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 Forum Index —› SPRECHSTUNDE EXKLUSIV: Direkte Hilfe aus dem Tierheilkundezentrum —› Hufbeinentzündung
 


Autor Mitteilung


Gesendet: 12:52 - 15.01.2008 | :: Edit | :: Move | :: Delete | :: Close | :: Re-Open

Hallo,
bin neu hier und hätte ein paar Fragen an die alten Hasen. Bei meiner Stute wurde vor 4 Wochen eine Hufbeinentzündung wegen Überlastung (Eisen ab gemacht) festgestellt (Über Ausschlusdiagnostik, da Röntgen und Ultraschall keinen Befund ergab).
Sie bekommt noch jeden zweiten Tag ein Päckchen Equi. Jetzt würde ich gern Ingwer füttern. Welche Menge und wie Anfang wäre den zu empfehlen (hatte 3 g je 100 kg Körpergewicht bei Knochenentzündnung gelesen?).
Wie lange sollte man es machen?
Sie wird im Schritt geführt und hat einen Polsterbeschlag.
Danke schon mal im Voraus
Gesendet: 17:23 - 15.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Ergänzend ist noch zu sagen, dass eine Sortisontherapie aufgrund eines früheren Übergewichts und damit verbundenem Risikoder insulinresitent (und damit Rehegefahr) nicht durchgeführt wurde, statt dessen aber eine Tildren (Bisphosphonat) Insusion gegeben wurde. Also zusätzlich die Frage, ob Ingwer da ein Problem wäre?
Gesendet: 10:51 - 16.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Da Deine Schilderung recht knapp ist, kann man nur sehr spekulativ antworten. So vermute ich mal, dass die tierärztliche Behandlung noch andauert?!? Ich persönlich bin kein großer Freund vom Ingwereinsatz während der akuten TA-Behandlung, und dann auch nur in direkter Absprache mit dem Tierarzt. Einmal mehr, wenn die Diagnose zudem auf etwas "wackeligen Beinen" steht.

Zudem sollte der Ingwer parallel zum ausschleichenden Einsatz konventioneller Entzündungs-/Schmerzhemmer begonnen werden. Eine gleichzeitige Gabe kann die Kolikgefahr erhöhen, je nach Disposition des Pferdes. Es kann aber nur der TA vor Ort entscheiden, wie umfangreich die Entzündungshemmung ausfallen sollte. Setzt man also einfach die konventionellen Medikamente ab, kann es durchaus sein, dass der Ingwer nicht ausreicht oder noch nicht ausreicht, weil die Idealdosis noch nicht gefunden werden konnte. In dem Fall tut man dem Pferd also nichts Gutes.

Ich schlage daher vor, dass Du mit dem TA den weiteren Verlauf besprichst. Ist er auch der Meinung, dass man versuchsweise Equipalazone reduzieren kann (und vermutlich den Entzündungshemmer, der gespritzt wird), kannst Du vorsichtig mit der Ingweranfütterung beginnen. Die erwähnten 3 g sind da zunächst ein guter Richtwert, ich vermute aber, dass Du etwas mehr brauchen wirst. An diese Idealdosis musst Du Dich "herantasten".

Nochmals muss ich darauf hinweisen, dass eine Rehe-Disposition und Ingwer problematisch sein können (das hängt vom Einzelfall ab). Auch solltest Du so naturbelassen und hochwertig wie möglich füttern (also auf alle synthetischen Zusatzfuttermittel verzichten) und (was Du ja sicher sowieso schon machst) die Energiezufuhr dem wirklichen Bedarf anpassen.

Sobald Du eine Entwicklung abschätzen kannst, können wir ja nochmals über die Dosis sprechen.

