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Autor Mitteilung
H. C. Stössinger
Senior-Mitglied

Beiträge: 422


Gesendet: 14:57 - 25.02.2004

"Der Senat will das Kulturforum umgestalten. In einem gestern bekannt gewordenen Konzept aus dem Haus von Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) ist vorgesehen, die Fläche vor dem Kunstgewerbemuseum und der Gemäldegalerie zu einem Museumsplatz mit Kolonnaden umzugestalten sowie ein 40 Meter hohes Turmhaus und zwei Torhäuser an der Potsdamer Straße zu errichten. Das vom Architekten Hans Scharoun in den 60er-Jahren entworfene Künstlergästehaus soll nicht gebaut werden."

Berliner Zeitung 25.02.04

Sehr interessante Sache! Endlich passiert mal was in der toten Scharoun-Stadt

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/319385.html
Jörn
Mitglied

Beiträge: 158


 

Gesendet: 15:02 - 25.02.2004

Wow das hört sich ja mehr als nur interessant an, kann man nur hoffen dass es so verwirklicht wird wie ich es mir gerade vorstelle

Ernst
Mitglied

Beiträge: 134


 

Gesendet: 15:15 - 25.02.2004

Das klingt doch ganz hübsch. Doch es bleibt das Problem, daß das Kulturforum zu wenig in sein Umfeld eingebunden ist. Vom Potsdamer Platz aus verirrt sich allein schon deswegen niemand aufs Kulturforum, weil man gar nicht weiß, wie man dorthin kommt. Es gibt keinen einfachen, "natürlichen" Spazierweg, der beide Gelände miteinander verbindet. Stadtdessen irrt man entweder über krude, unkrautüberwucherte Nebenstraßen auf der Rückseite der Gebäude oder über eine autobahnähnliche tosende Hauptstraße.
H. C. Stössinger
Senior-Mitglied

Beiträge: 422


 

Gesendet: 16:16 - 25.02.2004

Das ist wohl war, Ernst. Und man kann einfach nicht erwarten, dass eine Stadt funktionieren soll, in der es keine anständigen Kneipen gibt. "Die menschliche Kultur besteht nicht nur aus Laufen und Gucken, Herr Scharoun!" Ein paar Wohnhäuser würden der Gegend bestimmt ganz gut tun. Als Fortsetzung des Potsdamer Platzes. Es kann nur besser werden dort! Jedoch ist eine "italienische Piazza" in modernen Kasten- und Würfelformen herausgeworfenes Geld. Damit kommt auch kein Leben in das Viertel.
H. C. Stössinger
Senior-Mitglied

Beiträge: 422


 

Gesendet: 17:04 - 25.02.2004

Hier muss dringend etwas getan werden - hier fehlt es einfach an Allem.

[Link zum eingefügten Bild]

Und - das sollten sich die Wisniewskis hinter die Ohren schreiben: Die Stadt gehört den Berlinerinnen und Berlinern - in allen Generationen; und nicht einem Herrn Scharoun! Scharoun ist TOT! - und das schon recht lange.
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 20:51 - 25.02.2004

Hört sich ja ganz gut an! Es handelt sich nur um diesen Platz vor den Museen auf dem Bild? Mir wäre nähmlich lieber, man würde die StaBi und die Philharmonie, diese metallic-senfgelben, überwucherten Geschwülste, abreißen und mit was ansehnlicherem - von mir auch was wirklich modernem - bebauen...
mark!
Stammgast

Beiträge: 65


 

Gesendet: 21:19 - 25.02.2004

am besten nichts wird gebaut und der platz wird nie wieder von irgend jemandem besucht.
dann begreifen diese neunmalklugen weltneuerfinder vielleicht, dass ihr kastenzeug nichts als reine dummheit darstellt.
Christopher
Novize

Beiträge: 31


 

Gesendet: 21:27 - 25.02.2004

Ja ein Abriss aller Scharoun-Ausgeburten wäre wirklich das Beste. Auch wenn das in nächster Zeit wohl nicht durchzusetzen ist. Die Philharmonie zumindest wird ja von vielen Seiten gelobt. Für mich absolut unverständlich. Außen diese komischen Eierwaben und auch Innen an jeder Ecke miefige 50er/60er-Jahre Atmosph.
Ich denke, es wird unheimlich schwierig werden in dieses Gebiet wieder Leben rein zu bekommen - eigentlich unmöglich, mit diesen Kästen. Bin eher pessimistisch, trotz der aktuellen Planungen.
Wenn es scheitert, steigen vielleicht die Chancen auf einen Totalabriss.
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 21:56 - 25.02.2004

Naja, man könnte das Potsdamer Platz-Prinzip(nicht unbedingt in arch. Hinsicht) einfach bis zum Wasser fortführen.
Am meisten tut mir die arme St.Matthäikirche Leid. Da hat sie schon Krieg und Abrisswut überlebt und muss jetzt wahrscheinlich den Rest ihres Lebens zwischen modernem Müll stehen...
Ein_Hannoveraner
Stammgast

Beiträge: 65


 

Gesendet: 00:55 - 26.02.2004

Exakter sogar: Abrisswut, dann Krieg, dann wieder Abrisswut und nun das Umfeld... Die Kirche stand nämlich bereits Ende der 30er Jahre der Speer´schen Nord-Süd-Achse im Weg, der Flächenabriss war 1939 hier zum größten Teil schon abgeschlossen - so paradox das ist, aber für die Matthäikirche bedeutete der Kriegsausbruch zunächst ihre Rettung...
Weißer Wolf
Senior-Mitglied

Beiträge: 463


 

Gesendet: 01:14 - 26.02.2004

Hans Scharouns Philharmonie wird in diversen "Berlin Reiseführerin" als eine der schönsten Philharmonien der Welt gerühmt.

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