Das Forums-Archiv von pferdeglueck.de

    

 · Home · Registrieren · Admin-Area · FAQ · Memberliste · Einstellungen · Suche · AGB/Impressum · Login ·

Seiten mit Postings: 1

zum Seitenende

 Forum Index —› Ingwer-Forum: Anwender helfen Anwendern —› Wo in der Schweiz Ingwer beziehen?
 


Autor Mitteilung


Gesendet: 20:18 - 15.09.2008 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Durch einen Hinweis im Reitforum.de bin ich auf eure Seite gestossen. Ehrlich, es geht mir gleich besser wenn ich sehe, dass unsere Kleine so viele "Leidensgenossen" hat, die doch positiv denken.
Mein ca. 12jähriges Pony hat auf einer seite den osteolitischen (?), also den weichen, knochenauflösenden Spat. Auf der anderen Seite hat es den harten, verknöchernden. Lahmen tut sie nur auf der Seite mit dem weichen. Sie wurde geröngt, und bekam Gelenkspritzen. Auch ein kombiniertes Zusatzfutter mit Teufelskralle usw. Alles wirkt aber nur begrenzt. Nun würde ich es gerne mit Ingwer und evt. Teufelskralle versuchen.

Wie hoch ist die Dosis für ein ca. 300-350 kg schweres Pony?

Ich habe auf dem Link der Gewürzmühle Neumann nachgeschaut, aber die Porto- und Zollkosten sind immens (wie bei allem, dass wir Schweizer im Ausland bestellen müssen:-( ) Weiss jemand, wo ich guten Ingwer in der Schweiz beziehen könnte? Ebenso Teufelskralle?
Gesendet: 09:46 - 16.09.2008 | :: Edit | ::Delete

... also ich würde als erste Anlaufstelle in der Schweiz renommierte Gewürzhändler kontaktieren. Inzwischen hat sich der Ingwer-Hype auch auf die EU-Nachbarländer ausgedehnt (nicht zuletzt dank dieser Site ;-), so dass sicherlich Gewürzhändler schon auf diesen Zug aufgesprungen sind und Ingwer auch in 1 kg-Portionen anbieten.

Wenn Du in der Schweiz kaufst: Es sollte kein 08/15-China-Ingwer sein, sondern schon wenigstens nigerianischer oder - noch besser - tansanischer (BIO-)Ingwer. Ggf. sind auch schon Versender für Pferdesportartikel in der Schweiz auf diesen Zug gesprungen. Ferner sollte immer der Gingerol-Gehalt angegeben sein. Das ist jetzt kein heiliger Wert, mit dem alles "steht und fällt", er kann aber für eine erste Orientierung bzgl. der Ingwerqualität von Bedeutung sein und zeigt, dass der Händler seinen Ingwer analysieren lässt und nicht einfach die billigste Charge durch die Mühle schickt.

Bei Spat wird's allerdings nicht ganz leicht, hier können wir nur vorrangig den immer wiederkehrenden Entzündungen ggf. vorbeugen, weil wir es ja hier auch mit einem degenerativen Prozess zu tun haben und "mechanischen" Komplikationen.

Wir schon im vorigen Post erwähnt, solltest Du zuerst die Anfütterung beginnen (also innerhalb einer Woche langsam auf 10 g steigern). Berichte dann, wie Dein Pony mitspielt, denn daran können und müssen wir die weitere Menge ausrichten. Wir brauchen hier schon ein "paar Gramm" bei diesen sehr ausgeprägten Beschwerden.

Als erstes aber brauchst Du eine seriöse Quelle für guten Ingwer. Wie gesagt: Vielleicht kann die Gewürzmühle Dir einen Tipp geben.

Grüße
Guido
Gesendet: 13:49 - 27.10.2008 | :: Edit | ::Delete

HalloBesten Dank für die Tipps, ich habe über die Firma Neumann in der Schweiz einen Lieferanten gefunden, und der Ingwer ist bereits eingetroffen.
Ich werde heute abend mal mit einem Gramm beginnen, und dann im Laufe der Woche die Dosis auf 10gr erhöhen, wie du geraten hast. danach werde ich mich wieder melden. Ich bin ja so gespannt,wäre super, wenn's funktionieren würde! Was könnte ich aber sonst noch tun, um den Spat zu verlangsamen, resp, zu stoppen? Habe von Schüsslersalzen (Nr.?), Globuli usw. gehört, bin aber leider sehr unwissend auf diesem Gebiet. Wäre es ratsam, wenn ich auch noch Teufelskralle mitfüttern würde?

