Das Forums-Archiv von pferdeglueck.de

    

 · Home · Registrieren · Admin-Area · FAQ · Memberliste · Einstellungen · Suche · AGB/Impressum · Login ·

Seiten mit Postings: 1

zum Seitenende

 Forum Index —› Ingwer-Forum: Anwender helfen Anwendern —› Ingwer bei Chip?!
 


Autor Mitteilung


Gesendet: 11:42 - 04.12.2008 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo,

bei meinem Wallach ist ein Chip im Vorderhufgelenk links diagnostiziert worden und nun die Frage: mir wurde gesagt Ingwer könnte eine OP ersparen ... ist das möglich? Wenn ja wie würde man die Ingwer gabe denn anfangen bzw mit wieviel anfangen und in welchen schritten steigern? Bitte helft mir bin echt ein wenig verzweifwelt und planlos da mir viele gesagt haben das eine op das nicht unbedingt besser macht und er ja bisher keine schmerzen hat ... naja danach wahrscheinlich dann wohl schon ...
Vielen Dank für Eure Hilfe/Meinung :o)

Lg

Lilalaunepferd
Gesendet: 18:27 - 04.12.2008 | :: Edit | ::Delete

Tja, das ist eine Aussage, die Du in dieser Kurzfassung nicht ernst nehmen solltest. Das kommt selbstverständlich auf den Einzelfall an und inwiefern der Chip an seiner Position Beschwerden verursacht bzw., was ja meistens die schmerzhafte Aura schafft: Entzündungen, Folgeschäden etc. auslösen kann.

Zuerst würde ich also eingehend mit einem (erfahrenen!) Tierarzt besprechen, ob und welche Beschwerden zu erwarten sind oder gar Folgeschäden im weiteren Verlauf. Schlage ihm entsprechend vor, dass Du Ingwer gerne als Entzündungshemmer einsetzen möchtest (ggf., wenn dies sinnvoll, auch schon jetzt prophylaktisch) und ob er dies als sinnvoll erachtet.

Ich würde mich weniger an den Meinungen und "Fachkenntnissen" der in allen Ställen zahlreich vorhandenen "Hobby-Tierärzten" orientieren. Gut, Erfahrungen zu sammeln, ist nie ganz schlecht. Nur in den seltensten Fällen lassen die sich aber auf den eigenen (Einzel-)Fall übertragen. Hier sollte die Meinung (wenn nötig mit Gegenmeinung) eines Tierarztes dominieren. Daran krankt auch die ganze Ingwergeschichte, weil hier einfach den Leuten suggeriert wird, für Fall X hilft garantiert Ingwermenge Y. Lasse Dich da nicht irritieren.

Also: Bitte nochmals Tierarztmeinungen einholen, inwieweit eine OP sinnvoll ist (mit Blick auf die Zukunft). Oder anders herum: Was der Tierarzt als Probleme anführt, wenn Du auf eine OP verzichtest (was auch in Einzelfällen durchaus eine nicht unbedingt falsche Entscheidung sein muss)! Ich kann Dir zur Zeit nicht einfach schreiben: Nimm' mal so und so viel Ingwer, das wäre keine seriöse Auskunft.

WENN wir Ingwer einsetzen wollen, müssen wir wissen, warum, denn davon hängt die erste anzupeilende "Dosis" ab. Schmerzen liegen zur Zeit (noch) nicht vor. Es spricht hingegen nichts dagegen, parallel erst einmal mit 2-5 g/Tag einfach zu probieren, ob Dein Pferd Ingwer überhaupt akzeptiert. Das schadet nichts und Du hast schon mal diese Erkenntnis.

Über eine reguläre Gabe von Ingwer sollten wir dann reden, wenn mehr Infos aus dem diagnostischen Umfeld vorliegen, in Ordnung?

Grüße
Guido
Gesendet: 21:11 - 04.12.2008 | :: Edit | ::Delete

Hm also der Tierarzt und die Tierklinik meinten das er um eine Op nicht herum kommt wenn er geritten werden soll. Ohne op ist er zwar schmerzfrei nur darf eben nicht geritten werden. Der Tierarzt meinte das er aber auch keine garantie geben kann das es nach einer op wirklich in ordnung ist es kann sein das der Chip schon zu lange im Gelenk ist so das er eben auch danach nicht wirklich wieder gearbeitet werden kann :-/ die entscheidung ob er operiert werden soll oder nicht konnte er mir nicht abnehmen und meinte halt das man bedenken muß das nach der op das Pferd wohl athrose gefärdeter sein wird als vorher naja und dazu kommt halt noch das auch die Hufrolle nicht soo toll aussieht was mir allgemein die entscheidung nun auch nicht so wirklich einfacher macht ... ... Der Artzt aus der klinik hat mir geraten wenn er wieder im Sport eigestezt werden soll auf eine op zu verzichten ... naja ich denke es geht um das wohl des pferdes und ich weiß nicht ob ihm es nicht besser ohne op geht ... dachte mit ingwer vielleicht ne alternative bzw einfach zum wohlbefinden was zu tun und ihn dann schon mit seinen 13 jahren in rente zu schicken ... ist nicht so einfach ... bin echt ein wenig überfordert da ne klare entscheidnung zu treffen :-/
Gesendet: 10:46 - 05.12.2008 | :: Edit | ::Delete