Grüße
Guido
Gesendet: 12:04 - 16.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo,
vielen Dank erst mal für die Antwort.
Also die Diagnose wurde am 20.12 gestellt. Da mit Ultraschall durch den Huf nicht ale Strukturen erfasst werden können konnte er nicht mit 100 % iger Sicherheit einen Schaden in dem Bereich ausschliessen. Meinte aber, dass die Entwicklung, die Art der Lahmheit (kein Wendeschmerz) und das was man an den anderen Strukturen sehen konnte einen Schade mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschliessen kann. Sicherheit würde nur eine MRT Untersuchung geben.
Die Cortisonbehandlung wurde nicht gemacht, da sie vor ca. 1 Jahr sehr Übergewichtig war und noch ein Fettpolster am Hals hat. Dieses Fettpolster könnte bei Cortisontherapie Hormone freisetzen, die eine INsulinresitzenz verursachen könnten und damit eine Rehe auslösen könnten.
Die Tildren Infusion war die "zweite Wahl". Das Bisphosphonat soll die Aktivität der Osteoklasten hemmen und die der Osteoblasten fördern und somit eine Schädigung des Knochens durch die Entzündung verhindern. Gegen die Entzündung haben wir Equipalazone gegeben, obwohl der Tierarzt schon sagte, dass dies bei Knochentzündungen nicht das Mittel der Wahl wäre, aber Cortison ihm eben zu gefährlich wäre.
Sie hat 10 Tage 2 Päckchen am Tag bekommen, dann 6 Tage 1 pro Tag und seit Montag letzer Woche jeden zweiten Tag ein Päckchen.
Letzte Woche durft sie laut Tierarzt wieder traben, war aber am dritten Tag (5 Minuten Trab und 25 Minuten Schritt) wieder lahm und geht seit dem in Absprache mit dem Tierarzt nochmal für 2 Wochen Schritt, geführt.
Hoffe das du mit den Angaben etwas mehr anfangen kannst.
Zusätzlich kommt morgen noch ein anderer Tierarzt, weil ich gern eine zweite Meinungen haben möchte. Den werde ich auch mal wegen des Ingwers fragen.
Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Grüsse Anja
Gesendet: 19:05 - 16.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo Anja,

ich denke auch, dass eine weitere TA-Meinung in diesem Fall nicht schlecht wäre. Danach sollten wir uns nochmals kurzschließen.

In der Zwischenzeit schiebe ich Deinen Post mal ins Forum von THP Claudia, eventuell kann auch sie noch weiterführenden Anmerkungen machen.

