sollten uns da weiter direkt austauschen, auch wenn Du erste Erfolge sehen solltest, ok?

Grüße
Guido
Gesendet: 14:41 - 21.03.2009 | :: Edit | ::Delete

Hallo Guido,

vielen Dank für Deine Antwort, ging aber fix.

Eine Probe habe ich bereits bei der Gewürzmühle angefordert, habe mich dort auch auf Pferdeglueck.de berufen.

Ja, das mit der Akzeptanz wird das größte Problem werden, vorallem bei dem Arthrosepferd, ist ein verzogener Fratz, da wird es ohne Tricks nicht funktionieren.
Bei meinem Großen, denk ich mir weniger, der stopft alles rein, was ich ihm in den Futtertrog kippe.
Der Arthrosewallach bekommt zur Unterstützung eigentlich schon immer Traumeel Tabletten, die er auch frißt,so hab ich ihn ganz gut über den Winter gebracht, ansonsten paßt auch von der Fütterung alles, das habe ich mit meiner Homöopathin besprochen und sie hatte nichts auszusetzen, sie kennt das Pferd schon länger als ich, kurze Geschichte zu ihm, er kam 2007 als Einsteller zu mir, war beschlagen, aber ohne speziellen Beschlag, wurde zu der Zeit in Rente geschickt, kam auch sehr gut über die ganze Zeit, dann im August 2008 hat sich seine Besitzerin eingebildet, sie müsse ihn holen und nochmal umpflanzen, hat sie dann auch getan, was dem Pferd aber nicht wirklich gut bekam, tja und dann Ende 2008, hat sie sich aus persönlichen Gründen von ihm getrennt und so ist er wieder bei mir gelandet.Als wir ihn geholt haben, hätt mich fast der Schlag getroffen, ich hab ihn von August bis Dezember nicht ein einziges Mal gesehen, er war absolut hibbelig und auch sonst machte er nicht gerade den besten Eindruck auf mich, naja und als er dann bei mir im Stall war und ich zum ersten Mal ohne Decke sah, war ich wieder geschockt, ziemlich dünn geworden, kein Winterfell (im Dezember!) und noch vieles mehr. Als ich die 3 Herren am nächsten Tag rausgelassen habe, dachte ich mir nichts dabei, aber als ich sie nach ein paar Stunden wieder von der Koppel geholt hab, hätt ich den alten Herren fast reintragen müssen, also so schlimm war es im Winter vorher nicht gewesen, aber läuft wieder sehr gut.

Für mich ist es wesentlich schlimmer meinen zweiten Rentner beim hinlegen und aufstehen zu beobachten, anfangs bin ich immer gegangen, ich konnt es mir nicht mit ansehen, aber jetzt bleib ich immer stehen und kuck ob er wieder hochkommt. In der Box ist das nicht mal so das Problem, sondern eher draußen, denn meistens legt er sich dann noch so bescheuert, dass er bergauf liegt zum aufstehen, dann wird sich gesetzt, am Arsch gedreht (wie im Zirkus) und dann wird irgendwie aufgestanden. Was ich gestern vergessen hatte zu schreiben, eine Osteopathin war auch schon bei mir, danach ging es ihm wesentlich besser, denn er hatte es letztes Jahr im Herbst geschafft, sich so blöd an der Schweifrübe zu schubbern, dass er sich 3 oder 4 Wirbel reingedrückt hatte. Also wie Du siehst, ich hab lauter Spezialisten im Stall stehen.

Also werde ich mir jetzt mal den Ingwer besorgen und dann mal sehen, wie meine zwei Alten reagieren.

Viele Grüße
Astrid

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