Das ist in der Tat eine sehr schwere Entscheidung, denn 100%ige Prognosen wird kein Arzt abgeben können und auch nicht wagen. Und dann hat man ja heutzutage nicht mehr so prall gefüllte Bankkonten, um sich "nebenher" zum Reit- noch ein Rentnerpferd leisten zu können, es sei denn, der Platz und die Unterbringung ist eh reichlich vorhanden und ein zweites Pferd lässt nicht gleich die Fixkosten explodieren. (Ich weiß, wovon ich rede, denn ich halbe selber meinem Pferd rund 5 Jahre lang ausschließlich ein Rentnerdasein in regulärer Unterbringung finanziert.)

Andererseits deuten die Hinweise der Klinik darauf hin, dass man bei weiterer Belastung weitere (Gelenk-)Schäden befürchten muss (wie in meiner ersten Antwort schon von mir erwähnt), Du also irgendwann auf neue Probleme zusteuerst, die im Endeffekt am Schluss das selbe Ergebnis bringen: Ein Rentnerpferd (dann aber ggf. mit ersten irreversiblen Schmerz-/Lahmheitsauslösern).

Kann man hingegen auch durch Entfernung des Chips das Gelenk nicht wieder für eine normale Beanspruchung herrichten (was sich oft erst durch die OP zeigt), sind entzündliche und degenerative Prozesse im Umfeld des Chips auch nicht auszuschließen oder sogar wahrscheinlicher. (PS: Hier wäre übrigens dann in einem solchen Fall ein Ansatzpunkt für den Ingwer, der bei entsprechender Gabe Entzündungen einzudämmen helfen könnte. Was aber dann auch mit einer entsprechenden Bewegung, Haltung und Fütterung korrespondieren muss und sollte.)

Wie erfahren sind denn die Ärzte, denen Du vertraust? Die Einschätzung gerade in Deinem Fall sollte auf jeden Fall ein sehr (!) erfahrener Arzt vornehmen, und die diagnostischen Hilfsmittel sollten auf jeden Fall die bestmögliche Beurteilung ermöglichen. Notfalls würde ich in den sauren Apfel beißen und nochmals eine weitere Meinung einholen, weil bei einem "erst" 13-Jährigen wirklich eine sehr gut abgewogene Entscheidung vonnöten ist.

Wenn Dein Umfeld ein Rentnerpferd nicht erlaubt (siehe oben), was bei aller Tierliebe irgend wann enorme finanzielle Belastungen bedeutet (Dein Pferd kann ja mit diesen Beschwerden durchaus noch viele Jahre leben), würde ich die OP doch ernsthaft in Erwägung ziehen. Die "Rente" kannst Du dann Deinem Pferd immer noch gönnen, und letztlich hängt es auch davon ab, was "geritten werden" bedeutet.

Reiten kann bedeuten, sein Pferd Stress in beengten Hallen oder harten Geländeritten auszusetzen. Reiten kann aber auch bedeuten, das Pferd für entspannte Ausritte und leichte gymnastische Übungen in einer Halle einzusetzen. Auch das beeinflusst natürlich, in welchem Umfang nach der OP die wahrscheinlich schon vorgeschädigten Gelenke sich wieder erholen und wie ggf. arthritische Vorgänge eingedämmt werden können.

Grüße
Guido

Seiten mit Postings: 1

- Ingwer bei Chip?! -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Ingwer-Forum: Anwender helfen Anwendern —› Ingwer bei Chip?!
 

:: Hinweis
Sie sind nicht eingeloggt. Ihre Postings werden als Anonymous veröffentlicht.
:: Deine Antwort
Bold Style  Italic Style  Underlined Style  Image Link  Insert URL  Email Link  Quote   
Der Forenbetreiber läßt keine anonymen Postings zu. Bitte registrieren Sie sich, um aktiv an den Diskussionen teilzunehmen.

Ingwer bei Chip?!

naanoo logo
Version 3.0.1 | Load: 0.007800 | Server: 1_4