Grüße
Guido
Gesendet: 19:51 - 16.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo Anja,
mir macht die Diagnose auch etwas "Kopfschmerzen". Daher wäre auch ich eher vorsichtig mit der Fütterung von Ingwer. Ich würde gerne - bevor ich weiter antworte - Deinen Post lesen, was der zweite TA für eine Diagnose stellt. Nicht verkehrt wäre, den Bewegungsapparat insgesamt zu unterstützen; hier vor allem die Knochen, die Durchblutung und eine natürliche Entzündungshemmung bzw. auch Blutverdünnung. Der Einsatz von Schmerzmitteln muss gerade aufgrund der nicht ganz klaren Diagnose abgewägt werden; so auch die Fütterung von Ingwer als natürliches Schmerzmittel. Problematisch wäre, wenn der Schmerz überdeckt würde und die Schäden somit unbemerkt weiter voranschreiten; dieses Problem kennen wir beispielsweise von der Hufreheerkrankung. Andererseits sollten dem Pferd selbstverständlich keine Schmerzen zugemutet werden, sofern dieses verhindert werden kann. Letztlich muss wirklich in jedem Einzelfall abgewägt werden, ob Schmerzmittel bzw. Ingwer als natürliches Schmerzmittel sinnvoll und nötig sind oder nicht. Und um hier wirklich eine Stellungnahme abzugeben, müßte ich mir einfach ein besseres Bild machen können; u. a. auch, welchem Grad die Lahmheit entspricht. Bei einer leichten - und somit ohne Schmerzmittel vertretbaren Lahmheit - wäre die Empfehlung halt anders, als bei einer massiven Lahmheit mit wirklich großen Schmerzen.
Viele Grüße Claudia Nehls
Gesendet: 12:37 - 17.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo,
also erst mal bin ich völlig platt. Tierarzt war eben da. Beim vortraben wieder vorne links eine leicht Lahmheit (habe auch seit letzter Woche wieder nur Schritt geführt). Er fragte dann ob ich hinten rechts schon mal ein Problem hatte, was ich aber verneinte, weiss aber da ich sie erst ein Jahr habe natürlich nicht jeder Kleinigkeit von früher, weis aber sicher, dass sie nicht behandelt wurde.
Er hat dann alles mögliche "adgedrückt" und meinte, dass sie ein Problem am 2/3 Halswirbel und Kreuz Darmbein hätte. Hat "eingerengt" (weis nicht wie man das genau bezeichnet) und ich bin wirklich vom Glauben abgefallen, sie war danach im Trab klar?!?!?!?
Jetzt hat er noch eine Mischung an 4-5 Stellen auf jeder Halsseite gespritzt. Soll 1 Woche Schritt gehen und dann wieder anfangen.
Soll nach seiner Aussage auch auf Schmerzmittel verzichten. Hatte Ihn nach Ingwer gefragte und er meinte, dass es nicht nötig sei, weil die Entzündung, wenn sie überhaupt da war, nicht mehr das Problem sei.
Also bin mal sehr gespannt, melde mich wenn ich in einer Woche wieder trabe wie sie läuft. Vielen Dank für die Hilfe.
Gruß Anja
Gesendet: 21:03 - 17.01.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo Anja,
zwei Tierärzte, zwei Meinungen. Genau deshalb ist es für uns im Forum oft sehr schwer, Tipps und Infos zu geben, die auch wirklich passend und richtig sind. Daher ist unsere manchmal vorsichtige Äußerung und krititsche Betrachtung wichtig; wie Dein Eintrag einmal mehr zeigt.
Ich freue mich auf Deinen Bericht, wie es weitergeht und hoffe, dass das Problem jetzt an der richtigen Stelle angepackt ist und Dein Pferd bald schmerzfrei und unbeschwert läuft.
Viele Grüße Claudia
Gesendet: 13:01 - 04.02.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo,
wollte mich nochmal zum aktuellen Stand medlen. Ich bin langsam völlig gefrustet. Habe sie nach dem einrenken 1 Woche Schritt bewegt, dann langsam angefangen. Nach 4 Tagen hab ich sie dann auch wieder auf die Koppel, wo sie nicht rum getobt hat.
2 Tage später ging sie wieder klamm. Dann nochmal den zweiten Doc angerufen. Er wollte, dass ich mich diese Woche nochmal wegen Termin melde. Habe sie dann 4 Tage wieder nur Schritt bewegt, sonst Koppel. Am Freitag lief sie klar, Samstag auch, Sonntag wieder nicht. Warte jetzt mal, wann er diese Woche kommen kann. Bin langsam aber wirklich verzweifelt, weil es irgendwie nichts "greifbares" ist und ich gar nicht weiß, was gut ist und was nicht.
Viele Grüsse Anja
Gesendet: 19:41 - 04.02.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo Anja,

Du musst da jetzt wirklich Geduld haben, auch wenn, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, das nicht leicht ist. Gerade bei diesen sporadischen Lahmheiten.

Da das osteopathische Konzept des zweiten Tierarztes ja ein spontanes Feedback brachte, scheint die Richtung zu stimmen. Nur muss man jetzt noch eine sicherlich komplizierte Kausalkette entschlüsseln. Das wird bestimmt noch einige Termine mit dem TA erfordern.

Bleib' also optimistisch und gehe erst mal jetzt den eingeschlagenen Weg. Berichte mal, wenn der TA da war.

Grüße
Guido
Gesendet: 20:08 - 05.02.2008 | :: Edit | ::Delete

Hallo Anja,
ich denke, die Richtung ist klar; erst einmal nur Bewegung im Schritt; Deine Stute zeigt ja überdeutlich, dass mehr Bewegung ihr schadet bzw. dass sie bei über Schritt hinausgehender Bewegung lahmt. Von daher: Geduld und nur Schritt, das wird schon; manche Erkrankungen benötigen lange zur Ausheilung; das ist leider so und lässt sich nicht ändern und dann ist einfach Geduld gefragt.
Liebe Grüße und alles Gute Claudia Nehls

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