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Gesendet: 18:24 - 27.10.2008 | :: Edit | ::Delete

... na, prima - so kommst Du wenigstens problemlos an die Pulverform des Ingwers.

Bei Spat (der ja höchst individuell bei jedem Pferd betrachtet werden muss) ist ein talentierter und sensibler Schmied immer erste Wahl, um in den engen Toleranzgrenzen noch die bestmögliche Hufstellung zu finden. Der Ingwer kann dabei entzündungshemmend mitwirken, das musst Du nun ausloten.

In Sachen Schüsslersalze bin ich für Deinen Anwendungsfall eher skeptisch. Da würde ich auch eher mich mit einem seriösen Tierheilpraktiker vor Ort unterhalten, der etwaige weitere "sanfte Mittel" genau auf das erst einmal zu untersuchende Pferd abstellen muss. Auf "gut Glück" beimischen, bringt meistens nichts und kostet eher unnötig Geld.

Grüße
Guido

Gesendet: 20:57 - 06.11.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo
Wir sind unterdessen bei den 10gr/Tag angelangt. Das Pony hat momentan eine sehr gute Phase (wegem Ingwer?) und steht beim herumtoben auf der Weide den Anderen nicht nach. Oft hinkt sie aber nach dem herumtoben immer noch. Beim reiten geht sie lahmfrei wenn eine Aufwärmphase von 30min. eingehalten wird. Ausnahme: wenns steil bergauf/bergab geht hat sie Mühe.
Der Spatbeschlag wurde vom Hufschmied letzte Woche entfernt, und sie läuft genauso wie mit dem Beschlag.
Nun meine Frage: Soll ich mit der Dosis von 10gr./Tag weiterfahren oder muss ich weiter erhöhen? (Zur Erinnerung: Das Pony hat auf einer Seite harten, auf der anderen den weichen, osteolytischen Spat)
Mit lieben Grüssen
Gesendet: 18:54 - 07.11.2008 | :: Edit | ::Delete

... ich kenne die Ausdehnung der Beschwerden nicht, aber nach allen bisherigen Erfahrungen erscheinen mir die 10 g etwas arg knapp bemessen. Doch es gibt da nicht DIE "Idealdosis", Du solltest das noch weiter genauer einpegeln. Es ist überhaupt kein Problem, die Ingwermenge noch etwas zu erhöhen. Wie schon mehrfach in diesem Forum erwähnt, solltest Du dieses "Einpegeln" in rund 3-5 g Schritten vornehmen, also nach dieser Erhöhung immer wieder neu beobachten.

Es kommt hier nicht auf ein paar Tage mehr oder weniger an; auch wenn sich wieder Tage mit deutlicheren Beschwerden einstellen, im Vordergrund sollte die Ermittlung der bestmöglichen Ingwermenge stehen. Und auch wenn die kleinstmögliche Beschwerdebelastung erreicht ist, kannst Du sicherheitshalber noch rund 10 bis 15 % erhöhen.

Völlige Beschwerdefreiheit auf Dauer halte ich für eher unwahrscheinlich. Im Mittelpunkt steht momentan das Erreichen der besten Lebensqualität für Dein Pony; die Bereitschaft Deines Ponys zum Herumtollen zeigt, dass Du auf dem richtigen Weg bist.

Freilich besteht immer beim Ingwereinsatz die Gefahr, dass sich die Pferde mehr zutrauen und zumuten als gut für sie ist. Doch das ist nun mal die Kehrseite der Medaille, die man akzeptieren muss. Man kann hier höchstens darauf achten, dass die Überbeanspruchung, wenn sie sich denn in Nachfolge-Lahmheiten äußert, nicht überhand nimmt.

Grüße
Guido
Gesendet: 10:23 - 12.11.2008 | :: Edit | ::Delete

So, jetzt ist's leider passiert, was ich schon befürchtet habe: mein Pony verweigert den Ingwer! Sie hat den Grüsche-Früchte-Leinsamen-Ingwermix in den letzten Tagen immer schlechter gefressen, und jetzt, wo ich die Dosis zu erhöhen versucht habe, frisst sie's gar nicht mehr. Auch nicht mit Heublumen. Sogar vor ihren sonst geliebten Ingwerläckerli schreckt sie zurück. Ich gebe ihr den gemahlenen Ingwer, das ist vielleicht der falsche. Aber wenn ich jetzt noch den griesförmigen bestelle, so sitze ich dann evt. auf beiden. Und den grob geschnittenen kann ich in der Schweiz nicht beziehen.
Nun meine Frage: Wenn ich versuchen würde, den Ingwer frisch zu verabreichen (evt. geschnitten), würde der Gingerolgehalt dann hoch genug sein?
Gesendet: 18:37 - 12.11.2008 | :: Edit | ::Delete

... nein, frischer Ingwer ist keine Lösung. Zum einen ist der viel zu teuer, meistens auch in der Qualität nicht besonders und - wie Du schon richtig vermutest - häufig auch nur wenig gehaltvoll. Mir ist bislang auch im Moment Niemand bekannt, der mit frischem Ingwer eine erfolgreiche Alternative zum Pulver finden konnte. Desweiteren vermute ich, dass auch der frische Ingwer nicht besser angenommen wird als das Pulver.

Der griesförmige Ingwer war hingegen in der Tat manchmal eine Lösung, weil einige Pferde (aus welchem Grund auch immer) den weniger ablehnten als das offenbar etwas besser "identifizierbare" Pulver. Vielleicht lässt der Händler mit sich reden und sendet Dir mal eine Probe. Die Gewürzmühle Neumann (beziehe Dich doch einfach mal darauf) gibt ihren Kunden diese Möglichkeit.

Dennoch: Ich würde mit dem Pulver doch noch mal einen erneuten Anlauf nehmen, abermals mit einer kleineren Menge und nochmals ganz vorsichtig steigern. Ruhig auch mal den Versuch machen, das Futter im Trog zu belassen. Dann gibt es halt mal ein, zwei Tage nichts Anderes. Versuchen sollte man auch das mal, ob das Pony wirklich hartnäckig bleibt.

Grüße
Guido
Gesendet: 20:10 - 04.02.2009 | :: Edit | ::Delete

So, nun füttere ich also bereits den vierten Monat den grieskörnigen Ingwer, und unserer Kleinen gehts damit recht gut. Ich weiss nun aber nicht genau, wie lange man mit der Fütterung fortfährt. Eigentlich habe ich gedacht, wenn ich ein Kilo verfüttert habe mal langsam abzubauen, und schauen, wie es ihr so geht. Wäre das falsch, füttert man Ingwer durchgehend, quasi lebenslänglich? Es ist nur so, dass das Pony den Ingwer nach wie vornur widerwillig nimmt, und ich ihr mal eine Pause gönnen würde.
Gesendet: 12:24 - 05.02.2009 | :: Edit | ::Delete

Wenn Du feststellen kannst, dass definitiv der Ingwer Deinem Pony einen Teil der Beschwerden nimmt und sich Dein Pony aufgrund der Ingwerfütterung in einem besseren Allgemeinzustand präsentiert (bezogen auf die bei einem Pferd üblichen Kriterien), dann rate ich vom Absetzen des Ingwers ab. Denn wir "heilen" ja in Deinem Fall durch die Ingwergabe nichts, sondern lindern (eventuell) erfolgreich die Spatbegleitenden Beschwerden und Schmerzen,- bis hin zu entzündlichen Prozessen.

Reduzieren/absetzen sollte und kann man den Ingwer nur dann, wenn wir das akute Stadium einer Erkrankung erfolgreich begleiten und den Übergang in eine beschwerdefreie Phase voranbringen wollten bzw. konnten. Beschwerdefreiheit ist aber vor dem Hintergrund Deiner Schilderungen nicht mehr bei Deinem Pony zu erwarten.

Man kann sicherlich experimentell austesten, ob nach teilweisem oder völligem Ausschleichen des Ingwers der erreichte Zustand erhalten werden kann. Aber diese Entscheidung muss dann immer der Besitzer treffen, denn es besteht die Gefahr, dass Du Deinem Pony dann ggf. die Vorteile der Ingwereinwirkung vorenthältst. Denn der einzige Nachteil bei der von Dir verwendeten bescheidenen Dosis ist momentan nur, dass Dein Pony nicht gerade von der Ingwerbeimengung begeistert ist. Die Dauergabe schadet bei der verwendeten "Dosis" in der Regel nicht, im Gegenteil.

Grüße
Guido

Seiten mit Postings: 1

- Wo in der Schweiz Ingwer beziehen? -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Ingwer-Forum: Anwender helfen Anwendern —› Wo in der Schweiz Ingwer beziehen?
 

:: Hinweis
Sie sind nicht eingeloggt. Ihre Postings werden als Anonymous veröffentlicht.
:: Deine Antwort
Bold Style  Italic Style  Underlined Style  Image Link  Insert URL  Email Link  Quote   
Der Forenbetreiber läßt keine anonymen Postings zu. Bitte registrieren Sie sich, um aktiv an den Diskussionen teilzunehmen.

Wo in der Schweiz Ingwer beziehen?

naanoo logo
Version 3.0.1 | Load: 0.006046 | Server: 1_4